Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Mindestens 68.000 Menschen in Venezuela nach Erdbeben weiter vermisst

Ein Paar vor den Trümmern eines von den Erdbeben zerstörten Gebäudes, drei Tage nach dem Beben in La Guaira, Venezuela. 27. Juni 2026
Ein Paar vor den Trümmern eines von den Erdbeben zerstörten Gebäudes, drei Tage nach dem Beben in La Guaira, Venezuela. 27. Juni 2026 Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Und die Frist, in der Verschüttete gute Überlebenschancen haben, ist vorüber. Nach einer vorläufigen Schätzung des UN-Entwicklungsprogramms belaufen sich die direkten Sachschäden auf über sechs Milliarden US-Dollar.

In Venezuela gelten nach den zwei verheerenden Erdbeben Mitte der Woche weiterhin mehr als 68.000 Menschen als vermisst, wie die Nachrichtenagentur AP meldete.

WERBUNG
WERBUNG

Am Mittwoch hatten zwei kurz aufeinanderfolgende Beben der Stärke 7,2 und 7,5 das Land erschüttert. Sie richteten große Zerstörungen an. Für mindestens 1.430 Menschen kam jede Rettung zu spät, weitere 3.238 Menschen wurden verletzt.

Aus aller Welt sind Rettungsteams eingeflogen, die die etwa 30.000 venezolanischen Einsatzkräfte bei der Suche nach Verschütteten unterstützen. Die Behörden kämpfen gegen die Zeit, um Überlebende zu finden.

Die amtierende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, erklärte, bislang hätten 24 Staaten Hilfe geschickt: 521 Tonnen Hilfsgüter, 86 Suchhundestaffeln und mehr als 2.741 Fachkräfte für Suche, Rettung und Logistik.

Viele Einwohner handeln auch auf eigene Faust. Sie wühlen sich durch Trümmerberge, um Angehörige zu finden.

Ein US-Militärflugzeug überfliegt ein vom Beben betroffenes Gebiet in La Guaira, Venezuela, 27. Juni 2026
Ein US-Militärflugzeug überfliegt ein vom Beben betroffenes Gebiet in La Guaira, Venezuela, 27. Juni 2026 Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Auf sozialen Netzwerken kursieren erschütternde Videos. Sie zeigen Rettungskräfte, die Menschen, darunter Säuglinge, aus eingestürzten Gebäuden ziehen.

Die ersten 72 Stunden gelten als besonders entscheidend für erfolgreiche Bergungsaktionen. Diese Frist ist inzwischen abgelaufen.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teilte an diesem Sonntag mit, sie habe nach den Beben mit Rodríguez telefoniert: "Ich habe die volle Solidarität der EU mit dem venezolanischen Volk und unser tiefstes Mitgefühl für die Familien der Todesopfer übermittelt", schrieb sie auf der Plattform X. "Die EU hat bereits 5 Millionen Euro an Nothilfe für die betroffenen Gemeinden mobilisiert."

Eine vorläufige Schätzung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen beziffert die direkten Sachschäden durch die Beben auf 6,7 Milliarden US-Dollar.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

50.000 Vermisste nach Erdbeben – internationale Helfer kämpfen gegen die Zeit

Satellitenbilder aus Venezuela zeigen das Ausmaß der Erdbeben-Katastrophe

Seismisches Doppelereignis: Phänomen macht Venezuelas Tragödie zur Katastrophe