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Reiseziel Kotor: Entdecken Sie einen der meist unterschätzten Urlaubsorte Europas

Kotor: Verstecktes Juwel in Montenegro, noch erstaunlich günstig
Montenegro: Kotor bleibt Geheimtipp und ist erstaunlich günstig Copyright  Alexandr Bormotin/Unsplash
Copyright Alexandr Bormotin/Unsplash
Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Montenegros Küstenperle Kotor lockt mit Billigflügen, mittelalterlichem Flair und Blick auf die Adria – und zählt inzwischen zu Europas günstigsten Sommerzielen.

Kotor hat sich still und leise zu einem der smartesten Sommerziele Europas entwickelt, bleibt aber weiterhin ein echter Geheimtipp.

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Eingezwängt zwischen den dramatischen Bergen Montenegros und der Adriaküste bietet die mittelalterliche Stadt genau jene Mischung aus Landschaft, Geschichte und Ufercharme, die Reisende sonst eher mit deutlich teureren Mittelmeer-Hotspots verbinden – nur ohne die horrenden Preise.

Jetzt steht Kotor an der Spitze der Liste der Finanztechnologie-Firma Zable mit den besten Preis-Leistungs-Zielen für diesen Sommer. Ausschlaggebend sind die relativ niedrigen Reise- und Lebenshaltungskosten und zugleich ein breites Angebot an Attraktionen.

Flüge von großen europäischen Drehkreuzen kosten im Schnitt 91 Euro, und Unterkünfte in der Hochsaison liegen bei rund 975 Euro pro Woche – deutlich günstiger als in vielen anderen europäischen Reisezielen.

Auch die Kurtaxe bleibt überschaubar: Sie liegt bei etwa 4,60 Euro pro Person für den gesamten Aufenthalt, und Zable-Daten zeigen, dass ein voller Einkaufswagen mit rund 36,50 Euro ebenfalls gut bezahlbar ist.

Abgesehen vom Preis hat Kotor viel zu bieten: Fast 200 hoch bewertete Sehenswürdigkeiten warten auf Besucher.

Die Stadt punktet mit einer zum UNESCO-Welterbe gehörenden Altstadt, reicher Geschichte, Kopfsteinpflastergassen und einer spektakulären Küstenkulisse, die es mit bekannteren – und teureren – Zielen aufnehmen kann.

Wer einen Besuch plant, findet hier die wichtigsten Infos zu Kotor.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Die Altstadt von Kotor bleibt die Hauptattraktion. In den verwinkelten Steingassen liegen mittelalterliche Kirchen, darunter die romanische Kathedrale, sowie lebhafte Plätze. Ein Abstecher ins spannende Seefahrtsmuseum lohnt sich ebenfalls; es beleuchtet die maritime Geschichte der Region.

Unbedingt auf die mehr als 1.300 Stufen zur Festung San Giovanni steigen: Von oben eröffnen sich weite Blicke über die Bucht von Kotor, besonders zum Sonnenuntergang.

Noch spektakulärer wird es mit einer Fahrt in der Seilbahn von Kotor. Sie bringt Besucher von der auf Meereshöhe gelegenen Station Dub in nur elf Minuten hinauf zum Berg Lovćen. Dabei überwindet sie 3,9 Kilometer Strecke und mehr als 1.300 Höhenmeter. Oben warten Panoramablicke über die Bucht von Boka und die Adriaküste.

Sehr gefragt sind Bootsausflüge zur winzigen Inselkirche Our Lady of the Rocks. Außerdem verkehrt eine Fähre ins nahe gelegene Perast, wo venezianische Paläste und Restaurants direkt am Wasser locken.

Ein Bootsausflug zur Kirche Our Lady of the Rocks gehört in Kotor unbedingt dazu
Ein Bootsausflug zur Kirche Our Lady of the Rocks gehört in Kotor unbedingt dazu Rasmus Andersen/Unsplash

Essen und Trinken in Kotor

Laut Zable kostet ein Essen in einem einfachen Restaurant inklusive gezapftem Bier und Softdrink im Schnitt etwas mehr als 15 Euro – bemerkenswert günstig.

Auf den Speisekarten dominieren Meeresfrüchte. Gegrillter Tintenfisch, schwarzes Risotto, Oktopussalat und frischer Fisch aus der Adria stehen in den meisten Restaurants am Wasser. Nicht entgehen lassen sollte man sich das typische Gericht „buzara“, Muscheln in einer Knoblauch-Wein-Sauce.

Die montenegrinische Küche setzt außerdem stark auf Räucher- und Trockenfleisch, regionale Käsesorten und herzhafte Balkanspezialitäten. Probieren Sie Njeguški pršut, den berühmten geräucherten Schinken des Landes, der oft mit Käse und Oliven serviert wird.

Burek – Blätterteiggebäck mit Hackfleisch, Käse oder Spinat – ist ein günstiger, sättigender Snack. Lokale Weine wie Krstač, gekeltert aus einer seltenen weißen Rebsorte aus der Region Podgorica, passen hervorragend zu langen Fischmahlzeiten mit Blick auf die Bucht.

Auch die ausgeprägte Balkankaffee-Kultur ist allgegenwärtig. Cafés breiten sich über die Steinhöfe der Altstadt aus, und krempita, eine Vanillecremeschnitte, ist ein beliebtes Dessert.

Unterkünfte in Kotor

Die meisten Gäste übernachten entweder innerhalb der Altstadt von Kotor oder entlang der Uferpromenade rund um die Bucht. Boutique-Hotels in umgebauten Steinhäusern und Palästen versprühen viel Charakter und bieten oft Blick über rote Ziegeldächer oder direkt aufs Wasser.

Das hübsche Perast bietet viele Unterkunftsmöglichkeiten und liegt nur einen Steinwurf von Kotor entfernt
Das hübsche Perast bietet viele Unterkunftsmöglichkeiten und liegt nur einen Steinwurf von Kotor entfernt Evgeny Matveev/Unsplash

Wer es ruhiger mag, findet in Perast eine entspannte Atmosphäre, während Dobrota Apartments direkt am Wasser und doch in Laufweite zur Altstadt bietet. Luxusliebhaber zieht es zunehmend nach Porto Montenegro im nahe gelegenen Tivat, wo stylische Marinas, Fünf-Sterne-Hotels und Beachclubs entstanden sind.

Die Preise schwanken je nach Termin und Lage. Eine Stichprobe von Euronews Travel ergab jedoch, dass eine Woche Ende Juni in gut bewerteten Unterkünften in der Altstadt schon für rund 600 Euro zu haben ist, wenn sich zwei Personen ein Zimmer teilen.

Anreise nach Kotor

Am bequemsten erreichen Reisende Kotor über den Flughafen Tivat, der rund 15 Autominuten entfernt liegt. In der Sommersaison gibt es Verbindungen aus mehreren europäischen Städten.

Eine weitere beliebte Option ist der Flughafen Dubrovnik in Kroatien. Von dort fährt zunächst ein kurzer Shuttlebus ins Stadtzentrum, anschließend geht es mit einem größeren Bus weiter nach Kotor. Die Fahrt dauert je nach Grenzübertritt und Verkehr etwa zwei Stunden.

Kotor selbst ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Ein Mietwagen hilft jedoch, die ganze Bucht von Kotor, den Nationalpark Lovćen und Montenegros Adriaküste flexibel zu entdecken.

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