Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Venedig-Besuch für 50 Euro: neuer Bürgermeister plant höhere Eintrittsgebühr

Städtisches Personal kontrolliert an wichtigen Punkten der Stadt QR-Codes, etwa vor dem Bahnhof Santa Lucia.
Offizielle Kräfte kontrollieren an wichtigen Punkten der Stadt, etwa vor dem Bahnhof Santa Lucia, die QR-Codes. Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Der Rat prüft, die Gebühr auf das ganze Jahr auszuweiten oder zusätzliche Termine aufzunehmen.

Die Eintrittsgebühr für Venedig, die erstmals 2024 eingeführt wurde, könnte in naher Zukunft deutlich steigen.

WERBUNG
WERBUNG

Der neu gewählte Bürgermeister der Stadt, Simone Venturini, hat vorgeschlagen, die Tagesgebühr an ausgewählten Tagen auf 50 Euro anzuheben, um den Massentourismus zu bremsen.

Hintergrund sind Daten, nach denen die bisherigen Sätze – 5 Euro bei Reservierung im Voraus und 10 Euro für Kurzentschlossene – nur wenig abschreckende Wirkung haben.

Venedig plant höhere Eintrittsgebühr: bis zu 50 Euro

Venturini kündigte an, bei der italienischen Regierung eine Genehmigung zu beantragen. So soll die Eintrittsgebühr an bestimmten Tagen auf 50 Euro steigen.

Zahlen aus diesem Jahr zeigen, dass weniger als die Hälfte der Touristinnen und Touristen, die die Gebühr bezahlt haben, im Voraus gebucht hat, um den ermäßigten Satz von 5 Euro zu nutzen.

In den ersten 42 Tagen des Versuchs gingen insgesamt 514.710 Zahlungen ein. Davon zahlten 245.503 Besucherinnen und Besucher 5 Euro und 268.207 10 Euro, berichtet die italienische Zeitung „Il Gazzettino“.

„Das Problem sind die Zahlen“, sagte Venedigs Haushaltsstadtrat Michele Zuin der italienischen Presse. „Zwischen 5 und 10 Euro liegt kein großer Unterschied. Wäre der Unterschied größer, wäre auch die Wirkung eine andere.“

Die geplante Erhöhung findet Unterstützung in der Tourismus- und Gastgewerbebranche.

„Der Vorschlag Venturinis ist zu begrüßen. So könnten wir die Gebühr als Anreiz beziehungsweise als Abschreckung für die problematischsten Tage einsetzen“, sagte Daniele Minotto, Direktor des venezianischen Hotelierverbands (AVA).

„Mit einem flexiblen Tarif und einer deutlich höheren Obergrenze, die jeden Tag gilt, könnten wir den Besucherandrang steuern.“

Er ergänzte, 50 Euro seien im Vergleich zu Eintrittskarten für manche archäologischen Stätten weltweit nicht überzogen.

Stadtrat Zuin betonte zudem, dass höhere Einnahmen aus der Tagesgebühr den Einwohnerinnen und Einwohnern Venedigs zugutekommen könnten.

„Wenn diese Einnahmen steigen, investieren wir sie, um die Kosten auszugleichen, die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen durch den Tourismus haben“, sagte er.

Venedigs Tagesgebühr: gilt sie bald das ganze Jahr?

Zuin bestätigte außerdem: „Dies wird das dritte und letzte Testjahr. Nach dem Sommer müssen wir entscheiden, wie die Maßnahme künftig endgültig aussehen soll.“

Dabei geht es auch darum, ob die Gebühr auf das gesamte Jahr ausgeweitet wird oder ob zusätzliche Tage hinzukommen, etwa während des Karnevals von Venedig, wenn die Stadt ebenfalls sehr voll ist.

In diesem Jahr gilt die Abgabe an 60 Tagen im April, Mai, Juni und Juli. Sie wird in den Stoßzeiten von 8.30 Uhr bis 16 Uhr erhoben.

Es gibt zahlreiche Ausnahmen. Befreit sind unter anderem Einwohnerinnen und Einwohner, in Venedig geborene Besucherinnen und Besucher, Studierende und Beschäftigte sowie Touristinnen und Touristen mit Hotel- oder anderen Unterkunftsreservierungen.

Besuchende können ihren Aufenthaltstag in Venedig über eine eigene Plattform (Quelle auf Englisch) reservieren.

Die Abgabe beträgt 5 Euro. Touristinnen und Touristen, die nicht spätestens vier Tage im Voraus reservieren, müssen 10 Euro zahlen.

An wichtigen Punkten der Stadt, etwa vor dem Bahnhof Santa Lucia, kontrolliert offizielles Personal die QR-Codes. Wer die Gebühr nicht bezahlt oder sich nicht als befreit registriert hat, riskiert ein Bußgeld zwischen 50 und 300 Euro.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Nahost-Reisen wieder sicher? Was gilt, seit Großbritannien Warnungen lockert

Von Eichenwäldern bis Steppenseen: fünf Sommerziele in Mitteleuropa

Flüge in den Nahen Osten: Welche Airlines kehren wann zurück?