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Märchenorte und Geheiminseln: Europas unbekannte Traumziele für 2026

Tübingen gilt als eher unbekannt, gehört aber zu den schönsten Städten Deutschlands.
Tübingen ist eine eher unbekannte, aber sehr schöne Stadt in Deutschland. Copyright  David Hertle/Unsplash
Copyright David Hertle/Unsplash
Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Statt Paris, Rom und Barcelona: Versteckte Juwelen Europas reichen von kroatischen Trüffeldörfern bis zu stillen Inseln in italienischen Seen – voller unentdeckter Geheimnisse.

Die größten Städte Europas ziehen die Massen an, doch einige der unvergesslichsten Orte des Kontinents liegen weit abseits der üblichen Touristenpfade.

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Zwischen Bergen, Weinbergen, Seen und mittelalterlichen Tälern liegen Reiseziele, die sich noch herrlich unentdeckt anfühlen. Hier haben alte Traditionen, dramatische Landschaften und liebevoll erhaltene Altstädte dem Massentourismus bislang standgehalten.

Vom kroatischen Märchenstädtchen Motovun über die schwindelerregend hoch gelegenen Klöster von Meteora in Griechenland bis zu Italiens Bilderbuch-Trulli-Dörfern gibt es unzählige Ziele, die zeigen, dass Europa noch viele Geheimnisse bereithält.

In einem neuen Ranking kürt European Best Destinations (Quelle auf Englisch) einige seiner liebsten, noch wenig bekannten „Schatz“-Orte in ganz Europa. Das sind die spannendsten Geheimtipps für Reisen durch Europa im Jahr 2026.

Tübingen, Deutschland

Im Südwesten von Deutschland, nur eine halbe Stunde vom Flughafen Stuttgart entfernt, liegt das malerische Tübingen. Die Stadt beherbergt eine der ältesten Universitäten Europas und ist voller Geschichte und Kultur.

In der Altstadt lohnt sich ein Besuch der Stiftskirche St. Georg, einer spätgotischen Kirche mit bunten Glasfenstern und weitem Blick über die Stadt vom Turm. Das reich bemalte Rathaus aus dem 15. Jahrhundert trägt eine funktionierende astronomische Uhr. Im Museum Alte Kulturen im Schloss Hohentübingen hoch über der Stadt warten unzählige griechische, römische und ägyptische Artefakte.

Auf dem Neckar können Besucher eine Stocherkahnfahrt zwischen pastellfarbenen Häusern unternehmen, durch den Botanischen Garten der Universität Tübingen spazieren und regionale Spezialitäten probieren. Dazu gehören Maultaschen, gefüllte Teigtaschen, und Käsespätzle, kräftige Käsenudeln.

Dazu passt ein Glas der gefeierten regionalen Weine; besonders beliebt sind Trollinger und Lemberger.

Motovun in Kroatien muss man gesehen haben, um es zu glauben
Motovun in Kroatien muss man gesehen haben, um es zu glauben Lothar Boris Piltz/Unsplash

Motovun, Kroatien

Im Herzen Istriens, an der kulturellen Schnittstelle zwischen Kroatien, Slowenien und Italien, wirkt Motovun wie direkt aus einem Märchen entsprungen.

Die mittelalterliche Kleinstadt thront hoch über dem Tal des Flusses Mirna. Sie ist bekannt für ihre verwinkelten Steinsträßchen, weiten Ausblicke und hervorragend erhaltenen Stadtmauern.

Am schönsten verbringt man die Tage mit Spaziergängen durch die engen Gassen, einem Aufstieg auf den Glockenturm und Pausen in Terrassenlokalen mit Blick auf die Weinberge und Wälder zu Füßen des Hügels.

Der umliegende Motovun-Wald gehört zu den bekanntesten weißen Trüffelgebieten der Welt. Trüffelsuche und trüffelreiche Degustationsmenüs ziehen vor allem im Herbst viele Feinschmecker an, die Weine der Region lohnen sich jedoch das ganze Jahr über.

Im Sommer lockt das beliebte Motovun Film Festival. Im Frühling und Winter zeigt sich der Ort von seiner stilleren, romantischen Seite. Radrouten, ausgedehnte Mittagessen und Spaziergänge bei Sonnenuntergang durch die Weinberge unterstreichen den entschleunigten, stimmungsvollen Charakter Motovuns.

