Die Initiative versammelt rund 120 Teilnehmer aus spanischen Häfen, um nach dem Migrationsdruck Ende Juli Solidarität mit den Einwohnern zu zeigen. Nach Tagen der Unruhen sind für das Wochenende in der Autonomiestadt keine neuen Proteste geplant.
Eine Flottille von rund 50 Booten von der Costa del Sol und aus anderen spanischen Häfen ist am Samstag nach Ceuta aufgebrochen. Sie wollen der Stadt ihre Unterstützung zeigen nach der seit Ende Juli anhaltenden Migrationskrise, berichten lokale Medien.
Die Initiative mit dem Namen Armada de la Solidaridad con Ceuta vereint rund 120 Teilnehmer unter dem Motto „todos somos Ceuta, España responde unida“ (übersetzt: Wir alle sind Ceuta, Spanien antwortet vereint). Die Organisatoren haben im Hafen der Stadt bis zu 60 kostenlose Anlegeplätze für die teilnehmenden Boote reserviert.
Die Boote sind nicht gemeinsam gestartet. Jeder Skipper legt von seinem Heimathafen aus ab und überquert die Straße von Gibraltar auf eigene Faust mit Ziel Ceuta, wo für das Wochenende verschiedene Aktivitäten geplant sind.
Der Aufruf entstand nach der massiven Ankunft von Migranten in Ceuta am 30. und 31. Juli, als Zehntausende Menschen unerlaubt aus Marokko in die autonome Stadt gelangten – einer der größten Fälle von Migrationsdruck an dieser Grenze in den vergangenen Jahren.
In Ceuta nehmen die Teilnehmer an einer Stadtführung teil und an einem gemeinsamen Abendessen im Club Náutico. Am Sonntag wollen die Boote eine Rundfahrt durch die Gewässer um die autonome Stadt unternehmen.
Anschließend wollen die Boote vom Festland und aus Ceuta in der Südbucht zusammenkommen, um „ein Zeichen der Einheit unter Spanierinnen und Spaniern auf beiden Seiten der Meerenge“ zu setzen, heißt es im Programm der Initiative.
Ceuta: Wochenende ohne geplante Demonstrationen
Ceuta steuert damit auf ein Wochenende ohne neue angemeldete Kundgebungen zu. In den vergangenen Tagen hatten Einwohner mehrfach protestiert gegen die Präsenz Tausender Migranten, die am 30. Juli in die Stadt gekommen waren.
Die bislang letzte Kundgebung brachte am Freitag Hunderte Anwohner am Strand Trampolín zusammen. Sie forderten die Rückführung der Migranten nach Marokko und die Räumung des Lagers neben dem überfüllten Zentrum für die vorübergehende Unterbringung von Migranten (CETI). Organisiert werden die Proteste vor allem über Gruppen in sozialen Netzwerken.
Für dieses Wochenende gibt es bislang keine neuen Aufrufe, auch wenn lokale Quellen warnen, dass sich jederzeit erneut Proteste formieren könnten. Am 2. September ist eine Demonstration geplant, die die Provinzföderation der Nachbarschaftsvereine (FPAV) gemeinsam mit der Vereinigung Foro Ceuta Siglo XXI organisiert.
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