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Neue EU-Wallet: Eine App für alle Dokumente soll Bürokratie verringern

Ein Mann bezahlt mit seinem Handy.
Ein Mann bezahlt mit seinem Handy Copyright  Canva
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Von Leticia Batista Cabanas
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Würden Sie einem einzigen, von der EU gestützten digitalen Dienst all Ihre juristischen, beruflichen und medizinischen Daten anvertrauen? Die EUDI-Wallet soll Behördengänge vereinfachen, indem sie Bürgerdokumente in einem System bündelt, das in allen Mitgliedstaaten funktioniert.

Wer heute in ein anderes EU-Land umzieht, dort arbeitet oder studiert, hat es oft mit verschiedenen nationalen Systemen und viel Papierkram zu tun. Deshalb führt die EU die EU Digital Identity (EUDI) Wallet ein – eine staatlich abgesicherte Mobile-App, mit der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen ihre Identität online und vor Ort in der gesamten Europäischen Union nachweisen können. Ziel ist es, grenzüberschreitende Dienstleistungen einfacher nutzbar zu machen.

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Die Wallet soll alle offiziellen digitalen Nachweise an einem Ort bündeln. Dazu können der Personalausweis, der Führerschein, ärztliche Rezepte und Hochschulabschlüsse gehören. Außerdem kann sie elektronische Signaturen, Zahlungsmittel und Unternehmenszertifikate enthalten. Vorgänge wie ein Bankkonto eröffnen, ein Auto mieten oder sich an einer Hochschule im Ausland einschreiben, sollen sich damit leichter vollständig digital erledigen lassen.

Jeder Mitgliedstaat stellt eine eigene Wallet zur Verfügung. Sie basiert auf gemeinsamen europäischen Standards, damit die nationalen Versionen grenzüberschreitend funktionieren. Jedes EU-Land muss bis Dezember 2026 mindestens eine zertifizierte Wallet anbieten.

Das Projekt ruft jedoch auch Kritik hervor. Datenschutz- und Bürgerrechtsorganisationen fragen, ob ein zentrales digitales System für alle Identitätsdaten das Risiko von Cyberangriffen, Überwachung oder einer breiteren Nutzung biometrischer Daten erhöht.

Es gibt auch praktische Bedenken. Einige Länder verfügen bereits über weit entwickelte nationale digitale Identitätssysteme. Diese an einen neuen EU-weiten Rahmen anzupassen, könnte teuer und kompliziert werden.

Werden Sie die Wallet nutzen, sobald sie in Ihrem Land verfügbar ist? Halten Sie das Konzept für eine gute Idee? Unsere Umfrage ist anonym und dauert nur wenige Sekunden. Die Ergebnisse fließen in die EU-weite Berichterstattung von XL ein – in Videos, Artikel und Newsletter – und helfen uns, besser einzuordnen, wie Europa seine Position im Zeitalter der künstlichen Intelligenz sichern kann.

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