Isola San Giulio
Isola San Giulio Photo by Luca Florio on Unsplash

Isola San Giulio, Italien

Die Isola San Giulio liegt still im Ortasee im Piemont und fühlt sich wie eine völlig andere Welt an als die Ufer des oft überlaufenen Comer Sees.

Die kleine Insel trägt den Beinamen „Insel der Stille“. Sie ist berühmt für ihre friedliche Atmosphäre, historische Gebäude und Postkartenblicke über den See.

Im Zentrum steht die Basilica di San Giulio, eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert mit fein gearbeiteten Fresken, historischen Kunstwerken und kunstvollen Mosaiken. Gleich daneben verstärkt ein Benediktinerkloster die kontemplative Stimmung der Insel.

Von der mittelalterlichen Stadt Orta San Giulio aus erreicht man die Insel bequem mit einer kurzen, aussichtsreichen Bootsfahrt. Am eindrucksvollsten erlebt man sie auf dem „Weg der Stille“, einem ruhigen Wanderweg, der rund um die Insel führt und ungestörte Ausblicke über den See bietet.

Zurück am Festland locken Lokale direkt am Wasser mit typischen Gerichten aus dem Piemont: cremigem Risotto mit Barolo, bagna càuda, einem warmen Dip aus Knoblauch, Sardellen und Olivenöl, sowie regionalen Käsesorten. Dazu werden Weine wie Nebbiolo oder Gattinara ausgeschenkt.

Alberobello in Italien ist berühmt für seine charakteristischen Trulli-Häuser
Alberobello in Italien ist berühmt für seine charakteristischen Trulli-Häuser reisetopia/Unsplash

Alberobello, Italien

In der Mitte der süditalienischen Region Apulien wirkt Alberobello wie eine Kulisse aus einem Fantasy-Film. Der kleine Ort ist berühmt für seine Trulli, weiß getünchte Steinhäuser mit kegelförmigen Dächern, die zum UNESCO-Welterbe gehören und bis heute eine einzigartige Form ländlicher Architektur darstellen

Am besten entdeckt man Alberobello zu Fuß. In den Vierteln Rione Monti und Aia Piccola ziehen sich enge Gassen zwischen Hunderten von Trulli entlang, von denen viele heute Weinbars, kleine Läden oder familiengeführte Restaurants beherbergen.

Zu den Highlights gehören der Trullo Sovrano, der einzige zweistöckige Trullo des Ortes, und die ungewöhnliche Kirche Sant’Antonio, die komplett im traditionellen Trulli-Stil errichtet wurde.

Essen spielt hier eine große Rolle. Auf den Tisch kommen kräftige Portionen Orecchiette, cremige Burrata, focaccia barese und knusprige Taralli, meist begleitet von Weinen aus Apulien.

Meteora in Griechenland
Meteora in Griechenland Photo by Apostolis Michailidis on Unsplash

Meteora, Griechenland

Das UNESCO-Gebiet Meteora erhebt sich spektakulär über die Ebenen Mittelgriechenlands. Berühmt ist es vor allem für seine Klöster, die scheinbar wie von Zauberhand auf hohen, von der Natur geformten Felsen balancieren.

Die Klöster entstanden zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert und gelten bis heute als eines der beeindruckendsten Zentren der orthodoxen Mönchstradition weltweit.

Heute sind noch sechs Klöster bewohnt, darunter Megalo Meteoro und Varlaam. Sie beherbergen Ikonen und Fresken und bieten Panoramablicke über die thessalische Ebene.

Abseits der Klöster ist Meteora ein Paradies für Wanderer. Pfade schlängeln sich zwischen den Felsen und durch Wälder zu versteckten Aussichtspunkten.

Das nahe Städtchen Kalambaka vermittelt einen Eindruck vom traditionellen Leben in den griechischen Bergen. In den Tavernen stehen Klassiker wie Moussaka, Souvlaki, Spetsofai, ein scharfes Wurstgulasch, und in Sirup getränkter Galaktoboureko, mit Pudding gefülltes Gebäck, auf der Karte.

European Best Destinations: Die Top zehn Geheimtipps

  1. Tübingen, Deutschland
  2. Motovun, Istrien, Kroatien
  3. Isola San Giulio, Italien
  4. Alberobello, Italien
  5. Meteora, Griechenland
  6. Fiskardo, Griechenland
  7. Kravice-Wasserfälle, Bosnien-Herzegowina
  8. Monsaraz, Portugal
  9. Lago di Resia, Italien
  10. Pérouges, Frankreich
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