Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte, die Union stehe Kolumbien nach dem tödlichen Beben weiterhin überall dort bei, wo sie helfen könne.
„Die Europäische Union wird Kolumbien zwei Komma eins Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die am stärksten betroffenen Gebiete nach dem tödlichen Erdbeben vom Sonntag zu unterstützen“, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Online-Erklärung (Quelle auf Englisch).
„Die Such- und Rettungsarbeiten laufen weiter. Die EU unterstützt Kolumbien, wo immer sie kann“, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.
Mit den Mitteln sollen Gesundheitsversorgung, Wasser sowie Sanitär- und Hygienematerial bereitgestellt werden, außerdem Unterkünfte, Nahrungsmittel, Schutzmaßnahmen und Bargeldhilfen.
Die Chefin der EU-Exekutive fügte hinzu, dass Kolumbien den Katastrophenschutzmechanismus der Union aktiviert hat. Dieses Instrument bündelt die Ressourcen der 27 Mitgliedstaaten, um dem Land, das ihn auslöst, wirksam helfen zu können.
Das Erdbeben der Stärke sieben Komma vier, das stärkste in der Geschichte Kolumbiens, hat nach bisherigen Angaben mindestens 216 Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt.
Besonders schwer betroffen sind die Städte Cali, Pereira, Manizales und Quibdó. Dort kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Zeit, um noch Überlebende aus den Trümmern zu bergen.
Von der Leyen hatte zuvor erklärt, die EU habe ihren Satellitendienst Copernicus zur Unterstützung der Rettungseinsätze mobilisiert.
Die EU-Hilfe läuft bereits vor Ort. Der humanitäre Partner der Union, das Deutsche Rote Kreuz, hat 100.000 Euro aus einem von der EU finanzierten Projekt umgeschichtet, um die dringendsten Bedürfnisse von 2.500 betroffenen Familien in Chocó und Valle del Cauca zu decken.
Die EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib sagte, die Union stehe Bogotá in dieser Krise „seit den ersten Stunden“ zur Seite.
„Wir unterstützen schnelle Bedarfsanalysen, damit Ersthelferinnen und Ersthelfer sowie dringende humanitäre Hilfe die am stärksten betroffenen Gemeinschaften erreichen können“, erklärte sie.
Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, erklärte unmittelbar nach dem Beben, Europa stehe in diesen schwierigen Zeiten in Solidarität an der Seite der Menschen in Kolumbien.