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Belgiens Diamantenhändler schenken Trump prunkvollen Ring: Was ist der Deal?

A Ring für den damaligen US-Präsidenten Donald Trump, entworfen vom Antwerpener Diamantdesigner David Gotlib, 30. Juni 2026
Ring für US-Präsident Trump: Entwurf von Antwerpener Diamantdesigner David Gotlib, 30. Juni 2026 Copyright  David Gotlib via AP/David Gotlib via AP
Copyright David Gotlib via AP/David Gotlib via AP
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Was passiert mit dem besonderen Ring, den Diamantenhändler aus Antwerpen Donald Trump schenken wollen? US-Präsidenten können sehr frei entscheiden, welche Geschenke aus dem In- und Ausland sie annehmen. Sie legen auch selbst fest, ob ein Präsent ihnen privat oder dem Staat gehören soll.

Dutzende Diamanten formen eine US-Flagge sowie die Zahlen "1776" und "2026“. Weitere Edelsteine rahmen die Zahlen "45“ und "47“ in der Form des Superman-Logos ein. Ein Adler mit Diamantflügeln trägt ein Rubinschild und hält einen Olivenzweig aus Smaragden, unter einer strahlenden "250“ mit der Aufschrift "250 YEARS USA“, eingraviert in 18-karätigem Gold.

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Insgesamt schmücken 321 Diamanten, 56 Saphire, 13 Smaragde und sechs Rubine den goldenen Ring in Uhrengröße, der von der Branche der Diamentenhändler aus Antwerpen dem US-Botschafter in Belgien überreicht wurde. Diplomat Bill White soll den Ring Präsident Donald Trump übergeben.

"Ein ganz besonderer Dank an meine Freunde aus Antwerpen für den großartigen Freedom-250-Ring", sagte Trump in einer aufgezeichneten Videobotschaft bei der Veranstaltung zur 250. Jahrfeier der USA in Brüssel.

Isidore Mörsel, Präsident des Antwerp World Diamond Centre (AWDC), übergab den Ring im Namen des jahrhundertealten Diamentengewerbes der Hafenstadt.

Antwerpen ist ein zentrales Drehkreuz im weltweiten Handel mit Edelsteinen, doch die Branche machte sich im vergangenen Jahr wegen Trumps Handelskrieg ernsthafte Sorgen um die Zukunft.

Der US-Botschafter in Belgien, Bill White, präsentiert in Brüssel einen für Präsident Donald Trump entworfenen Ring, 28. Juni 2026
Der US-Botschafter in Belgien, Bill White, präsentiert in Brüssel einen für Präsident Donald Trump entworfenen Ring, 28. Juni 2026 AP Photo

"Möge dieser Ring als dauerhafte Erinnerung dienen, dass echte Partnerschaft, wie die feinsten natürlichen Diamanten, unter Druck entsteht, die Zeit überdauert und am hellsten strahlt, wenn sie auf Vertrauen baut“, sagte Mörsel.

Im Inneren des Rings steht die Gravur "Crafted in Antwerp for Donald John Trump“.

In Dollar gerechnet verblasst der Ring im Vergleich zu Geschenken wie dem Flugzeug im Wert von 400 Millionen Dollar (349 Millionen Euro), das Katar verschenkt hat und das Trump zur neuen Air Force One umbauen ließ.

Dennoch gibt der Ring einen glitzernden Einblick in die Rolle prunkvoller, meist vergoldeter Präsente von Menschen und Institutionen, die sich beim US-Präsidenten beliebt machen wollen.

Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses, der anonym bleiben wollte, sagte, der Ring sei Trump bislang noch nicht überreicht worden.

Kein US-Zoll mehr auf Diamenten aus Antwerpen

Vor wenigen Monaten hatte die belgische Diamantenbranche die Abschaffung der US-Zölle auf Diamantenimporte erreicht.

Im September teilte das Antwerp World Diamond Centre (AWDC) mit, es habe für Antwerpens jährliche Exporte von mehr als 2 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) geschliffener Diamanten in die USA einen Einfuhrzoll von null Prozent durchgesetzt.

