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Germanwings-Absturz: Angehörige fordern bis zu 100.000 Euro Schadensersatz

Germanwings-Flieger, Archiv
Germanwings-Flieger, Archiv Copyright  AP Photo/Tommy Desmet
Copyright AP Photo/Tommy Desmet
Von Laura Fleischmann
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Elf Jahre nach dem Germanwings-Absturz fordern 30 Angehörige Schadensersatz vom Luftfahrt-Bundesamt. Sie werfen der Behörde vor, die Flugtauglichkeit des Co-Piloten unzureichend überwacht zu haben. Ende August beginnt der Prozess.

Mehr als elf Jahre nachdem eine Germanwings-Maschine von dem Co-Piloten in die französischen Alpen gesteuert wurde, klagen 30 Angehörige Verstorbener auf Schadensersatz. Ihre Forderungen liegen zwischen 500 und 110.000 Euro. Am 28. August verhandelt das Landgericht Braunschweig, ob das Luftfahrt-Bundesamt in der Pflicht ist, wie der Spiegel berichtet.

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Die Kläger werfen der Behörde vor, die Flugtauglichkeit des für den Absturz verantwortlichen Co-Piloten, insbesondere seinen psychischen Zustand, nicht ausreichend überwacht zu haben.

Eingereicht wurde die Klage bereits im Juli 2023. Es wird erwartet, dass die Verhandlung mehrere Tage oder Wochen dauern könnte. Das Landgericht schätzt die Chancen allerdings niedrig ein: "Ansprüche gegen die Bundesrepublik Deutschland im Wege der Amtshaftung scheiden grundsätzlich aus, wenn die Klägerinnen und Kläger wegen desselben Schadens auf andere Weise Ersatz verlangen können. Nach der vorläufigen Einschätzung der Kammer könnte dies insbesondere im Hinblick auf mögliche Ansprüche gegen die Fluggesellschaft der Fall sein", schreibt das Landgericht Braunschweig in einer Mitteilung.

Entsprechende Forderungen der Angehörigen gegen Lufthansa, den Mutterkonzern hinter Germanwings, scheiterten allerdings zuvor, wie der NDR Niedersachsen berichtet. Sowohl das Oberlandesgericht Hamm als auch das Landgericht Frankfurt sahen das Luftfahrt-Bundesamt in der Pflicht. Die Angehörigen hatten gegen die Flugschule der Lufthansa in den USA Klage erhoben.

144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder wurden bei dem Absturz getötet. Die Maschine war am 25. März 2015 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Gutachten und Ermittlungen führten damals zu der Einschätzung, dass der 27-jährige Co-Pilot Andreas Lubitz den Flieger absichtlich in ein Bergmassiv steuerte. Lubitz war an Depressionen erkrankt und wollte sich umbringen.

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