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Städtereisen ohne Menschenmassen: Europas beste Zweitstädte

Basel, Schweiz
Basel in der Schweiz Copyright  Photo by birdeye.ch on Unsplash
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Von Fakhriya M. Suleiman
Zuerst veröffentlicht am
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Vergessen Sie die endlosen Warteschlangen in Europas zweiten Städten: Von Kroatiens Adriaküste bis Nordfrankreich bieten diese Ziele Kultur, Geschichte und lokale Atmosphäre ohne Menschenmassen.

Überfüllte Hauptstädte, Touristensteuern und endlose Schlangen vor berühmten Sehenswürdigkeiten bringen viele Reisende dazu, ihren wohlverdienten Urlaub grundsätzlich zu überdenken.

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Statt sich in Europas beliebten Metropolen zu drängen, entdecken viele Reisende inzwischen die sogenannten „Second Cities“. Diese weniger bekannten Städte gewinnen deutlich an Reiz.

Beobachter dieses Trends sehen, dass Reisende über die klassischen Routen hinausblicken. Sie suchen Orte, die persönlicher wirken, näher am Alltag der Menschen sind und sich lohnender erschließen lassen.

Ob Sie eine ruhigere Alternative zu Barcelona suchen oder Londons geschäftige Straßen gegen ein langsameres, entspanntes Reisegefühl eintauschen möchten: Diese Städte vermitteln intensiveres Alltagsleben, die Geschichte und Kultur des Landes und seine Küche – ohne die Menschenmassen.

Was ist eine „Second City“?

Gemeint sind Städte und Regionen jenseits der bekanntesten Hotspots eines Landes. Sie geraten oft in den Schatten der großen Namen, bieten aber die Chance, der lokalen Kultur näher zu kommen und besondere Erlebnisse zu entdecken.

Der Begriff klingt, als gehe es um die zweitgrößte oder zweitbekannteste Stadt eines Landes. Laut „HuffPost“ (Quelle auf Englisch) umfasst er inzwischen aber ganz allgemein „weniger bekannte Reiseziele“.

Typisch sind familiengeführte Lokale statt Ketten, kleine Galerien, Wochenmärkte mit regionalen Spezialitäten – oft vor spektakulärer Landschaftskulisse.

Die großen Reiseziele haben zwar ihre eigenen Reize. In Second Cities entgehen Sie jedoch überfüllten Straßen und dem Kampf um einen Platz im beliebtesten Lokal. Sie haben mehr Raum, ursprüngliche Viertel zu erkunden statt austauschbarer Touristenmeilen.

Second Cities sind oft auch günstiger. Unterkünfte, Essen und Freizeitangebote kosten in der Regel weniger.

Split in Kroatien
Split in Kroatien Photo by Spencer Davis on Unsplash

Europas beste Second Cities für die nächste Reise

Vom kulinarischen und kreativen Hotspot bis zur malerischen Küstenstadt: Hier sind unsere zehn Favoriten unter Europas Second Cities, die ganz oben auf Ihrer Liste stehen sollten.

Split, Kroatien

Split gruppiert sich um die beeindruckende Architektur des gut erhaltenen Diokletianpalastes. Die Stadt verbindet über 2000 Jahre Geschichte mit entspanntem Adriaküstenleben. Besucher schlendern durch Gassen aus der Zeit des Römischen Reiches, die direkt zu Uferpromenaden und lässigen Cafés führen.

Für den Blick über die Stadt lohnt sich der Aufstieg auf den rekonstruierten Glockenturm der Kathedrale des heiligen Domnius.

Die Küstenstadt bietet zudem zahlreiche Strände, Radwege, Spas und Wellnesszentren. So lassen sich viele Erlebnisse bequem in einer Reise kombinieren.

Cork, Irland

Im Südwesten Irlands liegt Cork, dessen kompakte Innenstadt viel zu bieten hat.

Ein Pflichtstopp ist der historische Cork English Market aus dem Jahr 1788. Dort gibt es fangfrischen Fisch, Süßwaren, Gewürze sowie Obst und Gemüse. Von hier aus führt ein Spaziergang über die St Patrick’s Street bis zum Fitzgerald’s Park, nur wenige Schritte vom Cork Public Museum entfernt.

Cork gilt zudem als Tor zur Südküste Irlands mit bunten Hafenorten und Atlantikkulisse, einschließlich spektakulärer Klippen.

Graz, Österreich

Renaissancehöfe, vielfältige Architektur und eine lebhafte Gastronomieszene machen Graz zu einem spannenden Mix.

Mit der Schloßbergbahn, der Seilbahn aus dem Jahr 1894, gelangen Sie für 3,30 Euro zu einem Aussichtspunkt mit Panoramablick über Graz und die Altstadt.

