Loader
Finden Sie uns
Werbung

Bei 200 km/h geht im ICE die Tür auf: Bundespolizei ermittelt

Ein Intercity Express (ICE) - Symbolbild
Ein Intercity Express (ICE) - Symbolbild Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Kirsten Ripper & Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Im ICE von München nach Dortmund ist bei 200 km/h plötzlich eine Tür aufgegangen. Der Zug stoppte am Eingang eines Tunnels. Nach eventuell herausgeschleuderten Passagieren wurde stundenlang gesucht.

Stundenlang suchten Feuerwehr und Rettungsdienste in der Dunkelheit das Gebiet um die Bahnstrecke ab, nachdem bei einem Intercity Express (ICE) auf dem Weg von München nach Dortmund bei 200 km/h eine Zugtür aufgegangen war.

WERBUNG
WERBUNG

Es wurde befürchtet, dass Passagiere vor dem Stopp des ICE herausgeschleudert wurden. Der Lokführer der Deutschen Bahn hatte sofort gebremst, als die offene Tür bemerkt worden war, doch der ICE kam erst am Eingang eines Tunnels bei Karlstadt am Main zum Stehen.

Der Vorfall mag einige der 238 Zugreisenden an die dramatische Szene erinnert haben, bei dem ein Mann auf einem Ryanair-Flug fast aus einem offenen Fenster gestürzt wäre.

"Türen öffnen sich nicht einfach"

Verletzt wurde bei dem Zwischenfall im ICE 528 in Bayern niemand.

Doch Beamte der Bundespolizei befragten Passagiere im hinteren Teil des Zuges, in dem die Tür geöffnet war. "Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt", erklärte die Deutsche Bahn (DB). "Die konkrete Ursache ist Gegenstand der ermittelnden Behörden."

Die aufwendige Suche um den Streckenabschnitt vor dem Schönraintunnel mit einer Hundestaffel, einem Hubschrauber, einer Drohne und Wärmebildtechnik dauerte mehrere Stunden und wurde von der Dunkelerheit erschwert.

Die Passagiere konnten den ICE schließlich im Bahnhof von Lohr am Main verlassen.

Der Zwischenfall wirft erneut einen Schatten auf das ohnehin schon angeschlagene Image der Deutschen Bahn. So waren im Fernverkehr der DB 2025 nur 63,4 Prozent der Züge pünktlich. Zudem kritisieren Experten veraltete Technik, die auch bei Baustellen wie auf der renovierten Strecke von Berlin nach Hamburg eingesetzt wird. Anders als beispielsweise in Belgien ist nur geringer Teil des Streckennetzes in Deutschland komplett digitalisiert.

In eigener Sache: Sehen Sie auch die aktuelle Euronews Exklusiv-Reportage!

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Explosion am Hauptbahnhof in Augsburg: 2 Jugendliche verletzt

Stuttgarts Bahnhof ohne Klimaanlage: Geniales Konzept oder nächster Fehlgriff?

Steuerten marokkanische Sicherheitskräfte den Migrantenansturm auf Ceuta?