Google Trends: In Großbritannien steigt das Suchinteresse nach „alpine summer“ um 82 Prozent. Reisende buchen für ihre Coolcations in Europa Bergurlaube.
Europa stellt sich auf eine weitere Hitzewelle ein. Reisen in kühlere Regionen gehören deshalb derzeit zu den heißesten Themen der Branche.
Das Magazin Condé Nast Traveller (Quelle auf Englisch) prägte in seinen Prognosen für 2024 den Begriff „Coolcationing“ – Urlaub an kühlen Orten. Der Trend hat sich inzwischen weiterentwickelt. Daraus sind neue Segmente entstanden wie „heat-proof holidays“, „reverse seasonality“ und „climate-smart travel“.
Ein Ableger, der zuletzt besonders gefragt ist, heißt „alpine summer“. Gemeint ist schlicht, die heißen Monate lieber in den Bergen zu verbringen als am Strand.
Laut Daten von Google Trends ist das Suchinteresse an „alpine summer“ im Jahresvergleich um 82 Prozent gestiegen. Viele von Hitzewellen ermüdete Reisende möchten überfüllte Strände gegen mildere Bergluft, aussichtsreiche Wanderwege und erfrischende Badeseen eintauschen.
Der Trend passt zu den Ergebnissen des Frühjahr/Sommer-Berichts 2026 der European Travel Commission (Quelle auf Englisch). Fast 6.000 Befragte stuften „angenehmes, stabiles Wetter“ als zweitwichtigsten Faktor bei der Wahl eines Reiseziels ein (15 Prozent) – direkt hinter „Sicherheit“ (22 Prozent) und vor „guten Angeboten“ (14 Prozent).
Reiseziele tauschen: Kühle Alternativen
Der Bergreise-Spezialist Heidi (Quelle auf Englisch) reagiert auf die steigende Nachfrage und hat sein Angebot an kühleren Wanderregionen verdoppelt. Inzwischen stehen 46 Resorts in Frankreich, Österreich, Italien, Slowenien und Polen zur Auswahl, die Schweiz und Andorra sind erstmals dabei.
„Hochgelegene Bergorte bekommen zwar auch Sommersonne, bleiben aber deutlich kühler als die Strandhotspots am Mittelmeer und bieten eine erfrischende Auszeit“, sagt Marcus Blunt, Mitgründer von Heidi. „Man kann dort wandern, hike, schwimmen und die Umgebung erkunden, ohne unter drückender Hitze zu leiden.“
Wer in diesem Sommer die Hitze gegen eine alpine Coolcation eintauschen möchte, findet hier die Empfehlungen des Reiseanbieters …
Tauschen Sie Spaniens Costa del Sol gegen Arinsal in den Pyrenäen, Andorra: „Entfliehen Sie den Sommerhöchstwerten von über 30 Grad im Süden Spaniens und gönnen Sie sich eine entspannte Bergpause in Arinsal. Der Ort liegt auf 1.550 Metern in den Pyrenäen. Dort herrschen milde Temperaturen in den niedrigen 20 Grad – ideal, um den Naturpark Comapedrosa zu erkunden.“
Tauschen Sie die Amalfiküste gegen Selva di Val Gardena in den Dolomiten, Italien: „Die Dolomiten erleben gerade einen Sommerboom und werden schnell zur Wahl für alle, die die Hitze von 29 bis 30 Grad in Süditalien vermeiden möchten. Fahren Sie höher hinauf nach Selva di Val Gardena auf 1.563 Metern. Dort liegen die Temperaturen zwischen 18 und 21 Grad und es wartet ein beeindruckender alpiner Spielplatz für Wanderer, Bergsteiger und Genießer.“
Tauschen Sie Vasiliki in Griechenland gegen Pertisau am Achensee, Österreich: „Sie lieben Wassersport? Dann werden Sie Pertisau lieben. Anders als im griechischen Wassersport-Hotspot mit Sommerspitzen von über 30 Grad bleiben die Temperaturen in Pertisau meist in den niedrigen bis mittleren 20 Grad. Der klare See zählt zu den besten Orten Österreichs für Segeln, Windsurfen, Kajakfahren und Stand-up-Paddling.“