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Extreme Hitzewelle in Europa: Spanien warnt vor Giftwolken, Tote in Griechenland

Menschen beobachten Rauch eines Waldbrands am Berg Kithairon nahe Porto Germeno nordwestlich von Athen, Griechenland, am Montag, dem dritten August 2026.
Menschen beobachten Rauch eines Waldbrands am Berg Kithairon nahe Porto Germeno nordwestlich von Athen in Griechenland am Montag, dem dritten August 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Sertac Aktan
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In Griechenland hat es durch Brände fünf Tote gegeben. In Spanien wird vor giftigen Gasen gewant – die anhaltende Hitze ist eine der schlimmsten Umweltkrisen seit zehn Jahren.

Einsatzkräfte in Südeuropa arbeiten am Limit. Durch die extreme Hitze werden in Spanien, Frankreich und Griechenland immer wieder Umweltgefahren ausgelöst.

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In der spanischen Provinz Zamora hat es einen Großeinsatz gegeben, nachdem beim Abfallbehandlungsunternehmen Zaresa in Roales del Pan ein Feuer ausgebrochen war. Die Notrufzentralen erhielten fast 40 Meldungen über eine dichte, offenbar giftige Rauchwolke. Die Behörden verschickten ES-Alert-Warnungen und riefen die Anwohner dazu auf, in ihren Häusern zu bleiben. Die Polizei sperrte nach Angaben der Guardia Civil in Zamora zudem eine Fahrspur der Autobahn A-11.

Der Brand war in einer Lagerhalle der Firma Zaresa ausgebrochen. Verletzt wurde niemand.

Frankreichs Atomkraftwerke unter Druck

In Frankreich zwingen die extremen Sommertemperaturen den Betreiberkonzern EDF, wichtige Reaktoren vom Netz zu nehmen. Drei Atomreaktoren in den Atomanlagen Chooz und Cattenom wurden abgeschaltet, um die Flusspegel zu stabilisieren und Umweltauflagen für die Wassernutzung einzuhalten. Die Hitzeperioden haben die Pegel der Flüsse deutlich verringert.

Der Betreiber erklärt, die Entscheidung sei getroffen worden, „um einen ausreichenden Wasserstand für die verschiedenen Nutzer des Flusses zu sichern, in Frankreich ebenso wie in Belgien“.

Für die Départements Ardennes und Moselle gilt die Hitzewarnstufe Gelb.

Frankreich verfügt über 57 Atomreaktoren, die fast 70 Prozent der Stromproduktion liefern. Sie stehen ausnahmslos an Flüssen oder an der Küste, damit die Anlagen gekühlt werden können.

Experte in Griechenland: „Eine der schlimmsten Feuerkrisen“ seit einem Jahrzehnt

Weiter südlich heizt die anhaltende Hitzewelle eine sich zuspitzende Umweltkatastrophe in Griechenland an.

Der leitende Waldbrand-Meteorologe Theodore Giannaros warnt, das Land erlebe „eine der schlimmsten Feuerkrisen“ seit einem Jahrzehnt. In den vergangenen zwei Wochen sind bei den Bränden bereits fünf Menschen ums Leben gekommen. Griechenland kämpft mit einer ganzen Serie großflächiger Feuer.

„Ich würde sagen, es ist ganz sicher eine der schlimmsten Feuerkrisen, die ich in den vergangenen, vielleicht acht bis zehn Jahren gesehen habe“, sagt Giannaros. Einen direkten Vergleich nach verbrannter Fläche oder Zahl der Brandherde könne man derzeit aber noch nicht ziehen. „Wir müssen bis zum Ende der Feuersaison warten, um eine solche quantitative Einschätzung vorzunehmen.“

Nach Analysen des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der Europäischen Union sind in der vergangenen Woche in Griechenland mehr als 12.000 Hektar Wald und Agrarfläche verbrannt.

Zu den Ursachen der Brände sagt Giannaros, es wäre einfach, allein den Klimawandel und das Wetter verantwortlich zu machen. „Der Klimawandel schafft tatsächlich Bedingungen, die solche Feuer stark begünstigen, sie breiten sich dadurch sehr leicht aus und werden schnell unkontrollierbar“, erklärt der Experte.

Doch nach seiner Einschätzung zeigt der Blick auf Griechenland und Europa insgesamt auch Versäumnisse in der Flächenbewirtschaftung.

Weitere Quellen • AFP

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