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Böen bis 120 km/h: Tief "Bernadette" bringt Sturm, Starkregen und Kälte nach Polen

Tief Bernadette erreicht Polen
Tief Bernadette zieht über Polen Copyright  Euronews/Paweł Głogowski
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Von Glogowski Pawel
Zuerst veröffentlicht am
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Über Polen zieht das Tief Bernadette und sorgt für einen abrupten Wetterumschwung. Meteorologen warnen vor Sturm, Starkregen, Gewittern und deutlicher Abkühlung. Regional gelten höchste Warnstufen.

Der Wetterumschwung macht sich inzwischen in fast ganz Polen bemerkbar. In vielen Regionen steigen die Temperaturen kaum über 15 bis 18 Grad. Im Westen ist es etwas milder, dort werden bis zu rund 22 Grad erreicht. Ein starker, kalter Wind lässt die Luft jedoch deutlich kälter wirken.

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Meteorologen warnen vor lokalen Gewittern mit Hagel und Starkregen. Straßen könnten überflutet werden, zudem ist mit Behinderungen im Verkehr zu rechnen.

Unwetterlage: Wo es am kritischsten wird

Der staatliche Wetterdienst IMGW hat für mehrere Landesteile Unwetterwarnungen der Stufen eins bis drei wegen starker Winde herausgegeben. Besonders betroffen sind der Norden und Osten des Landes.

Am schwierigsten dürfte die Lage in Pommern, an der Ostseeküste und in den nordöstlichen Regionen Polens werden. Dort können Böen Geschwindigkeiten von 100 bis 120 Kilometern pro Stunde erreichen. Stellenweise kommt zudem Starkregen hinzu, der die Sicht auf den Straßen erheblich einschränken kann.

Über der Ostsee wird ein Sturm erwartet, der den Wasserstand entlang der Küste deutlich ansteigen lässt. An vielen Pegeln dürften die Warnmarken überschritten werden, örtlich kann das Wasser sogar die Alarmstufen erreichen oder übertreffen. Die Einsatzkräfte raten dringend zu besonderer Vorsicht.

Wegen der sich verschlechternden Wetterlage haben die Behörden mehrere Fährverbindungen von Gdańsk nach Schweden gestrichen. Die Seebrücke im Gdańsker Stadtteil Brzeźno sowie die Badestellen sind gesperrt. In Krynica Morska haben Helfer Sandsäcke am Strand aufgeschichtet. In der Woiwodschaft Pomorskie wurden 15 Pfadfinderlager evakuiert. Die Feuerwehr rückte bereits mehr als 50 Mal aus.

Das Regierungssicherheitszentrum RCB verschickte eine Warnmeldung.

Meteorologen warnen vor Gefahr

Die Behörden raten, bei den stärksten Böen nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Spaziergänge in Parks und Wäldern sowie Besuche auf Friedhöfen sollten vorerst vermieden werden.

Fachleute empfehlen, lose Gegenstände auf Balkonen und Grundstücken zu sichern und Autos nicht unter Bäumen zu parken. Zudem sollten Wetterhinweise laufend verfolgt werden. Besondere Vorsicht gilt für Autofahrer sowie für Menschen, die einen Aufenthalt am Meer planen. Dort können sich die Bedingungen sehr schnell ändern.

Wetterberuhigung: Wann sich die Lage bessert

Nach den jüngsten Prognosen erreicht das gefährliche Wetter heute und in der kommenden Nacht seinen Höhepunkt. Ab Donnerstag lässt der Wind nach, in vielen Regionen bleiben jedoch Schauer und deutlich kühlere Temperaturen möglich. Mit einer Rückkehr zu sommerlicherem Wetter ist erst in den folgenden Tagen zu rechnen.

Vieles spricht dafür, dass Tief "Bernadette" als einer der stärksten sommerlichen Wetterumschwünge dieser Saison in Erinnerung bleiben wird. Die nächsten Stunden gelten als entscheidend. Deshalb lohnt sich ein laufender Blick auf die Warnungen – und eine gute Vorbereitung auf das ungewöhnlich unbeständige Wetter.

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