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Start geglückt: Artemis-II-Astronauten starten zu historischer Mondreise

Die Artemis II-Mondrakete der NASA hebt am Mittwoch, 1. April 2026, von der Startrampe 39-B des Kennedy Space Centers in Cape Canaveral, Florida, ab.
Die Artemis II-Mondrakete der NASA hebt am Mittwoch, 1. April 2026, von der Startrampe 39-B des Kennedy Space Centers in Cape Canaveral, Florida, ab. Copyright  AP Photo/Chris O'Meara
Copyright AP Photo/Chris O'Meara
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Der Start musste mehrfach verschoben werden, doch jetzt hat es geklappt: Vier Menschen sind auf dem Weg zum Mond. Die Reise soll insgesamt etwa 10 Tage dauern und den Weg für eine Mondlandung im Jahr 2028 ebnen.

Erst ist Dampf zu sehen am unteren Teil der Rakete, die Arme lösen sich mechanisch langsam, dann versperrt eine riesige Wolke die Sicht. Nur Millisekunden später hebt die Rakete mit einem glühenden Schweif in den Himmel ab.

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Der Start ist geglückt - vier Astronauten sind jetzt auf dem Weg zum Mond. Es ist eine historische Reise, denn seit über 50 Jahren war kein Astronaut mehr dem Mond so nahe.

Die 32-stöckige Rakete mit drei Amerikanern und einem Kanadier an Bord erhob sich vom Kennedy Space Center der NASA. Dort waren Zehntausende versammelt, um den Start zu verfolgen.

Auch auf den umliegenden Straßen und Stränden drängten sich die Menschen, die Szenen erinneren an die Apollo-Mondstarts in den 1960er und 70er Jahren. Es ist der bisher größte Schritt der NASA auf dem Weg zu einer dauerhaften Präsenz auf dem Mond.

Artemis II startete von demselben Startplatz in Florida, von dem aus vor so langer Zeit die Apollo-Forscher zum Mond geflogen sind.

Zuschauer beobachten von der A. Max Brewer-Brücke aus, wie die Artemis II-Mondrakete der NASA am Mittwoch, dem 1. April 2026, von Titusville, Florida, aus gesehen, abhebt.
Zuschauer schauen von der A. Max Brewer Bridge aus zu, wie die Artemis II-Mondrakete der NASA am Mittwoch, dem 1. April 2026, von Titusville, Florida, abhebt. AP Photo/Phelan M. Ebenhack

Zu dem Team, das beim Start leuchtend orangefarbene Anzüge mit blauen Verzierungen trug, gehören die Amerikaner Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen.

Fünf Minuten nach dem Start sah Kommandant Reid Wiseman das Ziel des Teams: "Wir haben einen wunderschönen Mondaufgang, wir fliegen direkt darauf zu", sagte er in der Kapsel.

Zu Beginn des Tages waren die Spannungen groß, als der Wasserstofftreibstoff in die Rakete zu strömen begann. Während eines Countdown-Tests Anfang des Jahres kam es zu einem gefährlichen Wasserstoffaustritt, der geplante Flug musste abgebrochen werden, es kam zu langen Verzögerungen.

Zur Erleichterung der NASA traten keine größeren Wasserstofflecks auf. Das Startteam lud mehr als 2,6 Millionen Liter Treibstoff in die 32-stöckige Rakete des Space Launch Systems auf der Startrampe, ein reibungsloser Vorgang, der die Voraussetzungen für das Einsteigen der Artemis II-Besatzung schuf.

Dann musste die NASA eine Reihe von technischen Problemen in letzter Minute bewältigen - defekte Batteriesensoren und Kommunikationsschwierigkeiten - kurz war es unmöglich, Befehle an das Flugabbruchsystem der Rakete zu übermitteln. In beiden Fällen konnten die Probleme schnell behoben werden, so dass der Start erfolgen konnte.

Vorstoß zur Landung in zwei Jahren

Wenn der Plan wie erwartet verläuft, werden die Astronauten einen Rekord aufstellen, indem sie sich weiter von der Erde entfernen als je ein Mensch zuvor.

Sie werden weder einen Zwischenstopp einlegen noch den Mond umkreisen, wie es die ersten Mondbesucher von Apollo 8 im Jahr 1968 taten. Das Team wird hingegen am Mond vorbeiziehen und weitere 6.400 Kilometer zurücklegen, bevor sie umkehren und direkt nach Hause fliegen, um im Pazifik zu landen.

