Ferienhäuser und -wohnungen in Deutschland werden immer häufiger über Online-Plattformen gebucht. Airbnb, Booking.com und Expedia vermittelten 2025 mit 68,3 Millionen Übernachtungen so viele wie nie zuvor.
Die Nachfrage nach Ferienhäusern und -wohnungen in Deutschland erreicht einen neuen Höchststand.
Airbnb, Booking.com und Expedia vermittelten 2025 insgesamt 68,3 Millionen Übernachtungen, was ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausmacht. Das geht aus Unternehmensdaten hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt auf Grundlage von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht hat.
2019 wurden über die Plattformen noch 37,2 Millionen Übernachtungen gebucht. Im vergangenen Jahr waren es bereits 68,3 Millionen – trotz des Wegfalls der TripAdvisor-Daten ein Plus von 83,4 Prozent.
Fast alle Buchungen entfielen auf kleinere Ferienwohnungen und -häuser. Rund 94 Prozent der Übernachtungen wurden in Unterkünften mit weniger als zehn Betten registriert, die überwiegend von privaten Vermietern angeboten werden. Diese Unterkünfte werden in der amtlichen Tourismusstatistik bislang kaum erfasst, weswegen rund 64,1 Millionen der über die Plattformen gebuchten Übernachtungen nicht in der offiziellen Statistik auftauchen.
Nach Angaben von Destatis ergänzen die Plattformdaten die amtliche Tourismusstatistik, bilden den Markt aber nicht vollständig ab. Erfasst werden nur Buchungen über Airbnb, Booking.com und Expedia. Direktbuchungen oder Reservierungen über andere Plattformen fließen nicht in die Statistik ein. Zudem sei der Anstieg der Übernachtungszahlen nicht allein auf eine höhere Reiselust zurückzuführen, betont das Bundesamt.
Auch die wachsende Zahl der auf den Plattformen angebotenen Unterkünfte und deren zunehmende Nutzung könnten zu dem Wachstum beigetragen haben. Welcher Anteil auf das Buchungsverhalten und welcher auf tatsächlich mehr Reisen zurückgeht, lasse sich nicht bestimmen.
Woher kommen die Reisenden?
Vor allem Gäste aus Deutschland sorgten für den Zuwachs mit einem Anstieg um 15,3 Prozent auf 48,5 Millionen. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor dem Corona-Lockdown. Ausländische Gäste buchten 19,8 Millionen Übernachtungen und damit 7,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten internationalen Besucher kamen aus den Niederlanden (2,9 Millionen Übernachtungen), gefolgt von Polen (2,1 Millionen) und den USA (1,3 Millionen).
Die meisten Plattform-Buchungen entfielen auf Bayern mit 10,6 Millionen Übernachtungen. Dahinter folgen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 8,1 Millionen sowie Niedersachsen mit 8,0 Millionen.
Während in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein vor allem Gäste aus dem Inland buchten, überwogen in Berlin internationale Besucher. Dort entfielen 67,7 Prozent aller Übernachtungen auf ausländische Gäste.