„Ein neuer ‚Clean-Sky-Index‘ der weltweit besten Orte zum Sterneschauen kürt den Pic du Midi in Frankreich: Er überzeugt mit dunklem Himmel und guter Erreichbarkeit.“
Sternengucken liegt bei Reisenden im Trend. Viele planen ihre Reisen inzwischen so, dass der Himmel dunkel genug ist, um die Milchstraße und vorbeiziehende Sternschnuppen zu sehen.
Um die besten Reiseziele zu ermitteln, hat der eSIM-Anbieter Holafly erstmals einen „Clean-Sky-Index“ erstellt. Der Index listet nicht nur die dunkelsten Orte der Welt, sondern sucht nach Reisezielen, die „insgesamt die beste Balance aus außergewöhnlichem Nachthimmel und praktischer Erreichbarkeit“ bieten.
Die Forschenden analysierten verschiedene Sternenguck-Orte anhand von vier gewichteten Kriterien. Lichtverschmutzung (35 Prozent) basiert auf Messungen mit dem Sky Quality Meter und der Bortle-Skala. Die Häufigkeit klarer Nächte (30 Prozent) beschreibt den Anteil wolkenloser Nächte im Jahr. Die Erreichbarkeit (20 Prozent) richtet sich nach der Reisezeit von einem großen internationalen Drehkreuz. Hinzu kommt der Dark-Sky-Status (15 Prozent) für von DarkSky International ausgewiesene Gebiete.
„Um eine geografische Vielfalt zu gewährleisten, kamen höchstens drei Reiseziele pro Land in die engere Auswahl. Holafly bewertete zudem zertifizierte und nicht zertifizierte Orte, um die tatsächliche Qualität des Himmels höher zu gewichten als eine reine Zertifizierung“, erklärte Holafly.
Im Index belegt Pic du Midi in Frankreich Platz eins. Ausschlaggebend war die Kombination aus hervorragenden Bedingungen am Nachthimmel und guter Erreichbarkeit. Das Observatorium ist von London aus in unter vier Stunden erreichbar. Andere Orte verloren wegen ihrer abgeschiedenen Lage Punkte.
Top Ten: Reiseziele mit besonders dunklem Himmel im Sommer 2026
- Platz eins: Pic du Midi, Frankreich
- Platz zwei: Warrumbungle National Park, Australien
- Platz drei: Grasslands National Park, Kanada
- Platz vier: NamibRand Nature Reserve, Namibia
- Platz fünf: AlUla, Saudi-Arabien
- Platz sechs: Atacama-Wüste, Chile
- Platz sieben: La Palma, Spanien
- Platz acht: Aoraki Mackenzie, Neuseeland
- Platz neun: Mauna Kea, Hawaii, USA
- Platz zehn: Cherry Springs State Park, USA
Weitere Topziele zum Sterneschauen
Der Warrumbungle National Park im Bundesstaat New South Wales landet auf Platz zwei. Er gilt als erster Dark-Sky-Park Australiens und beherbergt das Siding-Spring-Observatorium.
Der Grasslands National Park belegt Platz drei. Er wurde 2009 als dunkelstes Dark-Sky-Reservat Kanadas ausgewiesen und erreicht die höchste Stufe auf der Bortle-Skala.
Auf Platz vier folgt das NamibRand Nature Reserve in Namibia. Dort verzeichnete die Studie den dunkelsten Himmel, doch der abgelegene Standort kostete Punkte. Das Schutzgebiet liegt noch vor AlUla in Saudi-Arabien auf Platz fünf. Dort befindet sich der drittgrößte Dark-Sky-Park der Welt mit mehr als 6 000 Quadratkilometern geschützter Wüste.
Chiles Atacama-Wüste, einer der trockensten Orte der Erde, komplettiert die Top sechs.
Der Index zeigt, dass extreme Abgeschiedenheit keine Voraussetzung für spektakuläres Sternengucken ist. La Palma in Spanien, Aoraki Mackenzie in Neuseeland und der Cherry Springs State Park in den USA gehören alle zu den Top Ten. Sie beweisen, dass sich Weltklasse-Nachthimmel öfter in relativ gut erreichbarer Lage finden, als viele Reisende erwarten.