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Sommerstart mit Hitze: Alarmstufe rot in vielen Regionen

Touristen schützen sich mit Sonnenschirmen vor der brennenden Sonne am Forum Romanum (22. Juli 2025)
Touristen schützen sich mit Sonnenschirmen in der prallen Sonne an den römischen Foren (22. Juli 2025) Copyright  (AP Photo/Gregorio Borgia, File)
Copyright  (AP Photo/Gregorio Borgia, File)
Von Gabriele Barbati & Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Offiziell beginnt erst der Sommer, doch schon seit dem Frühling herrschen Hitze wie im August. 16 Großstädte in Europa stehen auf Rot- und Orange-Alarm, keine Region gilt als sicher. Auch Frankreich ruft den Notstand aus.

Ein weiteres Wochenende im Hitzeausnahmezustand, obwohl es offiziell erst der Beginn des Sommers ist, der nach Kalender an diesem Sonntag startet.

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Nach den aktuellen Warnlagen gilt die höchste Hitzewarnstufe Rot vor allem für Teile des Westens, der Mitte und des Nordwestens Deutschlands. Besonders betroffen sind Regionen vom Emsland über Nordrhein-Westfalen bis nach Hessen, wo Temperaturen bis etwa 38 °C erwartet werden.

Starke Hitze wird auch erwartet in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie große Teile Baden-Württembergs. Auch in Teilen Niedersachsens und Bayerns gilt eine erhöhte Wärmebelastung. Zudem gelten Hitzewarnungen für Berlin, Brandenburg sowie Teile Sachsen-Anhalts und Mecklenburg-Vorpommerns.

Daneben warnt der DWD regional auch vor kräftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen.

Ab dem Nachmittag und Abend werden Gewitter vor allem in Brandenburg, Sachsen, Ostthüringen und im östlichen Sachsen-Anhalt erwartet. Nach aktuellem Stand der Prognosen liegt der Schwerpunkt dann vor allem in Südbrandenburg und Ostsachsen.

Gestern, am 20. Juni registrierte Saarbrücken-Burbach mit 37,5 °C die höchste Temperatur des Tages und stellte damit einen neuen Juni-Rekord für das Saarland auf. Der deutsche Juni-Rekord von 39,6 °C aus dem Jahr 2019 wurde jedoch nicht übertroffen. Auch der absolute Temperaturrekord Deutschlands von 41,2 °C, der am 25. Juli 2019 in Nordrhein-Westfalen gemessen wurde, blieb unangetastet. Meteorologen erwarten allerdings weiterhin sehr hohe Temperaturen, sodass örtlich neue regionale Rekorde möglich sind.

Italien: Hitze im ganzen Land

In Italien haben die Behörden für den 21. Juni den Hitzewarnindex Rot für acht Städte ausgerufen: Bologna, Bozen, Brescia, Florenz, Mailand, Perugia, Rieti und Turin.

Warnstufe Orange gilt u.a. in Rom, Triest, Venedig und Verona. In den übrigen Städten steht die Ampel auf Gelb, keine Stadt liegt im „Grün“. Damit bleibt die Hitze überall ein Gesundheitsrisiko.

Die aktuelle Hitzewelle geht auf ein afrikanisches Hochdruckgebiet zurück. Nach den Vorhersagen bleibt es über der Poebene mindestens bis zum ersten Juli-Wochenende. In Lombardei, Piemont, Venetien und Emilia-Romagna steigen die Höchstwerte auf 35 bis 37 Grad. Nachts sinken die Temperaturen vielerorts nicht unter 25 Grad.

„Die außergewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Wochen bestätigen einen inzwischen klaren Trend: Intensive Hitze beschränkt sich nicht mehr auf die zentralen Sommermonate und tritt immer häufiger schon im Juni auf“, sagte Fabrizio Pregliasco, Direktor der Facharztausbildung für Hygiene und Präventionsmedizin an der Staatlichen Universität Mailand, der Nachrichtenagentur AGI.

„Das frühere Auftreten von Hitzewellen ist eines der deutlichsten Zeichen für den laufenden Klimawandel im Mittelmeerraum, einer Region, die besonders stark unter der globalen Erwärmung leidet“, so Pregliasco.

Hitzenotstand auch in Frankreich

Die französischen Behörden haben in 35 Départements die höchste Hitzewarnstufe Rot ausgerufen. Besonders betroffen ist der Bereich von der Region Paris bis zum Département Pyrénées-Atlantiques im Südwesten.

Die Temperaturen könnten in einigen Orten bis zu 41 Grad erreichen, meldet der nationale Wetterdienst. In Paris mobilisiert die Polizei laut Präfektur 4.800 Polizistinnen und Polizisten sowie Gendarmen und 2.500 Feuerwehrkräfte.

In Départements mit roter Hitzewarnung und in einigen Gebieten mit Warnstufe Orange gilt in öffentlichen Räumen ein Alkoholverbot, obwohl manche Open-Air-Veranstaltungen stattfinden.

Insgesamt sind etwa 53 Millionen Franzosen von der roten Warnstufe betroffen, die 35 Départements umfasst – ein Rekordwert. In weiteren 45 Départements gilt Warnstufe Orange.

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