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Von Kunsthotels bis Alpenküche: Europas spannendste Orte 2026

Aliée Istanbul
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Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Europas legendäre Sehenswürdigkeiten und Hotels im Fokus: TIME kürt sie auf seiner Liste zu den großartigsten Reisezielen der Welt 2026.

Europa bietet einige der vielfältigsten und schönsten Reiseziele der Welt – von eindrucksvollen ökologischen Rückzugsorten in den Alpen und historischen Hotels bis hin zu skurrilen Museen und Kulturdenkmälern.

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Die aktuelle Liste „World’s Greatest Places“ des Magazins TIME rückt einige dieser ikonischen Orte ins Rampenlicht. Sie reicht von einem nachhaltigen Berghotel mit Panoramablick in Slowenien bis zu einem liebevoll umgebauten Pullman-Waggon in England.

Hier eine Auswahl der prägnantesten europäischen Orte, die es auf die Liste geschafft haben.

Hotel Plesnik, Slowenien: Hyperlokale, nachhaltige Küche und Alpenpanorama

Das Hotel Plesnik, das der Luxury Travel Guide im Jahr 2016 als „Best Boutique Hotel in the World“ auszeichnete, liegt in einem geschützten Gletscherkessel im Logar-Tal in der Nähe der slowenischen Kamnik-Savinja-Alpen.

Das Boutique-Refugium mit vier Sternen verfügt nur über 42 Zimmer. Hinter ihm steht eine rund siebenhundertjährige Familiengeschichte und ein tief verankertes Bekenntnis zur Nachhaltigkeit.

Die konsequent hyperlokale und Zero-Waste-orientierte Küchenphilosophie im Restaurant Plesnik gibt der alpinen Spitzengastronomie neue Impulse. Die Küche arbeitet mit gesammelten Wildkräutern und saisonalen Zutaten aus dem umliegenden Tal.

Gäste erleben Degustationsmenüs mit wilden Kräutern, Morcheln aus dem Hotelgarten, fermentiertem Frischkäse (Sirnek), langsam geschmortem Lamm und Eiern von benachbarten Höfen. Weidezyklen, kurze Alpensommer und Schneefall bestimmen oft, was auf den Teller kommt.

Reisende genießen zudem eindrucksvolle Bergblicke, saunieren mit Waldblick, nutzen den Innenpool und den natürlichen Badeteich des Alpine Eco Wellness Centers. Yoga, Wanderungen, Radtouren und sogar Badminton ergänzen das Angebot.

Aliée Istanbul: Klare moderne Linien treffen historische Steinarchitektur

Aliée Istanbul stand früher als Militärwerft am Goldenen Horn von Istanbul und war mehr als ein Jahrhundert lang für die Öffentlichkeit gesperrt. Im September 2025 eröffnete der Komplex nach einem umfassenden Umbau als Designhotel.

Es gilt als eine der markantesten jüngeren Transformationen der Stadt. Heute stehen den Gästen 22 Serviced Apartments und 100 Zimmer zur Verfügung, viele mit privaten Terrassen, lagunenartigen Pools und Kupferbadewannen.

Im Zentrum des Hotels liegt ein Hof mit einem auffälligen Glasdach und Steinmauern aus der osmanischen Epoche. Hier hängen wechselnde und permanente Kunstinstallationen.

Das Hotel verfügt zudem über einen eigenen Bootsanleger. Gäste können direkt vom Wasser aus anreisen, Ruderunterricht nehmen oder private Bootstouren buchen.

Ein weiteres Highlight ist der riesige Spa-Bereich mit rund 4.000 Quadratmetern Fläche. Er bietet traditionelle türkische Hammams, eine russische Banja, personalisierte Biohacking-Programme und eine Kältekammer. Fünf spezialisierte Restaurants – vom Neo-Cabaret bis zum Swim Club – sorgen für kulinarische Abwechslung.

Art Zoo Museum, Amsterdam: Präparatekunst und Rollenwechsel à la Darwin

Das Art Zoo Museum, untergebracht in einem der Grachtenhäuser aus dem 17. Jahrhundert in Amsterdam, inszeniert ein ungewöhnliches, hochklassiges Präparate-Erlebnis mit Tieren in theatralischen Tableaus.

