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Tipps für Reisen ins Ausland mit kleinen Kindern

Ein Kind beobachtet ein Flugzeug am Flughafen Jorge Newbery in Buenos Aires.
Ein Kind beobachtet ein Flugzeug am Flughafen Jorge Newbery in Buenos Aires. Copyright  AP Photo/Natacha Pisarenko, File
Copyright AP Photo/Natacha Pisarenko, File
Von Dianne Apen-Sadler mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Hotel kindersicher machen, Spiele für den Flug planen: Diese Punkte sollten Eltern vor der nächsten Reise bedenken.

Reisen mit Babys und Kleinkindern kann Eltern einschüchtern. Fragen zu Flugreisen, Packliste und Sicherheit schieben sich schnell in den Vordergrund, vor allem bei Langstreckenflügen und Auslandsreisen.

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„Reisen mit Kindern ist eine komplett neue Welt“, sagte Dr. Shannon Thompson, Kinderärztin an der Cleveland Clinic Children's. Sie riet dazu, den Nachwuchs „auf der Reise so gut es geht zu genießen“.

Hier sind einige Tipps, wie Eltern mit kleinen Kindern sicher unterwegs sind – und dabei gemeinsam Spaß haben.

Vor der Buchung: Baby-Ausstattung prüfen

Bevor Sie sich für eine Unterkunft entscheiden, überlegen Sie, wie Sie sie babysicher machen können.

Prüfen Sie, ob es für Gäste Reisebetten, Kinderbetten oder Hochstühle gibt. Bleiben Sie in einer Unterkunft mit Treppen, Balkon oder Pool, fragen Sie nach Treppengittern. Falls es keine gibt, informieren Sie sich, ob Sie in der Nähe welche mieten können, oder nehmen Sie klappbare, reisefreundliche Netztore mit.

Pakken Sie Steckdosensicherungen ein und Feuchttücher, um verschmutzte Flächen zu reinigen, die Ihr Kind anfassen könnte.

Auch im Urlaub bleibt sicheres Schlafen für Babys wichtig. Laut der American Academy of Pediatrics sollen Kinder unter einem Jahr auf dem Rücken auf einer flachen, festen Unterlage schlafen, etwa auf einer Matratze in einer Wiege, einem Kinderbett oder Reisebett – mit nichts weiter als einem Spannbettlaken.

Die Organisation empfiehlt außerdem, dass Babys mindestens in den ersten sechs Monaten im Zimmer der Eltern schlafen, aber nicht im Elternbett.

Überlegen Sie auch, wie Sie Ihre Unterkunft erreichen. Fliegen Sie an und mieten dann ein Auto oder nehmen ein Taxi? Nutzen Sie den öffentlichen Nahverkehr vom Flughafen aus? Werden Sie vor Ort eher fahren oder viel zu Fuß unterwegs sein?

Diese Fragen helfen Eltern zu entscheiden, ob sie Kinderwagen und Autositz mitnehmen – beides können Sie beim Fliegen kostenlos direkt am Gate abgeben – oder ob sie sich auf Tragetuch oder Babytrage verlassen.

Im Flugzeug: Snacks und Wickeln einplanen

„Fliegen mit Kindern gehört zu den Dingen, die vielen erst einmal Angst machen“, sagte Thompson. „Am wichtigsten bleiben immer die Sicherheit und natürlich der Komfort Ihres Kindes.“

Kinder unter zwei Jahren dürfen zwar auf dem Schoß der Eltern mitfliegen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA (Quelle auf Englisch) empfiehlt jedoch, sie in einem eigenen Sicherheitsrückhaltesystem zu sichern, etwa in einem für Flugzeuge zugelassenen Autositz. Dafür brauchen Sie einen eigenen Sitzplatz für Ihr Kind.

Bei Langstrecken- oder internationalen Flügen lohnt es sich, bei der Airline nachzufragen, ob es Babybettchen an Bord gibt.

Babynahrung wie Milchnahrung, Quetschbeutel mit Brei oder Muttermilch fällt bei der Sicherheitskontrolle nicht unter die 100-Milliliter-Regel, solange sie für die Nutzung während der Reise bestimmt ist. Übermäßige Mengen dürfen Sie daher nicht mitnehmen, und das Personal kann Sie bitten, die Echtheit der Flüssigkeiten nachzuweisen.

Neben Snacks gehören Windeln, Feuchttücher, eine tragbare Wickelunterlage und wiederverschließbare Beutel zur Entsorgung ins Handgepäck. Packen Sie außerdem zusätzliche Kleidung ein, um Schichten an- oder auszuziehen – oder zum Wechseln, falls etwas daneben geht.

Schlucken und Kauen hilft beim Druckausgleich in den Ohren. Stillen, eine Flasche oder ein Schnuller können für Babys beim Start und bei der Landung den Druckschmerz lindern.

Sprechen Sie vorab mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt, wenn Ihr Kind zu Ohrenentzündungen neigt. Vor Auslandsreisen sollten Sie zudem nachfragen, welche Impfungen empfehlenswert sind.

Kinder vor, während und nach dem Flug beschäftigen

Für Flüge mit kleinen Kindern empfiehlt Christy Slavik, Inhaberin der Reiseagentur Mom Approved Travel, „kleine Überraschungen einzuplanen, mit denen Sie sie ablenken können“ – etwa haftende Unterlagen für Knetmasse in Reisegröße, Spielzeuge mit Saugnapf und andere Spiele, die wenig Platz brauchen und leicht sind.

Denken Sie am Reiseziel beim Sightseeing darüber nach, wie Sie Aktivitäten spielerischer und interaktiver gestalten. In Kunstmuseen können Sie zum Beispiel Notizbücher mitnehmen, in die Kinder zeichnen, oder sie nach Tieren in den Gemälden suchen lassen, sagte Slavik.

„Kinder brauchen eine Aufgabe. Sie brauchen Spiele“, sagte sie. „Auf Reisen muss man manchmal kreativ werden.“

Auch die Begegnung mit anderen Kulturen, Speisen und Sprachen macht vielen Kindern Spaß. Manche wählen gern selbst Snacks auf Märkten aus oder lernen fremdsprachige Wörter für ihre Lieblingsgerichte und -aktivitäten.

Es gibt viele familienfreundliche Unterkünfte mit Angeboten wie Pools oder Spielzimmern. Wer mit kleinem Budget ins Ausland reist, findet in vielen Hostels private Familienzimmer, sodass keine Schlafsäle mit Etagenbetten geteilt werden müssen. Hotels und Hostels bieten zudem die Chance, andere Reisende kennenzulernen – darunter Kinder, die schnell zu Spielkameraden werden.

Reisen mit Großfamilie: Vorteile für alle

Ein Kernziel von Slaviks Reiseagentur liegt darin, Müttern den Urlaub wirklich zu ermöglichen – trotz des Stresses durch Planung und Anreise – und ihnen Zeit zur Entspannung zu verschaffen.

Eine Möglichkeit für Eltern, sich zwischendurch eine Pause zu gönnen, besteht darin, Reisen mit Großeltern zu planen oder andere Familienmitglieder mitzunehmen.

So verteilt sich die Kinderbetreuung, und Angehörige gewinnen gleichzeitig wertvolle Zeit, in der sie sich ihren Enkeln oder Nichten und Neffen ganz widmen können. Achten Sie aber darauf, dass auch Großeltern genug Ruhepausen haben und sich nicht überanstrengen, sagte Slavik.

„Wenn Sie Großeltern mit in den Urlaub nehmen, schenken Sie ihnen die Chance, diese besonderen Momente gemeinsam zu erleben“, sagte sie.

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