Ein weiteres Wahrzeichen ist die futuristische Murinsel auf dem Fluss. Sie beherbergt ein Amphitheater und ein Café.

Hamburg, Deutschland

Hamburg ist Deutschlands größte Hafenstadt und kombiniert maritimes Erbe mit einer lebendigen Street-Art-Szene. In Vierteln wie St. Pauli, Schanzenviertel und Karoviertel finden sich zahlreiche Wandbilder und Installationen.

Berlin steht für Currywurst, Bayern für Brezeln – in Hamburg regiert das Fischbrötchen.

Ob Hering, Makrele oder Krabben: Frischer Fisch im Brötchen gehört zu den beliebtesten Snacks der Stadt. Das Portal Hamburg Tourismus (Quelle auf Englisch) empfiehlt für diese Spezialität einen Besuch im Restaurant Goedekens Kombüse.

Brünn in Tschechien
Brünn in Tschechien Photo by Leonhard Niederwimmer on Unsplash

Brünn, Tschechien

Häufig von Prag überstrahlt, vereint Brünn mittelalterliche Sehenswürdigkeiten und verborgene Untergrundgänge zu einer Stadt, die sich bequem zu Fuß erkunden lässt.

Vom Špilberk-Hügel blicken Sie auf die Burg Špilberk, Sitz des Stadtmuseums von Brünn. Auf dem Gelände finden zudem Konzerte, Theateraufführungen und Festivals statt.

Unter der Stadt verlaufen Labyrinthe und ehemalige Wasserspeicher. Dazu zählen die Žlutý-Kopec-Wassertanks, wo Führungen in drei Abschnitte gegliedert sind und die Geschichte von den ältesten bis zu den jüngsten Anlagen erzählen.

Ypern, Belgien

Ypern liegt in der niederländischsprachigen Region Flandern und ist eng mit der Geschichte des Ersten Weltkriegs verbunden.

Das Yper Museum erzählt elf Jahrhunderte Geschichte von Ypern und der Region Westhoek anhand archäologischer Funde, Karten und Handwerksobjekte. Für Kinder gibt es zudem eine spielerische Katzensuche durch das Stadtzentrum.

Radfahrer und Wanderer schätzen das gut ausgebaute Wegenetz, das an erhaltenen Schützengräben, Gedenkstätten und grünen Landschaften vorbeiführt.

Cambridge, England

Cambridge ist vor allem für seine jahrhundertealte Universität bekannt, bietet aber weit mehr als ein Ziel für einen Tagesausflug aus London.

Die Stadt wird vom Fluss Cam durchzogen. Beim entspannten Punting im flachen Boot eröffnen sich Blicke auf die berühmten College Backs entlang des Wassers.

Unabhängige Buchhandlungen, Museen und viel Grün machen Cambridge ideal für Spaziergänge.

Besucher können außerdem lebhafte Märkte entdecken, etwa den All Saints Garden Market, auf dem es jeden Samstag Kunst, Schmuck und Keramik zu kaufen gibt.

Thessaloniki in Griechenland
Thessaloniki in Griechenland Photo by Miltiadis Fragkidis on Unsplash

Thessaloniki, Griechenland

Thessaloniki steht für byzantinische Kirchen, römische Ruinen und eine malerische Uferpromenade mit entspannter Atmosphäre.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Galeriusbogen, der Aristotelous-Platz und der Weiße Turm von Thessaloniki. Sie führen durch unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte.

Bei einem Besuch sollten Sie kulinarische Klassiker probieren: Koulouri, mit Sesam bestreute Brotkringel, Bougatsa, ein Gebäck aus Filoteig, und Trigona, knusprige Dreieckspasteten mit cremiger Füllung.

Basel, Schweiz

Basel liegt im Dreiländereck Schweiz–Frankreich–Deutschland und besitzt eine der renommiertesten Kunstszenen Europas.

Die Stadt ist Schauplatz der Messe Art Basel, die bei ihrer Premiere 1970 mit 90 Galerien startete und 16.000 Besucher anzog. Bis heute zieht dieses Treffen kreativer Köpfe Kunstliebhaber aus aller Welt an.

Das Kunstmuseum Basel beherbergt die älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt aus dem Jahr 1661 mit mehr als 300.000 Werken.

Am Rheinufer gelegen, bietet Basel zudem kurze Wege in die Nachbarländer.

Lille, Frankreich

Das flämische Erbe von Lille zeigt sich in der Architektur und in der Küche. Elegante Plätze, farbenfrohe Stadthäuser und eine lebhafte Kunstszene tragen zusätzlich zum Charme der Stadt bei.

Die Kopfsteinpflastergassen im Viertel Vieux-Lille eignen sich ideal für einen Spaziergang bis zum malerischen Quai du Wault. Dort lässt sich am Wasser picknicken oder der Sonnenuntergang nach einem Tag voller Besichtigungen genießen.

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