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Großbritannien plant branchenweite Flugverbote für betrunkene Störenfriede an Bord

Neue Pläne: Airlines wollen randalierende Passagiere komplett sperren
Geplant: Lebenslanges Flugverbot für randalierende Passagiere Copyright  Mohammad Arrahmanur/Unsplash
Copyright Mohammad Arrahmanur/Unsplash
Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die britische Regierung prüft eine landesweite Flug-Blacklist für gewalttätige, aggressive Problem-Passagiere, gültig für alle Airlines. Hintergrund sind mehr Zwischenfälle in Ferienzeiten; Airlines drängen auf strengere Regeln.

Zu Beginn der Hauptreisezeit im Sommer denkt die britische Regierung über ein härteres Vorgehen gegen störende Fluggäste nach. Künftig könnten renitente Reisende bei allen Airlines gesperrt werden, nicht nur bei einer einzelnen.

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Nach derzeit mit der Luftfahrtbranche diskutierten Plänen sollen Passagiere, die in schwere Vorfälle verwickelt sind – etwa Trunkenheit, Beschimpfungen des Personals oder Gewalt an Bord –, auf eine nationale Schwarze Liste kommen. Sie könnten dann bei mehreren Fluggesellschaften keine Tickets mehr buchen.

Hintergrund ist, dass Airlines in Spitzenzeiten mehr Vorfälle melden und betonen, dass derzeitige, nur unternehmensbezogene Flugverbote Wiederholungstäter kaum abschrecken.

Die Überlegungen folgen zudem auf eine Debatte über europäische Flughäfen, an denen Alkohol schon am frühen Morgen vor dem Abflug ausgeschenkt wird.

In Flughäfen gelten praktisch keine üblichen Tageszeiten; es gibt keine Vorgaben, wann Alkohol ausgeschenkt werden darf oder verboten ist.

Im vergangenen Monat forderte Ryanair-Chef Michael O’Leary ein Verbot dieser Praxis. Er erklärte, bei Europas größter Fluggesellschaft müsse fast jeden Tag ein Flug wegen randalierender Passagiere umgeleitet werden.

Treten die neuen Regeln zur Schwarzen Liste in Kraft, können von einer Airline gesperrte Passagiere auch bei anderen Gesellschaften keine Flüge mehr buchen – faktisch ein vollständiges Flugverbot.

„Jeder soll im Flughafen sein Bier genießen können, doch asoziales Verhalten an Bord ist völlig inakzeptabel“, sagte eine Regierungsquelle der [BBC](https://www.bbc.co.uk/news/articles/c707pknywjno?at%5Flink%5Forigin=BBC %28Quelle auf Englisch%29%5FNews&at%5Fcampaign%5Ftype=owned&at%5Fptr%5Fname=linked%5Fin%5Fpage&at%5Fmedium=social&at%5Fbbc%5Fteam=editorial&at%5Fcampaign=Social%5FFlow&at%5Flink%5Ftype=web%5Flink&at%5Fformat=link&at%5Flink%5Fid=224DD74C-5DE9-11F1-8CC3-BE9D718F4C53).

„So etwas gefährdet die Sicherheit von Passagieren und Crew und ruiniert mühsam ersparte Urlaube.“

Vertreter des britischen Verkehrsministeriums wollen sich noch in diesem Monat mit den Airlines treffen, um über den Vorschlag zu sprechen.

Nach bisherigen Überlegungen würden Regierung und Luftfahrtbranche eine gemeinsame nationale Datenbank der gesperrten Passagiere führen.

Ganz einfach ist der Plan allerdings nicht. Nach geltendem Datenschutzrecht dürfen Passagierdaten nach der Datenschutz-Grundverordnung nicht frei geteilt werden. Deshalb kann ein störender Fluggast, der bei einer Airline gesperrt ist, bislang ohne Weiteres bei einer anderen buchen.

Trotz dieser Hürde begrüßt der Branchenverband Airlines UK den Vorstoß und kündigt an, gemeinsam mit der Regierung an der Ausarbeitung zu arbeiten.

„Zusätzliche Maßnahmen für besonders schwere Fälle von Störungen, etwa eine nationale Sperrliste, sind ein wichtiger nächster Schritt. So stellen wir sicher, dass eine kleine Minderheit von Passagieren den Luftverkehr für die große Mehrheit nicht lahmlegt“, sagte ein Sprecher des Verbands der BBC.

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