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Warnsignal aus Minsk: Polen prüfen Hinweise auf geplanten Anschlag

Radosław Sikorski spricht in Brüssel mit Medienvertretern am 13. Juli 2026.
Radosław Sikorski im Gespräch mit Medien in Brüssel am 13. Juli 2026 Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Tomasz Lezon
Zuerst veröffentlicht am
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Das Außenministerium von Belarus hat Polen vor einem möglichen Terroranschlag gewarnt. Polnische Dienste prüfen den Hinweis und sprechen von höchster Priorität.

Das belarussische Außenministerium hat die polnische Seite über eine mögliche terroristische Bedrohung auf polnischem Staatsgebiet informiert. Die polnischen Sicherheitsdienste prüfen den Hinweis und versichern, die Meldung ernst zu nehmen.

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Das belarussischen Behörden berichteten am Donnerstag von einem Treffen mit dem polnischen Diplomaten in Belarus, Krzysztof Ożanna. Nach belarussischer Darstellung legten die Diplomaten der polnischen Seite bei dem Gespräch Informationen über einen geplanten Terroranschlag in Polen vor.

Wer sollte Ziel des Angriffs sein?

Aus der Mitteilung des belarussischen Außenministeriums geht hervor, dass es um eine Person geht, die sich derzeit in Polen aufhält. Nach Angaben der belarussischen Seite verurteilten Gerichte in Belarus diese Person bereits früher nach dem dortigen Gesetz.

Vor kurzem soll sie zudem zusätzlichen Schutz und ihr Aufenthaltsrecht in Polen verloren haben. Die Behörden in Minsk sagen, die Person habe einen Anschlag vorbereitet, dessen Ziel die Kinder einer belarussischen Aktivistin sein sollten, die in Polen lebt.

Als Motiv nennt Minsk Rache, weil die Aktivistin sich nicht ausreichend dafür eingesetzt habe, dass die betreffende Person ihren besonderen Status in Polen behält. Das belarussische Außenministerium erklärte, es sei bereit, den polnischen Diensten bei Bedarf weitere Informationen zur Verfügung zu stellen.

Sicherheitsdienste prüfen den Fall

Zu dem Fall befragte die Polnische Presseagentur den Sprecher des Ministers für die Koordinierung der Geheimdienste, Jacek Dobrzyński.

„Ich kommentiere Medienberichte dazu nicht. Ich versichere jedoch, dass die polnischen Dienste keinen beunruhigenden Hinweis bagatellisieren und alle Informationen über mögliche Bedrohungen mit der gebotenen Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit prüfen“, sagte er.

Dobrzyński hob hervor, dass die Geheimdienste in der Anfangsphase ihrer Einsätze nicht öffentlich über ihre Maßnahmen informieren. „Es ist zudem selbstverständlich, dass in solchen Fällen keine Geheimdienste der Welt in diesem Stadium offenlegen, ob sie Schritte einleiten und welche“, fügte er hinzu.

Zu dem Vorgang äußerte sich auch Außenminister Radosław Sikorski. Auf Fragen von Journalistinnen und Journalisten in Warschau nach den von Minsk übermittelten Informationen betonte er, jede Warnung vor Terrorismus werde sorgfältig geprüft.

„Wir haben es mit einem Hinweis zu tun, der erst seit einigen Stunden vorliegt und den wir noch untersuchen. Selbstverständlich nehmen wir jede Warnung vor Terrorismus ernst und überprüfen sie“, sagte Sikorski am Freitag.

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