Im Wald von Fontainebleau rund 60 Kilometer von Paris entfernt breitet sich der Brand weiter aus. Vor Ort kämpfen knapp 850 Feuerwehrleute mit 200 Fahrzeugen und sechs Löschflugzeugen.
Der Waldbrand im Wald von Fontainebleau südlich von Paris ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Das Hauptfeuer, das am Sonntagabend ausgebrochen war, hat bereits fast 1.500 Hektar Wald zerstört. Am Montag kurz vor 15 Uhr brach nahe der Stadt Fontainebleau ein zweiter Brand aus. Bis Dienstagmorgen vernichtete er weitere 300 bis 400 Hektar. Rund 850 Feuerwehrleute und 200 Einsatzfahrzeuge kämpfen gegen die Flammen. Im Laufe des Tages sollen vier Canadair-Löschflugzeuge, zwei weitere Löschflugzeuge und drei Löschhubschrauber die Einsatzkräfte unterstützen.
Für die Region um Paris ist ein solcher Großeinsatz aus der Luft beispiellos. "Es handelt sich um einen Brand von außergewöhnlichem Ausmaß – und entsprechend außergewöhnlich sind auch die eingesetzten Mittel. Canadair- und Löschflugzeuge über dem Wald von Fontainebleau hat es hier bislang noch nie gegeben", sagte Pierre Ory, Präfekt des Départements Seine-et-Marne. Nach Angaben der örtlichen Behörden ist die Stadt Fontainebleau derzeit nicht unmittelbar von den Flammen bedroht. Vorsorglich wurden dennoch knapp 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter auch Bewohner eines Campingplatzes am Waldrand. Die viel befahrene Autobahn A6 bleibt im Bereich der Stadt weiterhin gesperrt.
Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez, der bereits am Vortag einen möglichen Fall von Brandstiftung erwähnt hatte, bestätigte die Festnahme von zwei Verdächtigen. Einer von ihnen ist ein 18-jähriger Mann, der am Montagnachmittag gegen 16 Uhr von der Polizei gestellt wurde. Bei ihm fanden die Beamten ein Feuerzeug, zudem waren seine Hände mit Ruß verschmutzt.