Es ist auch der erste bemannte Flug der neuen Mondrakete der NASA, des so genannten Space Launch System (SLS).

Die Mission markiert eine Reihe von historischen Errungenschaften: Sie wird die erste Person of Color, die erste Frau und den ersten Nicht-Amerikaner auf eine Mondmission schicken.

Die Astronauten Jeremy Hansen, Victor Glover, Reid Wiseman und Christina Koch auf dem Weg zum Start mit der Artemis-II-Mondrakete der NASA im Kennedy Space Center, 1. April 2026.
Die Astronauten Jeremy Hansen, Victor Glover, Reid Wiseman und Christina Koch auf dem Weg zum Start mit der Artemis II-Mondrakete der NASA im Kennedy Space Center, 1. April 2026. AP Photo/John Raoux

Im Gegensatz zu Apollo, das sich in einem halsbrecherischen Wettlauf mit der Sowjetunion auf schnelle Fahnen und Fußabdrücke konzentrierte, soll Artemis den Vereinigten Staaten eine wiederholte Rückkehr zum Mond ermöglichen, mit dem Ziel, eine permanente Basis zu errichten, die eine Plattform für weitere Erkundungen bietet.

Die ersten 25 Stunden ihres 10-tägigen Testflugs werden die Astronauten in der Nähe ihrer Heimat bleiben und die Kapsel in der Erdumlaufbahn testen, bevor sie das Haupttriebwerk zünden, das sie zum Mond befördern wird.

Die Reise wird insgesamt etwa 10 Tage dauern und soll den Weg für eine Mondlandung im Jahr 2028 ebnen.

Vier Tage später, während des Vorbeiflugs am Mond, wird der Mond so groß sein wie ein Basketball, den man auf Armlänge hält. Wenn die Beleuchtung stimmt, sollten die Astronauten Merkmale sehen, die noch nie zuvor mit menschlichen Augen gesehen wurden, und einen kurzen Blick auf eine totale Sonnenfinsternis erhaschen.

"Die NASA ist wieder dabei, Astronauten zum Mond zu schicken", sagte NASA-Administrator Jared Isaacman nach dem Start zu Reportern und bezeichnete die ein halbes Jahrhundert andauernde Pause als kurze Unterbrechung.

Wettbewerb mit China

Die derzeitige Ära amerikanischer Investitionen in den Mond wurde häufig als Versuch dargestellt, mit China zu konkurrieren. Das Land will wiederum bis 2030 Menschen auf den Mond landen bringen.

Während des Briefings nach dem Start sagte Isaacman, Wettbewerb sei "eine großartige Möglichkeit, die Ressourcen einer Nation zu mobilisieren". "Wettbewerb kann eine gute Sache sein", sagte er. "Und wir haben jetzt sicherlich Wettbewerb."

Das Artemis-Programm ist unter den Druck von US-Präsident Donald Trump geraten, der das Tempo forciert hat, in der Hoffnung, dass die Raumschiffe die Mondoberfläche erreichen, bevor seine zweite Amtszeit Anfang 2029 endet.

Die Artemis II-Mondrakete der NASA hebt am Mittwoch, 1. April 2026, von der Startrampe 39-B des Kennedy Space Centers in Cape Canaveral, Florida, ab.
Die Artemis II-Mondrakete der NASA hebt am Mittwoch, den 1. April 2026, von der Startrampe 39-B des Kennedy Space Centers in Cape Canaveral, Florida, ab. AP Photo/John Raoux

Das für eine Landung vorgesehene Datum 2028 hat bei Experten jedoch Bedenken hervorgerufen, auch weil Washington sich auf die technologischen Fortschritte des Privatsektors verlässt.

Die NASA hat sich geweigert, ihre Risikobewertung für die Mission zu veröffentlichen. Die Manager behaupten, die Chancen stünden besser als 50:50 - die üblichen Chancen für eine neue Rakete - aber wie viel mehr, das ist unklar.

Zuvor hatte Trump auf Truth Social geschrieben, dass die USA "GEWINNEN".

"Wirtschaftlich, militärisch und jetzt auch JENSEITS DER STERNE. Niemand kommt auch nur annähernd heran! Amerika konkurriert nicht nur, wir DOMINIEREN, und die ganze Welt schaut zu", schrieb er.

Weitere Quellen • AP, AFP

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