Ein junger E-Scooter-Fahrer umfuhr in Polen trotz Rotlicht die geschlossenen Schranken eines Bahnübergangs und kam erst im letzten Moment vor einem heranfahrenden Zug zum Stehen. Die Bahn warnt: "Gegen den Zug hat niemand eine Chance."
Der Vorfall ereignete sich in Boża Wola in der polnischen Provinz Masowien. Dort verläuft der Abschnitt der Bahnstrecke zwischen Sochaczew und Błonie.
"Ein junger Mann auf einem E-Scooter hat das rote Licht ignoriert und die geschlossenen Halbschranken umfahren. Er raste direkt vor den heranfahrenden Zug. Er blieb buchstäblich im letzten Moment stehen", schrieben die Eisenbahner auf X und veröffentlichten ein Video des Vorfalls.
"Diesmal hatte er mehr Glück als Verstand, es blieb nur beim erhöhten Puls. Ein etwas stärkerer Luftzug des vorbeifahrenden Zuges oder der Kontakt mit einem herausragenden Teil hätten für eine Tragödie gereicht", warnten sie.
Dem Datum auf der Aufnahme zufolge geschah der Vorfall am 26. Juni dieses Jahres. Der Zug im Video gehört zu Poles öffentlichem Eisenbahnunternehmen "Koleje Mazowieckie".
Gegen den Zug hat niemand eine Chance
"An Bahnübergängen ist kein Platz für Eile oder Risiko", heißt es in dem Beitrag.
Rotes Licht und geschlossene Schranken am Bahnübergang bedeuten: anhalten. "Diese Regeln gelten für alle: Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und Menschen auf E-Scootern."
"Wir erinnern noch einmal daran: Ein Zug kann nicht auf der Stelle stehen bleiben. Der Bremsweg eines fahrenden Zuges kann bis zu einem Kilometer betragen", heißt es weiter.
Den Bahnübergang darf man erst überqueren, wenn die roten Lichter erloschen sind und die Schranken wieder oben sind. Die große Mehrheit der Bahnübergänge in Polen ist gesichert, dort gibt es ein Schrankensystem.
"Teste nicht, ob du es noch schaffst. Halte an und warte geduldig. Jung zu sein heißt nicht, unsterblich zu sein. Gegen den Zug hat niemand eine Chance", warnen die Eisenbahner.