Ein Sprecher der Organisation erklärte, das AWDC habe der Europäischen Kommission „Input“ geliefert, als sie 2025 mit Trump über ein umfassendes Zollabkommen verhandelte. Die Organisation habe bei der US-Regierung jedoch nicht selbst Lobbyarbeit betrieben.

Wie ist das mit den Geschenken für US-Präsidenten?

US-Präsidenten haben großen Spielraum, Geschenke aus dem In- und Ausland anzunehmen, und sie können selbst entscheiden, ob ein Präsent ihnen persönlich oder dem Staat gilt.

Eine Ausnahme sind Geschenke ausländischer Regierungen. Die Verfassung verbietet sie durch die sogenannte Emoluments-Klausel ohne Zustimmung des Kongresses. Präsidenten können jedoch aus eigener Tasche den vollen Wert eines offiziellen Geschenks an das Finanzministerium erstatten, wenn sie es behalten wollen.

Vorab aufgezeichnete Ansprache von US-Präsident Donald Trump bei der America-250-Feier in Brüssel, 28. Juni 2026
Vorab aufgezeichnete Ansprache von US-Präsident Donald Trump bei der America-250-Feier in Brüssel, 28. Juni 2026 AP Photo

Persönliche Geschenke sollen außerdem im jährlichen Vermögensbericht des US-amerikanischen Staatschefs aufgeführt werden.

Trumps Bericht für 2025, der in dieser Woche veröffentlicht wurde, weist ein Geschenk im Wert von 250.000 Dollar (218.000 Euro) aus: eine Skulptur, die seine triumphale Geste nach dem überstandenen Attentatsversuch bei einer Wahlkampfkundgebung 2024 in Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania darstellt. Hinzu kommen Karten für zehn Sportveranstaltungen, darunter zehn Tickets für das anstehende WM-Finale in New Jersey von FIFA-Chef Gianni Infantino, zusammen bewertet mit 15.000 Dollar (13.000 Euro).

Vier US-Experten für Ethik sagten der Nachrichtenagentur Associated Press, Trump habe mit der Annahme solcher Geschenke mit einer langjährigen Praxis im Weißen Haus gebrochen.

Ringwert: 25.000 bis 35.000 Dollar geschätzt

Für die Anfertigung des Rings wandte sich das AWDC an David Gotlib, einen Antwerpener Juwelier im Luxussegment, dessen Manschettenknöpfe mehr als 15.000 Euro kosten können.

Weder das AWDC noch Gotlib wollten den Preis des Rings offiziell angeben. Zwei unabhängige Juweliere schätzten den Wert gegenüber AP jedoch auf 25.000 bis 35.000 Dollar (21.000 bis 30.000 Euro).

Nachdem der Ring auf einer mit Sternen und Streifen dekorierten Bühne in Brüssel präsentiert worden war, sang die Musikerin Alexis Wilkins, Freundin von FBI-Direktor Kash Patel, die US-Nationalhymne vor mehr als 8.000 Menschen.

Die geladenen Gäste tranken Budweiser und Bourbon aus Tennessee und Kentucky.

Flugzeuge überfliegen den Triumphbogen im Parc du Cinquantenaire während der America-250-Feier in Brüssel, 28. Juni 2026
Flugzeuge überfliegen den Triumphbogen im Parc du Cinquantenaire während der America-250-Feier in Brüssel, 28. Juni 2026 AP Photo

Botschafter White sagte, er habe für die 250-Jahr-Feier mehr als 5,5 Millionen Dollar (4,8 Millionen Euro) von Unternehmenssponsoren bekommen – darunter waren Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin und Northrop Grumman, Techfirmen wie Intel, Google und Meta sowie die europäischen Schokoladenhersteller Leonidas und Ferrero. Auch das AWDC steuerte Geld bei.

„Die Medien fragten: ‚Warum muss das so groß sein?‘“, sagte White über die Veranstaltung. „Weil wir die Vereinigten Staaten von Amerika sind!“

Der weitere Verbleib des Rings ist jedoch unklar.

Am Mittwoch stellte White ein Foto ins Netz, das ihn mit dem Ring am Finger und erhobenem Daumen zeigt. Der Beitrag wurde inzwischen gelöscht.

Weitere Quellen • AP

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