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Bahn-Startup startet Amsterdam–Berlin mit Tickets ab 19 Euro

GoVolta startet im März 2026.
GoVolta startet im März zweitausendsechsundzwanzig. Copyright  GoVolta
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Von Angela Symons
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ende 2026 will der Dienst auch in Frankreich starten.

Das niederländische Start-up GoVolta gilt als „easyJet der Schiene“. In dieser Woche fuhr der erste Zug des Unternehmens.

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Der Betreiber setzt auf günstige Tarife, um Fahrgäste zu gewinnen. Tickets für die neuen Strecken von Amsterdam nach Hamburg und Berlin kosten ab 19 Euro.

Über GoVolta lassen sich außerdem Städtetrips buchen, die Bahnfahrt und Hotelübernachtung kombinieren.

Ab Dezember 2026 soll eine Verbindung zwischen Amsterdam und Paris hinzukommen.

GoVolta verspricht günstige Tickets und Direktverbindungen

GoVolta nimmt zwei internationale Linien in Betrieb: Amsterdam–Berlin und Amsterdam–Hamburg. Beide verkehren drei Mal pro Woche. Ab dem ersten Juli 2026 fährt der Zug nach Berlin täglich.

Der Zug nach Berlin hält in Amersfoort, Deventer, Hengelo, Bad Bentheim, Osnabrück und Hannover. Die Verbindung nach Hamburg führt über Amersfoort, Deventer, Hengelo und Bremen.

Mit drei Versprechen will GoVolta den internationalen Bahnmarkt in Europa aufmischen: günstige Preise, ein garantierter Sitzplatz zu jedem Ticket und durchgehende Verbindungen ohne Umstieg.

„Fragt man die Leute nach internationalen Zügen, hört man immer dieselbe Geschichte“, sagt GoVolta-Mitgründer Hessel Winkelman. „Man sucht ewig, zahlt einen Aufpreis und weiß am Ende nicht einmal, ob man einen Sitzplatz hat. Das wollen wir ändern.“

Derzeit kosten Standardtickets von Amsterdam nach Hamburg im März in ICE-Zügen der Deutschen Bahn zwischen 34 und 59 Euro. Je nach Verbindung sind ein bis vier Umstiege nötig. Für eine Sitzplatzreservierung fallen zusätzlich fünf Euro siebzig an.

GoVolta peilt einen durchschnittlichen Preis von 30 Euro pro Strecke an; die günstigsten Tickets sollen bereits bei 19 Euro liegen.

Die niedrigen Preise haben jedoch ihren Preis: Die Züge erreichen höchstens 160 km/h und sind damit deutlich langsamer als ICE und Eurostar, die bis zu 300 km/h fahren können.

Die Fahrzeiten fallen daher oft länger aus – zwischen Amsterdam und Berlin voraussichtlich um rund eine Stunde. Die Verbindung nach Paris dürfte etwa doppelt so viel Zeit benötigen wie der Eurostar.

Ziel von GoVolta: Zugreisen durch Europa so einfach und günstig wie Fliegen

GoVolta formuliert sein Ziel so: Zugreisen durch Europa sollen so einfach und preiswert werden wie ein Flug.

„Je mehr günstige und attraktive Verbindungen es gibt, desto leichter fällt der Wechsel vom Auto oder Flugzeug auf die Bahn. Das ist entscheidend für das Klima und für die europäische Vernetzung“, erklärte Jeroen Wesdorp, Programmmanager für internationalen Bahnverkehr bei ProRail, in einer Pressemitteilung.

GoVolta ist jedoch nicht das erste Billigbahn-Unternehmen, das für nachhaltiges Reisen wirbt und Europas Billigfluglinien unter Druck setzt.

Das Start-up folgt auf das niederländisch-belgische Unternehmen European Sleeper, das seit 2023 günstige Nachtzüge anbietet. Im Juni 2026 erweitert das Unternehmen sein Angebot um neue Verbindungen von Brüssel und Amsterdam nach Mailand über die Schweiz.

Auch Ouigo in Frankreich, Avlo in Spanien und Lumo im Vereinigten Königreich greifen die Monopole der nationalen Bahnunternehmen und der Billigfluglinien an und bieten Fahrgästen günstige Hochgeschwindigkeitszüge.

GoVolta-Züge: Was Reisende an Bord erwartet

Die Züge von GoVolta bieten rund 820 Sitzplätze in elf Wagen. Ein Lounge-Wagen versorgt die Fahrgäste mit warmen und kalten Getränken, Snacks und leichten Mahlzeiten.

Reisende können zwischen zwei Klassen wählen: Economy und Comfort. In der Comfort-Klasse wirbt das Unternehmen mit mehr Ruhe und großzügigeren Sitzen.

Wer in Economy reist, kann sein Ticket zusätzlich aufwerten und den gegenüberliegenden Platz zu einem reduzierten Preis mitreservieren, um mehr Platz zu haben.

Im Ticket sind standardmäßig zwei Stück Handgepäck enthalten. Größeres oder zusätzliches Gepäck lässt sich gegen Aufpreis dazu buchen.

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