Der spanische Regierungschef sprach im Vatikan vor der Presse. Zuvor hatte ihn Papst Leo XIV. empfangen. Zugleich durchsuchte die Polizei die Zentrale der regierenden sozialistischen Partei PSOE wegen mutmaßlicher illegaler Parteienfinanzierung.
Der Korruptionsskandal in Spanien zieht immer weitere Kreise und Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wurde bei einer Pressekonferenz im Vatikan mit den Fragen der Journalisten konfrontiert.
Der spanische Ex-Regierungschef José Luis Zapatero wird beschuldigt, sich wirtschaftliche Vorteile verschafft zu haben. 2020 erhielt die kleine Airline Plus Ultra einen Corona-Rettungskredit von 53 Millionen Euro aus den Staatskassen. Es besteht der Verdacht, dass Zapatero den Deal eingefädelt hat. Im Gegenzug soll er 2 Millionen Euro erhalten haben.
Rückendeckung bekommt Zapatero jetzt von Sánchez, dieser erklärte: "Ich hatte Gelegenheit, den Beschluss und die umfangreiche Akte zu lesen. Ich habe es bereits in im Parlament [Cortes Generales] gesagt und bekräftige es heute hier: volle Zusammenarbeit mit der Justiz, voller Respekt vor der Unschuldsvermutung von Präsident Zapatero und meine volle Unterstützung für Präsident Zapatero."
Zapatero hat bislang alle Vorwürfe zurückgewiesen. Zuletzt wurde sein Büro in Madrid von Spezialeinheiten durchsucht. In seinem Tresor fanden die Beamten mehrere teils mit Diamanten besetzte Schmuckstücke und Uhren. Seine Sekretärin erklärte, der Schmuck sei Teil eines Erbes von Zapateros Ehefrau.
In der spanischen Hauptstadt sind am vergangenen Wochenende Zehntausende auf die Straße gegangen. Ihre lautstarke Forderung: Sánchez soll zurücktreten. Auf Transparenten konnte man lesen: "Rücktritt der sozialistischen Mafia".