Erschaffen von den Präparatekünstlern Darwin, Sinke & van Tongeren, wirkt das Museum wie eine moderne Wunderkammer. Es verbindet dramatische Tierdarstellungen mit der Ästhetik klassischer niederländischer Stillleben.

Besucher bestaunen ein fast fünf Meter langes Krokodil, einen springenden Geparden, farbenprächtige Vögel und zornige Schwäne – neben Hunderten weiterer Exponate aus Tier- und Naturwelt. Alle Präparate stammen jedoch aus Zoos, deren Tiere eines natürlichen Todes gestorben sind. Das Museum legt großen Wert auf ethische Beschaffung.

In einem besonderen Dreh können Besucher in große, eigens gebaute Käfige treten und die Installationen von innen betrachten. So hinterfragt das Haus gewohnte Blickwinkel und die menschliche Verantwortung gegenüber der Natur.

Blow Up Hall, Polen: Kuratiertes Wohnen und lebendige Kunst

Blow Up Hall in der polnischen Stadt Posen ist inspiriert vom gegenkulturellen Film „Blow Up“ aus dem Jahr 1996 und zeigt interaktive Hightech-Kunstinstallationen. Das Gebäude diente im 19. Jahrhundert als Brauerei und war später eines der avantgardistischsten Boutique-Hotels des Landes.

Berühmt wurde es für sein Erlebnis ganz ohne klassische Rezeption und ohne Schlüssel. Es gibt nicht einmal Zimmernummern. Stattdessen erhalten Gäste bei der Ankunft meist ein iPhone und machen sich auf die Suche nach ihrem individuell gestalteten Zimmer, das sich an minimalistischen Prinzipien orientiert.

Reisende tauchen in eine wechselnde Sammlung von Installationen und Kunstwerken ein, darunter interaktive Pixelkunst von Rafael Lozano-Hemmer und polnischen Künstlern. Zu sehen sind Skulpturen, Keramik, Fotografie und vieles mehr.

Im hauseigenen Restaurant Arte verbindet die Küche polnische und französische Einflüsse. Auf der Karte stehen etwa lokaler Schafskäse, Hagebutte, würzige Rote Bete, eingelegte Haselnüsse und regionale Fleischklassiker.

Love Malmö: Europäisches Skateboard-Denkmal für alle Generationen

Love Malmö ist ein großer Skatepark und Platz in Malmö in Schweden. Er wurde sorgfältig nach dem Vorbild des ikonischen Love Park in Philadelphia gestaltet. Skateboarding ist hier eine soziale Praxis, tief verwoben mit der urbanen Identität der Stadt.

Love Malmö nutzt sogar originale Baupläne und Materialien wie Fliesen, Granitbänke und Kanten, die nach dem Abriss des ursprünglichen Spots in Philadelphia im Jahr 2016 gerettet wurden. Das Projekt folgt damit dem lateinischen „spolia“-Prinzip, bei dem alte Materialien eine neue Funktion erhalten.

Der Ort ist nicht nur ein erstklassiger Spot zum Skaten, sondern auch ein interaktives Denkmal für die Geschichte und Kultur des Skateboardens. Er zieht Menschen aller Altersgruppen an.

Anders als viele abgeschiedene Skateparks fungiert Love Malmö als integrativer „Third Space“. Der Platz bringt lokale Gemeinschaften zusammen und stärkt gleichzeitig den Ruf der Stadt als eine der progressivsten Skate-Metropolen der Welt.

Maid of Somerset: Pullman-Charme und nostalgische Genüsse

Die Maid of Somerset ist ein aufwendig umgebauter British-Pullman-Waggon aus dem Jahr 1921. Er steht dauerhaft auf dem Gelände The Creamery in Somerset im Vereinigten Königreich.

Heute dient der Wagen als eleganter Salon für Afternoon Tea. Gäste erleben eine luxuriöse, historische Atmosphäre mit Vintage-Geschirr, Mahagoni-Dekor und neoklassizistischen Details – eine Zugreise in die Vergangenheit, ohne dass sich der Waggon bewegt.

Die spezielle Teekarte hebt Produkte aus dem Gut The Newt hervor. Serviert werden elf Sorten hochwertiger losen Tees, feine Sandwiches, hauseigener Käse, Erdbeer-Rosen-Konfitüre, Scones und Orangenkuchen. Dazu gibt es Getränke von sprudelndem Chardonnay bis zu südafrikanischen Weinen.

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