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Ryanair droht im Streit um höhere Flugabgaben 20 Strecken ab belgischen Flughäfen zu streichen

Am Flughafen Frankfurt rollt eine Ryanair-Boeing 737-8AS auf dem Vorfeld an einem anderen Flugzeug vorbei. Berlin, Freitag, siebter Januar 2022.
Eine Ryanair-Boeing 737-8AS rollt auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt an einer anderen Maschine vorbei. Berlin, Freitag, dem siebten Januar 2022. Copyright  AP Photo. Alle Rechte vorbehalten
Copyright AP Photo. Alle Rechte vorbehalten
Von Liam Gilliver
Zuerst veröffentlicht am
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Ryanair wettert gegen die steigende Luftfahrtsteuer in Belgien. Die Airline will Verbindungen massiv streichen und ihr Angebot deutlich kürzen.

Ryanair droht, in ganz Europa 20 weitere Strecken zu streichen. Anlass ist der harte Kampf der Airline gegen steigende Steuern und Flughafenentgelte.

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Die Billigfluglinie kritisiert die Entscheidung der belgischen Regierung, die Luftverkehrsabgabe ab 2027 bei Kurzstrecken auf zehn Euro je abfliegendem Passagier anzuheben. Das werde die Nachfrage einbrechen lassen und die Ticketpreise nach oben treiben.

In einer scharf formulierten Erklärung attackiert Ryanair zudem die Pläne des Stadtrats von Charleroi, ab dem kommenden Jahr eine Steuer von drei Euro je abfliegendem Passagier einzuführen.

Ryanair will Verbindungen in Belgien streichen

Die erhöhte „Boarding Tax“ ist Teil des lange erwarteten belgischen Haushalts. Bis 2029 soll damit ein Loch von 9,2 Milliarden Euro gestopft werden.

„Heute die Arbeit, morgen die Früchte“, schrieb Premierminister Bart De Wever auf X. Der Deal kam nach Monaten der Blockade zustande.

Flughäfen warnen, sie müssten die Zusatzkosten an Reisende weitergeben. Fliegen würde teurer.

Wenn beide Maßnahmen kommen, will Ryanair fünf stationierte Flugzeuge an den Flughäfen und 20 Strecken aus dem Winterflugplan Brüssel 26/27 streichen. Das bedeutet 1 Million weniger Sitze, ein Minus von 22 Prozent beim Verkehr der Airline in Brüssel.

Ryanairs Vertriebschef Jason McGuiness warnt: Immer neue Luftverkehrssteuern machen Belgien „nicht wettbewerbsfähig“ gegenüber EU-Ländern wie Schweden, Ungarn, Italien und der Slowakei, die Abgaben gestrichen haben, um den Verkehr zu erhöhen.

„Viele EU-Länder gehen diesen Weg, um ihre Wirtschaft zu stützen. Belgien tut das Gegenteil, treibt die Zugangskosten hoch und drängt Airlines und Tourismus woandershin“, ergänzt McGuiness.

„Wir fordern Premierminister De Wever auf, diese schädliche Luftverkehrssteuer zu kippen, bevor Verkehr, Tourismus, Jobs und die breite Wirtschaft in Belgien noch weiter einbrechen.“

McGuiness nannte die Abgabe in Charleroi „Wahnsinn“. Gehe der Rat den Plan an, könnten Tausende lokale Jobs wegfallen.

Ryanairs Kampf gegen Luftverkehrssteuern

Ryanair protestiert immer lauter gegen höhere Luftverkehrssteuern in Europa. Dabei wächst der Druck, Emissionen von Kurzstreckenflügen auszugleichen und in Umweltinitiativen zu investieren.

Erst vergangenen Monat drohte die Billigairline, alle Flüge von den Azoren wegen steigender Abgaben in Portugal zu streichen. Sechs Strecken und rund 400.000 Passagiere pro Jahr stünden auf dem Spiel.

Die Argumentation folgte dem gleichen Muster. Ryanair attackierte ANA, Betreiberin der portugiesischen Flughäfen unter dem Vinci-Konzern, und warf ihr vor, sich mit Preisen aus wettbewerbsfähigen Märkten zu katapultieren. Zudem forderte die Airline die Abschaffung der Steuer.

In Spanien streicht Ryanair bereits Winterverbindungen nach Städten wie Santiago de Compostela. In Frankreich deutet die Airline einen baldigen Rückzug von mehreren Regionalflughäfen an.

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