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Ranking 2026: die besten Länder Europas für digitale Nomaden

Europa: Staaten für digitale Nomaden unterschiedlich attraktiv
Europas Staaten unterscheiden sich stark in ihrer Attraktivität für digitale Nomaden Copyright  Ling App/Unsplash
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Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Vom günstigen Estland bis zum langzeitfreundlichen Montenegro: Diese Länder bieten Remote-Arbeitenden niedrige Kosten, schnelles Internet, Sicherheit und flexible Visa.

Im Jahr 2026 könnte Ihr Büro genau dort sein, wo gerade Ihr Laptop steht.

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Eine neue Rangliste zeigt, welche europäischen Länder sich 2026 am besten für digitale Nomaden eignen. Bewertet wurden Faktoren von Mieten und Lebensmitteln über WLAN-Geschwindigkeit und Coworking-Angebote bis hin zu Sicherheit und Visaregeln.

LEI register (Quelle auf Englisch), ein globales Datenbanksystem, hat 40 Länder in Europa anhand von 19 Kennzahlen verglichen, um die attraktivsten Standorte für Remote-Arbeit zu finden.

Auch Englischkenntnisse, Gesundheitsversorgung und das Angebot an Veranstaltungen flossen in die Bewertung ein – und Estland landet insgesamt auf Platz eins.

Beste Länder Europas für digitale Nomaden

Estland, eines der drei baltischen Länder, belegt den Spitzenplatz. Ausschlaggebend sind die vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten, eine verlässliche Infrastruktur und eine sehr freundliche Haltung gegenüber digitalen Nomaden.

Eine Einzimmerwohnung im Stadtzentrum kostet im Schnitt 573 Euro im Monat. Für Lebensmittel müssen Bewohner rund 247,80 Euro einplanen.

Die Internetgeschwindigkeit ist solide. Beim Thema Sicherheit liegt Estland im Ländervergleich vorn. Das Visum für digitale Nomaden gilt ein Jahr und kostet 85 Euro.

Auf Rang zwei folgt Island. Das Land gehört zu den teuersten Zielen: Die Monatsmiete liegt im Schnitt bei hohen 2.098 Euro, Lebensmittel kosten 541,62 Euro. Dafür erfüllt Island viele andere Kriterien.

Kein anderes Land bietet schnellere Internetverbindungen. Island hat zudem die meisten Coworking-Spaces und eine besonders hohe Verfügbarkeit von Airbnb-Unterkünften. Die Studie bescheinigt dem Land außerdem ein sehr hohes Sicherheitsniveau und eine große Zahl an Veranstaltungen.

Den dritten Platz belegt Portugal. Das Land ist seit Jahren ein Favorit unter digitalen Nomaden, vor allem wegen der guten Internetgeschwindigkeit, der hohen Englischkompetenz und der verfügbaren Visa.

Ein Visum für digitale Nomaden mit einjähriger Laufzeit kostet 80 Euro. Die Mieten im Zentrum sind mit durchschnittlich 919 Euro im Monat allerdings deutlich höher. Dank der sehr gut ausgebauten Infrastruktur bleibt Portugal trotzdem für viele die erste Wahl.

Montenegro landet auf Rang vier. Ein Grund ist die sehr günstige Visumgebühr von nur 26 Euro. Das Visum gilt zudem bis zu 730 Tage – länger als in allen anderen untersuchten Ländern.

Die durchschnittliche Miete liegt bei 576 Euro, für Lebensmittel fallen rund 211,22 Euro pro Monat an. Beim Gesundheitssystem schneidet Montenegro weniger gut ab. Dafür liegt das Land bei der Verfügbarkeit von Airbnbs auf Platz zwei, was es besonders attraktiv für digitale Nomaden mit kleinerem Budget macht.

Die Top fünf komplettiert Kroatien. Das Land bietet mit 540 Tagen die zweitlängste Visumdauer.

Kroatien erreicht die dritthöchste Sicherheitsbewertung und die vierthöchste Airbnb-Dichte pro Kopf. Wohnungen im Stadtzentrum kosten im Schnitt 663 Euro, monatliche Ausgaben für Lebensmittel liegen bei 232,46 Euro. Englisch wird weit verbreitet gesprochen, und es gibt viele Veranstaltungen. Die Internetgeschwindigkeit bleibt jedoch hinter anderen Ländern zurück und ist die niedrigste im Ranking.

Die restlichen Plätze in den Top Ten gehen an Slowenien, Tschechien, Spanien, Litauen und Rumänien. Alle bieten je nach Blickwinkel Vor- und Nachteile. Wer noch unschlüssig ist, findet hier dennoch verlässliche Optionen für den Einstieg ins Leben als digitale Nomadin oder digitaler Nomade.

Schlechteste Optionen in Europa für digitale Nomaden

Am anderen Ende der Skala stehen fünf Länder, die digitale Nomaden laut Ranking eher meiden sollten.

Irland landet auf dem letzten Platz, obwohl das Land bei der Englischkompetenz Rang vier erreicht und auch beim Angebot an Veranstaltungen und Coworking-Spaces gut abschneidet.

Problematisch sind die hohen Mieten sowie schwächere Bewertungen bei Sicherheit und Gesundheitsversorgung. Vor allem fehlt ein spezielles Visum für digitale Nomaden – damit wird Irland als feste Basis deutlich unattraktiver.

Die Schweiz belegt den vorletzten Platz und bietet ebenfalls kein eigenes Visum für digitale Nomaden. Hinzu kommen hohe Lebensmittelausgaben und eine durchschnittliche Monatsmiete von 1.785 Euro. Schnelles Internet, ein hohes Sicherheitsniveau und viele Coworking-Spaces sprechen allerdings für das Land.

Direkt dahinter folgen Belarus und Bosnien und Herzegowina. Beide sind deutlich günstiger als die Schweiz, doch auch sie stellen kein Visum für digitale Nomaden aus.

Belarus schneidet besonders schlecht bei Internetgeschwindigkeit und Coworking-Angebot ab. Bosnien und Herzegowina ist zwar preislich moderat, bietet aber eine der schwächsten Infrastrukturen im gesamten Ranking.

Ebenfalls – und womöglich überraschend – in den unteren fünf Plätzen landet Frankreich. Das Land bleibt zwar weltweit das meistbesuchte Reiseziel für Touristen, eignet sich aber nur eingeschränkt für digitale Nomaden.

Frankreich punktet mit sehr guter Gesundheitsversorgung und schnellen Internetverbindungen. Es stellt jedoch kein Visum für ortsunabhängig arbeitende Beschäftigte bereit, die Englischkenntnisse sind vergleichsweise gering und der Sicherheitsindex ist der schlechteste im gesamten Ranking.

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