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Japan-Reise 2026: Diese neuen Steuern und Preisaufschläge kommen auf Sie zu

Einige der höheren Gebühren treffen alle Reisenden, andere lassen sich je nach Reisezeit und Unterkunft vermeiden.
Ein Teil der höheren Gebühren betrifft alle Reisenden, andere lassen sich je nach Reisezeit und Unterkunft vermeiden. Copyright  Clay Banks
Copyright Clay Banks
Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein Teil der höheren Gebühren trifft alle Reisenden. Andere Kosten lassen sich jedoch sparen – je nach Reisezeit und gewählter Unterkunft.

Wenn Sie in diesem Jahr nach Japan reisen, sollten Sie etwas mehr Geld für Ihre Reise einplanen.

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Der Yen ist zwar weiterhin schwach, doch neue Touristensteuern und höhere Preise treiben die Reisekosten voraussichtlich nach oben.

Ein Teil der Aufschläge gilt für alle Reisenden. Andere lassen sich umgehen – je nach Reisezeit und Unterkunft.

Japan: Präfekturen erhöhen Übernachtungssteuern

Kyoto hat zu Jahresbeginn neue Gästeabgaben eingeführt, um Maßnahmen gegen Overtourism zu finanzieren.

Seit dem 1. März gilt ein neues System. Gäste in Luxushotels zahlen pro Nacht mindestens 10.000 Yen (56 Euro). In Mittelklasseunterkünften liegen die Sätze zwischen 1.000 und 4.000 Yen (5,50 bis 23 Euro).

Der niedrigste Satz von 200 Yen (rund ein Euro) gilt für einfache Unterkünfte bis 6.000 Yen (34 Euro) pro Nacht.

Zum 1. April haben auch mehrere andere Präfekturen eine Reihe neuer Übernachtungssteuern eingeführt.

In Hokkaido zahlen Gäste bei Übernachtungspreisen bis 19.999 Yen (107 Euro) pro Person und Nacht eine Steuer von 100 Yen (0,53 Euro). Für Zimmer zwischen 20.000 und 49.999 Yen (267 Euro) werden 200 Yen (1,07 Euro) fällig, ab 50.000 Yen 500 Yen (2,67 Euro).

Zusätzlich zur präfekturweiten Übernachtungssteuer erheben 15 Gemeinden in Hokkaido eigene Abgaben.

In Sapporo, der Hauptstadt der Präfektur, kommen noch einmal 200 Yen hinzu, wenn die Übernachtung bis 50.000 Yen pro Person und Nacht kostet, beziehungsweise 500 Yen bei Preisen darüber.

In Hiroshima zahlen Gäste in Unterkünften ab 6.000 Yen (32 Euro) eine Abgabe von 200 Yen. Wer in günstigeren Häusern übernachtet, ist befreit.

Yugawara in der Präfektur Kanagawa erhebt nun eine Übernachtungssteuer zwischen 300 Yen (1,60 Euro) und 500 Yen. Gifu in der Präfektur Gifu verlangt einheitlich 200 Yen pro Nacht für alle Unterkunftskategorien. Toba in der Präfektur Mie erhebt ebenfalls 200 Yen pro Nacht, unabhängig von der Art der Unterkunft.

Die Präfektur Nagano sowie die Städte Kumamoto und Miyazaki in der Präfektur Miyazaki haben von den japanischen Behörden die Genehmigung erhalten, ab Juni 2026 eigene Gebühren zu erheben, haben die Höhe jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Japan erhöht Ausreisesteuer ab Juli

Die japanische Regierung plant, die internationale Ausreisesteuer im Sommer zu erhöhen.

Die Abgabe wird von allen Personen erhoben, die das Land verlassen – meist Flugreisende. Sie wurde 2019 mit einem Einheitssatz von 1.000 Yen (rund 5,50 Euro) eingeführt. Nun soll sie näher an „internationale Standards“ herangeführt werden.

Deutschland erhebt zum Beispiel für abfliegende Passagiere Entgelte zwischen 15,53 und 39,34 Euro für nahe Ziele und 70,83 Euro für alle anderen Länder.

Ab Juli 2026 verdreifacht Japan die Ausreisesteuer auf 3.000 Yen (etwa 16 Euro) pro Person für alle Reisenden ab zwei Jahren, die per Flugzeug oder Schiff ausreisen.

Japan Rail Pass wird ab Oktober teurer

Auch für Zugreisende steigen die Kosten. Ab dem 1. Oktober erhöht sich der Preis des Japan Rail Pass (JR Pass) für einen siebentägigen Pass für Erwachsene in der Standardklasse um 3.000 Yen (16 Euro) auf 53.000 Yen (283 Euro).

Wochentickets für Erwachsene in den Premium-Green-Cars verteuern sich um 4.000 Yen (21 Euro) auf 74.000 Yen (395 Euro).

Einundzwanzigtagepässe kosten künftig für Erwachsene in der Standardklasse 5.000 Yen mehr und schlagen dann mit 105.000 Yen (560 Euro) zu Buche. In den Premiumwagen steigen sie um 7.000 Yen (37 Euro) auf 147.000 Yen (785 Euro).

Den JR Pass können Besucherinnen und Besucher erwerben, die mit einem 14- oder 90-tägigen Touristenvisum nach Japan einreisen. Er ermöglicht unbegrenzte Bahnfahrten im ganzen Land, auch in den meisten Hochgeschwindigkeitszügen.

Wer sparen möchte, sollte den Pass über die offizielle Online-Plattform Japan Rail Pass Reservation buchen; dort bleiben die Preise noch für begrenzte Zeit stabil.

Die Reiseinformationsseite Japan Guide weist darauf hin, dass die Erhöhungen die Pässe deutlich weniger wirtschaftlich machen.

„Der Pass hat bereits 2023 eine massive Preiserhöhung erfahren, die seine Attraktivität stark geschmälert hat“, schreibt das Unternehmen auf seiner Website.

„Inzwischen gibt es nur noch wenige Reiserouten, auf denen sich der Pass gegenüber normalen Fahrkarten und alternativen Verkehrsmitteln wie Inlandsflügen wirklich lohnt.“

Japan prüft höhere Visagebühren

Die seit Jahrzehnten unveränderten Visagebühren Japans werden ebenfalls überprüft, sind bisher aber unverändert geblieben.

Derzeit kostet ein Visum für eine einmalige Einreise etwa 3.000 Yen und ein Mehrfachvisum rund 6.000 Yen.

Wer ein Visum benötigt, könnte deutlich mehr für seine Reise zahlen, falls die Gebühren an andere große Volkswirtschaften angeglichen werden – etwa an die 127 Pfund (150 Euro) für ein Besuchervisum im Vereinigten Königreich oder die 90 Euro für ein Schengen-Visum der EU.

Reisende aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Kanada, Australien und den meisten EU-Staaten benötigen kein Touristenvisum.

Die Regierung schlägt vor, die Gebühr auf 15.000 Yen (80 Euro) für ein Einreisevisum und auf 30.000 Yen (161 Euro) für ein Mehrfachvisum anzuheben.

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