Air France erklärt, man verfolge die Lage in Echtzeit. Auch KLM, British Airways, Aegean und Singapore Airlines haben ihre Nahost-Flüge zuletzt aktualisiert.
Air France hat bestätigt, dass sie Flüge nach Riad, Dubai und Beirut aussetzt. Grund ist die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten.
In einer auf ihrer Website am 20. Juli veröffentlichten Mitteilung (Quelle auf Englisch) erklärt die Airline, sie verfolge die Lage im Nah- und Mittleren Osten in Echtzeit. Die Strecken sind demnach ausgesetzt, weil Einschränkungen bestimmte Lufträume betreffen könnten.
Die Fluggesellschaft setzt derzeit Flüge von und nach Riad in Saudi-Arabien bis einschließlich 24. Juli aus. Verbindungen von und nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten ruhen bis 27. Juli. Die Aussetzung der Flüge von und nach Libanons Hauptstadt Beirut gilt nun bis einschließlich zweiten August.
„Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs hängt weiterhin von der Bewertung der Sicherheitslage vor Ort ab, die sehr dynamisch ist“, teilte Air France mit.
„Das Unternehmen beobachtet die sich verändernde geopolitische Lage in den Regionen, die von seinen Flugzeugen angeflogen oder überflogen werden, fortlaufend, um größtmögliche Flug- und Betriebssicherheit zu gewährleisten.“
Welche anderen Airlines Flüge streichen oder aussetzen?
In ihrem jüngsten Conflict Zone Information Bulletin (CZIB) vom 14. Juli empfiehlt die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA (Quelle auf Englisch)) den Airlines, den Luftraum von Katar, Bahrain, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie den Golf von Oman zu meiden. Die Empfehlung gilt bis 29. Juli.
Wie bereits auf Euronews Travel berichtet, planen viele Fluggesellschaften ihre Rückkehr in die Region für Ende Oktober. Mehrere Anbieter wollen ihren Verkehr rund um den 24. oder 25. Oktober wieder aufnehmen, zum Start des Winterflugplans der nördlichen Hemisphäre.
KLM hat ihren Flugplan angepasst und erklärt, man verfolge die Entwicklungen im Nahen Osten genau. Derzeit umfliegt KLM den Luftraum von Iran, Irak und Israel sowie mehreren Staaten am Golf. Flüge von und nach Dammam und Riad in Saudi-Arabien sind bis einschließlich 23. August gestrichen, ebenso die Verbindungen von und nach Dubai. KLM teilte außerdem mit, dass einige Flüge von, nach oder über Beirut bis 16. August beeinträchtigt sein können.
Griechenlands größte Fluggesellschaft Aegean Airlines hat Flüge nach Dubai bis 31. August und Flüge nach Erbil und Bagdad bis 30. September gestrichen.
Singapore Airlines hatte Flüge nach Dubai zunächst bis zweiten August ausgesetzt und diese Sperre nun bis 24. Oktober verlängert. Die Günstigtochter Scoot aus Singapur bestätigte zudem, dass Flüge von und nach Dschidda in Saudi-Arabien bis achten August entfallen.
Philippine Airlines hat Flüge zwischen Manila und Doha am ersten Juli wieder aufgenommen, doch die Verbindungen zwischen Manila und Dubai bleiben bis zweiten Oktober ausgesetzt.
British Airways verschiebt die Wiederaufnahme mehrerer Nahost-Strecken. Flüge nach Dubai, Tel Aviv, Bahrain und Amman bleiben bis 25. Oktober gestrichen. Verbindungen nach Doha sollen am ersten August und nach Riad am achten August wieder starten.
Air Canada lässt Flüge von und nach Dubai und Tel Aviv bis einschließlich 24. Oktober ausfallen.
Passagierflüge von Cathay Pacific nach Dubai starten wieder am 25. Oktober, nach Riad am 26. Oktober. Zuvor war ein Neustart für den ersten September geplant.
Die lettische Nationalgesellschaft airBaltic hat Flüge nach Dubai bis 24. Oktober gestrichen.
Die Lufthansa Group bedient den Nahen Osten weiterhin mit einem reduzierten Streckennetz. SWISS verschiebt die Wiederaufnahme der Flüge nach Tel Aviv auf August, während Brussels Airlines seine Tel-Aviv-Verbindungen bis 24. Oktober aussetzt. Flüge von Lufthansa und SWISS nach Dubai bleiben bis 13. September gestrichen. Konzernweit ruhen die Verbindungen nach Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Erbil, Maskat, Riad und Teheran bis 24. Oktober.