In der Region Lissabon - in Vila Franca de Xira - kam ein Mann ums Leben, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Die Bewohner von Leiria wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben, denn Straßen sind "unpassierbar".
Das Sturmtief Kristin bringt Portugal an diesem Mittwoch Regenmassen, starken Schneefall und extreme Winde. Mindestens ein Mann kam ums Leben, nachdem sein Auto in Vila Franca de Xira in der Region Lissabon von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. CNN Portugal berichtet, dass sich der Unfall auf der EN1 am Mittwoch um 4.48 Uhr ereignete.
Portugals Behörde für Notfälle und Katastrophenschutz (ANEPC) teilte der Agentur Lusa mit, dass der Katastrophenschutz zwischen 00:00 und 06:00 Uhr zu 655 Einsätzen gerufen wurde.
Die am stärksten betroffenen Regionen sind der Großraum Lissabon, der Westen Portugals, die Halbinsel Setúbal, die Gebiete entlang des Tejo und die Region Leiria.
Eine Quelle der Feuerwehr von Lissabon zählte zwischen 03:00 und 05:00 Uhr 37 umgestürzte Bäume im Großraum Lissabon, zwei davon auf der Hauptverkehrsader Segunda Circular.
Katastrophenschutz bittet Einwohner von Leiria, zu Hause zu bleiben
Der Kommandeur des Katastrophenschutzes für die Region Leiria im Zentrum des Landes hat die Bevölkerung aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen, insbesondere im Stadtgebiet von Leiria, da die Straßen "praktisch alle unpassierbar" sind.
"Die Straßen sind praktisch unpassierbar, daher müssen noch viele Bäume gefällt und Straßen gereinigt werden, und nur das Nötigste und Dringlichste sollte mit dem Auto erledigt werden", sagte Kommandeur Carlos Guera.
"Explosive Zyklogenese"
Nach Angaben der Meteorologen des IPMA hat sich das Wetter in der Nacht auf Mittwoch immer weiter verschlechtert, und es werden sehr starke Winde mit Böen von bis zu 140 Kilometern pro Stunde vorhergesagt.
Für Porto, Aveiro und Coimbra galt zwischen 03:00 und 06:00 Uhr eine Warnung der Stufe Rot, da sogar Windböen von 160 Stundenkilometern erwartet wurden - ein Phänomen, das als "explosive Zyklogenese" bezeichnet wird.
Für die Bezirke Faro, Porto, Setúbal, Viana do Castelo, Lissabon, Leiria, Beja, Aveiro, Coimbra und Braga gilt am Mittwoch zwischen 03:00 und 21:00 Uhr aufgrund von Seeturbulenzen Alarmstufe Orange.
Für Bragança, Viseu, Porto, Guarda, Vila Real, Viana do Castelo, Braga und Castelo Branco gibt es seit schon Dienstag 12 Uhr eine orangefarbene Warnung. Für Aveiro gilt wegen starken Schneefalls oberhalb von 800 Metern eine gelbe Warnung.
Nach Angaben des Portugiesischen Instituts für Meer und Atmosphäre (IPMA) könnte die meteorologische Situation zu "Überschwemmungen in städtischen Gebieten" und "möglichen Unfällen an der Küste aufgrund von Seeturbulenzen" führen. An der Westküste wurde mit einer Wellenhöhe von 7 Metern gerechnet, die Wellen könnten jedoch auch etwa 14 Meter hoch sein.