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Gemini greift Eurostar an: neue Zugverbindung London–Köln ab 2030

Neue Direktzüge London–Köln verkürzen die Fahrzeit um bis zu zwei Stunden.
Die neuen Direktzüge zwischen London und Köln verkürzen die Reisezeit um bis zu zwei Stunden. Copyright  Eric Weber
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Von Rebecca Ann Hughes
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Neue Direktzüge zwischen London und Köln verkürzen die Fahrtzeit deutlich: Reisende sparen bis zu zwei Stunden im Vergleich zur bisherigen Verbindung.

Gemini Trains plant ab 2030 Zugverbindungen zwischen London und Köln.

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Das britische Start-up, das von einem staatlichen Fonds aus dem Nahen Osten unterstützt wird, will das Monopol von Eurostar auf den Bahnverkehr durch den Ärmelkanal brechen.

Gemini Trains will außerdem Züge nach Paris und Brüssel anbieten, mit Zwischenstopps in Disneyland und am Flughafen Charles-de-Gaulle. Später sollen Verbindungen nach Frankfurt und Düsseldorf folgen.

Die Fahrt von London nach Köln soll rund vier Stunden dauern. Derzeit braucht man dafür bis zu sechs Stunden und mindestens einen Umstieg.

Statt am Bahnhof St Pancras, der schon jetzt mit dem hohen Passagieraufkommen kämpft, will Gemini Trains Stratford International zu seinem Londoner Hauptknoten machen.

Die Züge sollen zudem in Ebbsfleet International und Ashford International im Vereinigten Königreich halten, wo Eurostar zuletzt 2020 Station machte.

Das Start-up will acht elektrische Züge leasen, jeweils mit Platz für mehr als 550 Fahrgäste. Ab 2030 sind zunächst rund elf Fahrten pro Tag geplant.

Eurostar fährt derzeit etwa 26-mal täglich ab London, doch Gemini Trains spricht von einer "schnellen Expansion", sobald die eigene Flotte im Einsatz ist.

Die Tickets sollen dynamisch bepreist werden. Einfache Einstiegstarife nach Paris sollen bei etwa 59 Pfund, also rund 69 Euro, beginnen.

Die Standardklasse soll laut dem Magazin "Business Matters" mit bequemeren Sitzen, gutem WLAN und Lichtakzenten ausgestattet werden. In der Businessklasse sind zusätzlich Mahlzeiten und Trennwände für mehr Privatsphäre vorgesehen.

Neue Bahnunternehmen: Eurostar bekommt Konkurrenz

Adrian Quine, der Chef von Gemini Trains, beschreibt das Unternehmen als "Disruptor, der den Status quo ständig infrage stellt".

"Wir werden den Markt aufmischen, indem wir neue Strecken, neue Bahnhöfe, neue Züge und neue Innenausstattungen anbieten, günstigere Tickets einführen und die Menschen dazu bewegen, vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen", ergänzt er.

Eurostar ist seit mehr als 30 Jahren der einzige Passagierzug im Kanaltunnel, nutzt derzeit aber nur rund 50 Prozent der verfügbaren Trassen.

Jetzt ist Gemini nicht das einzige Bahnunternehmen, das in den Markt drängt. Virgin Trains will 2030 starten, zunächst mit Verbindungen von London St Pancras nach Paris, Brüssel und Amsterdam. Langfristig sind weitere Linien nach Frankreich, Deutschland und in die Schweiz geplant.

Auch Italiens Staatsbahn Trenitalia und das spanische Start-up Evolyn wollen auf der Strecke London–Paris verkehren.

Eurostar will sich aber nicht auf seinem Erfolg ausruhen. Der Betreiber plant, die britische Hauptstadt Anfang der 2030er Jahre in Kooperation mit der Deutschen Bahn direkt mit Städten in Deutschland zu verbinden.

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