Bei Mette-Marit wurde 2018 eine Lungenfibrose festgestellt, die Vernarbungen in der Lunge und Atemnot auslöst. Seither musste sie ihre royalen Aufgaben deutlich einschränken.
Der norwegische Königspalast hat am Montag erstmals seit ihrer Lungentransplantation im Juni neue Bilder von Kronprinzessin Mette-Marit veröffentlicht.
Auf den sozialen Netzwerken veröffentlichte der Palast ein Foto, das die Kronprinzessin auf einem Sofa neben ihrem Ehemann Kronprinz Haakon zeigt. Die beiden verfolgen, wie Norwegen Brasilien schlägt und sich erstmals für ein WM-Viertelfinale qualifiziert.
„Der gestrige Abend wurde zu einem historischen Ereignis!“ schrieb das norwegische Königshaus auf Instagram.
Ein zweites Foto zeigt das Paar, wie es aus einem Fenster auf die jubelnden Menschen blickt, die sich vor dem Palast versammelt haben.
Das Königshaus erklärte, Kronprinzessin und Kronprinz hätten das Spiel aus dem Palast verfolgt.
Eine Sprecherin teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass die Kronprinzessin trotz des Abends im Palast weiterhin im Krankenhaus liegt.
Bei der heute 52-jährigen Mette-Marit diagnostizierten Ärzte 2018 eine Lungenfibrose. Die Erkrankung führt zu Vernarbungen des Lungengewebes und Atemnot. In den vergangenen Jahren musste sie deshalb ihre offiziellen Aufgaben deutlich reduzieren.
In den vergangenen sechs Monaten verschlechterte sich ihr Zustand deutlich. Am 5. Juni erklärten ihre Ärzte, sie stehe auf der Warteliste für eine Lungentransplantation. Am 17. Juni teilte der Palast mit, der Eingriff sei „erfolgreich“ verlaufen.
Als sie 2001 Kronprinz Haakon heiratete, war Mette-Marit alleinerziehende Mutter. Ihre gesundheitlichen Probleme fallen zeitlich mit dem viel beachteten Prozess gegen ihren 29-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung, Marius Borg Høiby, zusammen. Das Verfahren hat dem Ansehen der Monarchie in der Öffentlichkeit geschadet.
Im Juni verurteilte ein Gericht in Oslo Høiby nach einem sechswöchigen Prozess im Februar und März zu vier Jahren Haft. Das Gericht sah ihn in zwei Fällen der Vergewaltigung und in 32 weiteren Straftaten schuldig.
Høiby bestreitet die schwersten Vorwürfe. Seine Anwälte haben gegen das Urteil Berufung eingelegt, berichten lokale Medien.
Zudem belasten Enthüllungen über ihre Freundschaft mit dem verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein die Kronprinzessin.
Im Januar wurden Unterlagen veröffentlicht, die häufige Kontakte zwischen ihr und Epstein in den Jahren 2011 bis 2014 dokumentieren, also nach seiner Verurteilung wegen der Anbahnung sexueller Kontakte zu Minderjährigen. Die Enthüllungen schockierten viele Norweger.