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Europaweites Netzwerk für Betrug mit Zigarren: Polizei findet 34.000 gefälschte Havannas in Spanien

Mislata: Polizei beschlagnahmt gefälschte Zigarren im Juli 2026
Mislata, Juli 2026: Zoll stellt gefälschte Zigarren sicher Copyright  Guardia Civil
Copyright Guardia Civil
Von Jesús Maturana
Zuerst veröffentlicht am
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Die Guardia Civil hat in Mislata bei Valencia ein Netzwerk zerschlagen, das gefälschte Cohiba- und Punch-Zigarren in Europa vertrieb. Die Ermittler stellten mehr als 33.800 Zigarren und 637.646 gefälschte Banderolen sicher.

Die Ermittlungen begannen, nachdem Beamte Sendungen mit Havanna-Zigarren entdeckt hatten. Sie wurden unter verschiedenen Handelsnamen verschickt und gingen von einem einzigen Ausgangspunkt an mehrere Empfänger in Europa. Die Spur führte zu einem Wohnhaus in Mislata, das nach Angaben der Guardia Civil als nicht genehmigte Produktions- und Verpackungsstätte diente.

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Bei der Durchsuchung des Hauses stellten die Ermittler 637.646 Zigarrenringe verschiedener Marken, 27.852 bereits fertig gerollte Zigarren sowie Maschinen zur Herstellung und Verpackung sicher. Unter den gefälschten Etiketten befanden sich bekannte Marken wie Cohiba und Punch sowie die Zigarrenlinie „Churchill“. Deren Originale kosten im legalen Handel je nach Marke und Ausführung zwischen 300 und 400 Euro pro Kiste mit 25 Zigarren.

Insgesamt fast 34.000 Havannazigarren beschlagnahmt

Zu den bei der Durchsuchung sichergestellten Waren kamen vier weitere Sendungen hinzu, die sich bereits auf dem Weg in verschiedene europäische Länder befanden. Die Behörden beschlagnahmten dort weitere 6.258 Zigarren. Insgesamt stellte die Guardia Civil 33.840 gefälschte Havanna-Zigarren sicher.

Die Polizei nahm drei Personen fest. Gegen vier weitere wird wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an dem Netzwerk ermittelt. Ihnen werden Schmuggel, Verstöße gegen das Markenrecht, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie Verstöße gegen das Arbeitsrecht vorgeworfen. Letzterer Vorwurf steht im Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen in der illegalen Produktionsstätte.

Die Razzia wurde von der in Valencia ansässigen Einheit für Analyse und Ermittlungen in Steuer- und Grenzangelegenheiten der Guardia Civil durchgeführt, die auf grenzüberschreitende Wirtschaftsdelikte spezialisiert ist. Die Ermittlungsakten wurden inzwischen an die zuständige Untersuchungsrichterin bzw. den zuständigen Untersuchungsrichter am Gericht in Llíria übergeben, wo die weiteren Ermittlungen geführt werden.

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