Ein deutscher Tourist ist in Rom in einen historischen Brunnen gestiegen. Die Carabinieri erwischten den Mann im Najaden-Brunnen auf der Piazza della Repubblica.
Ob er wohl an die Szene in Federico Fellinis Film „La Dolce Vita“ (1960) dachte, als Anita Ekberg neben Marcello Mastroianni im Trevi-Brunnen in Rom stand?
Ein 42-jähriger deutscher Tourist kletterte am Montagvormittag in den Najaden-Brunnen auf der Piazza della Repubblica, nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt. Statt einer blonden Schönheit à la Eckberg erschien allerdings die Polizei: Anwohner hatten ihn beobachtet und die Carabinieri gerufen.
Kosten: 450 Euro und ein unrühmlicher Platzverweis.
Bei sommerlichen Temperaturen zieht es Touristen immer wieder in die berühmten Brunnen Roms, manche steigen sogar auf die Figuren – zum Missfallen von Anwohnern und Behörden.
Badeausflüge in Roms historische Brunnen sind seit Jahren streng verboten. Die Stadt will die teils jahrhundertealten und kunstvoll gestalteten Anlagen vor Beschädigungen und Verschmutzung schützen.
Angesichts des wachsenden Besucherstroms setzt Rom grundsätzlich mehr und mehr auf strengere Zugangskontrollen und Maßnahmen zum Schutz seiner historischen Sehenswürdigkeiten. So müssen Besucher seit 2026 auch für den Zugang zum Becken des berühmten Trevi-Brunnens zwei Euro zahlen. – nur für die Besichtigung, versteht sich.
Der Najaden-Brunnen zählt zu den bekanntesten Brunnen der italienischen Hauptstadt. Er wurde 1901 eingeweiht und ist mit vier Najaden, den Wassernymphen der griechischen Mythologie, geschmückt. In der Mitte thront eine Figur des Meeresgottes Glaukos, der einen großen Fisch bezwingt.