Die Regierung von Giorgia Meloni knüpft die Öffnung des Schengen-Raums an die Lage in Ceuta; Spanien behält eigene Einreiseregeln für Italien-Reisende.
Italien hält die Kontrollen in seinen Häfen und Flughäfen aufrecht für Reisende aus Spanien und hat noch keinen Zeitpunkt für deren Aufhebung beschlossen.
Außenminister Antonio Tajani erklärte am Montag, die Regierung von Giorgia Meloni prüfe die Wiederöffnung des Schengen-Raums.
Tajani verknüpfte die Entscheidung direkt mit der Entwicklung der Migrationskrise in Ceuta, die er als „sehr besorgniserregend“ bezeichnete. Die italienische Regierung zählt Grenzsicherheit und die Prävention von Terrorismus zu ihren wichtigsten Prioritäten.
Die Kontrollen wurden am 31. Juli wieder eingeführt, nach dem massiven irregulären Zustrom von Migranten nach Ceuta. Innenminister Matteo Piantedosi hatte bereits erklärt, die Maßnahme werde vor dem 15. August nicht überprüft und ihre Abschaffung hänge davon ab, dass die Risiken für die Sicherheit Italiens verschwinden.
Spanien hatte seinerseits Rom vergeblich aufgefordert, die Beschränkungen aufzuheben, und reagierte mit eigenen Kontrollen für Reisende aus Italien. Diese Maßnahme gilt bis zum 7. September.