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Apple folgt Google: Ontariosee heißt in Karten nun „Lake America“

ARCHIV: Ontarios Premier Doug Ford enthüllt am Samstag, 29. August 2026, ein Schild für den Ontariosee im Fifty Point Conservation Area in Grimsby, Kanada.
ARCHIV: Ontarios Regierungschef Doug Ford enthüllt im Fifty Point Conservation Area in Grimsby ein Schild für den Ontariosee, Kanada, Samstag, 29. Aug. 2026. Copyright  (Keito Newman/The Canadian Press via AP)
Copyright (Keito Newman/The Canadian Press via AP)
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Apple Maps benennt den Ontariosee für US-Nutzer in „Lake America“ um und folgt damit Google, auf Anordnung von Präsident Trump bei stockenden Handelsgesprächen mit Kanada.

Apple ist das jüngste Unternehmen, das den neuen Namen von US-Präsident Donald Trump für Lake Ontario übernimmt. Auf Apple Maps heißt der See nun „Lake America“.

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Die Umstellung erfolgte weniger als eine Woche, nachdem Trump die Umbenennung per Erlass angeordnet hatte. Lake Ontario gehört zu den fünf Großen Seen Nordamerikas, neben Superior, Michigan, Huron und Erie.

Auslöser der Namensänderung war vor allem das Scheitern der Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada Ende August. Zuvor hatten die USA neue Zölle von 50 Prozent auf Waren aus Kanada im Wert von rund 20 Milliarden Dollar (17,3 Milliarden Euro) verhängt.

Nutzerinnen und Nutzer von Apple Maps in den USA sehen den See nun als „Lake America“. In Kanada erscheint weiterhin der ursprüngliche Name Lake Ontario. Nach Angaben des US-Innenministers Doug Burgum wandte sich Trump persönlich an Apple und drängte den Konzern, die Umbenennung in der Navigationsplattform umzusetzen.

Seitdem veröffentlichte Trump mehrere mithilfe Künstlicher Intelligenz erzeugte Videos in sozialen Netzwerken. In einem Clip tritt er ein Schild mit der Aufschrift „Lake Ontario“ um und ersetzt es durch ein Schild mit den Worten „Welcome to Lake America“.

Am See selbst hat Kanada dagegen ein neues Schild aufgestellt: „Lake Ontario. Now and Always.“

„Lange bevor Präsident Trump ins Amt kam, hieß dieser See Lake Ontario. Und lange nachdem Präsident Trump gegangen ist, wird er immer noch Lake Ontario heißen“, sagte Ontarios Premier Doug Ford laut BBC.

Kanada kündigte außerdem „Dollar-für-Dollar“-Gegenzölle als Antwort auf Trumps neue Abgaben an.

Google in der Kritik

Auch Google vollzog die Umbenennung am Wochenende. In den sozialen Netzwerken hagelte es Kritik; viele Nutzer warfen dem Technologiekonzern vor, vor der Trump-Regierung einzuknicken.

Dabei kann der US-Präsident zwar festlegen, welche Bezeichnungen die Bundesbehörden verwenden. Er hat jedoch keine Befugnis, private Unternehmen, ausländische Regierungen oder sogar US-Bundesstaaten zu denselben Änderungen zu zwingen.

„Das US-Geographical Names Information System hat den Namen für ‚Lake Ontario‘ in den Vereinigten Staaten offiziell in ‚Lake America‘ geändert“, erklärte Google in einem Blogeintrag.

„Wir aktualisieren Google Maps entsprechend den Namensänderungen in offiziellen Regierungsquellen, in den USA ist das das GNIS“, hieß es weiter. „Deshalb sehen Nutzer in den USA ‚Lake America‘, in Kanada weiterhin ‚Lake Ontario‘ und außerhalb der USA und Kanadas beide Bezeichnungen.“

Andere Kartendienste wie MapQuest verweigern die Umbenennung jedoch. Schon im vergangenen Jahr lehnte MapQuest es ab, den Golf von Mexiko in Gulf of America umzubenennen.

Mit dieser erneuten Weigerung kletterte MapQuest in den USA auf Platz eins der Charts im Apple App Store – mit Stand vom ersten September, noch vor dem langjährigen Favoriten ChatGPT.

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