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"Krank und unheilvoll": Trump über iranisches Regime

Präsident Donald Trump spricht vor einer Medal of Honor-Zeremonie im East Room des Weißen Hauses, 2. März 2026
Präsident Donald Trump spricht vor einer Medal of Honor-Zeremonie im East Room des Weißen Hauses, 2. März 2026 Copyright  AP Photo/Mohsen Ganji
Copyright AP Photo/Mohsen Ganji
Von Johanna Urbancik
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US-Präsident Donald Trump hat sich erstmals seit Beginn des Krieges in einer Ansprache geäußert. Zuvor sagte er einem US-Journalisten, eine "noch größere Angriffswelle" gegen den Iran stehe bevor.

US-Präsident Donald Trump hat ein Update zur Militäroperation "Epic Fury" gegen den Iran gegeben. Zu Beginn seiner Erklärung sagte er, Washington habe Teheran zuvor gewarnt, keinen Versuch zu unternehmen, sein Atomprogramm wieder aufzubauen.

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Zuvor hatte er erklärt, dass das US-Militär dem Iran bereits "schwer zusetzt", eine noch größere Angriffswelle jedoch noch bevorstehe. In einem rund neunminütigen Telefoninterview mit Jake Tapper vom US-Sender CNN sagte Trump, die Angriffe liefen gut. Gleichzeitig warnte er, die "große Welle" der Offensive habe noch nicht begonnen.

Am Wochenende verkündete Trump, dass die Operationen "noch mehrere Wochen" andauern könnten. Bei einer Pressekonferenz sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zudem, dass sich momentan keine US-Streitkräfte im Iran befänden. Hegseth schloss jedoch die Möglichkeit von Bodentruppen in der Zukunft nicht aus und ergänzte, dass er nicht verkünden würde, was die USA tun oder nicht tun würde.

Unterdessen erklärte der iranische Außenminister, dass die Militäreinheiten unabhängig von der Zentralregierung handelten und vorab vereinbarte Anweisungen befolgten.

Die neuesten Entwicklungen finden Sie in unserem Live-Blog.

Live beendet

Live: Trump äußert sich zum Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump wird sich erstmals seit Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran äußern. Verfolgen Sie die Ansprache Live:

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Trump: Iranisches Regime ist "krank und unheilvoll"

US-Präsident Donald Trump hat ein Update zur Militäroperation "Epic Fury" gegen den Iran gegeben. Zu Beginn seiner Erklärung sagte er, Washington habe Teheran zuvor gewarnt, keinen Versuch zu unternehmen, sein Atomprogramm wieder aufzubauen.

Das US-Militär setze seine Einsätze gegen den Iran fort, nachdem bereits die Operation "Midnight Hammer" gestartet worden sei. Laut Trump habe der Iran die Warnungen ignoriert und sein ballistisches Raketenprogramm weiter ausgebaut, wodurch sowohl regionale als auch US-Stützpunkte in Gefahr geraten seien.

Präsident Donald Trump steht während eines Gebets vor einer Ehrenmedaillen-Zeremonie im East Room des Weißen Hauses am Montag, dem 2. März 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)

Ein iranisches Regime mit Atomwaffen und ballistischen Raketen stelle eine Bedrohung für die Region, die Vereinigten Staaten und auch für die eigene Bevölkerung dar, sagte Trump. Einen solchen Zustand werde Washington nicht akzeptieren. Die USA würden einen möglichen Krieg gegen den Iran "leicht gewinnen", erklärte der Präsident. Trump warf Teheran zudem vor, die USA seit Jahrzehnten anzugreifen. Viele amerikanische Soldaten hätten Gliedmaßen verloren – vermutlich durch iranische Bomben oder Angriffe, so Trump.

Das iranische Regime bezeichnete er als "krank und unheilvoll".

Als Ziele der Operation nannte Trump mehrere Punkte:

  • erstens die Zerstörung der iranischen Raketenfähigkeiten
  • zweitens die Vernichtung der iranischen Marine – nach seinen Angaben seien bereits zehn Schiffe zerstört worden
  • drittens sicherzustellen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erhält
  • und schließlich zu verhindern, dass das Regime Terrororganisationen in der Region finanziert oder unterstützt.

Zugleich gedachte Trump vier US-Soldaten, die bei Einsätzen getötet wurden. Die USA verfügten über das stärkste Militär der Welt und lägen mit ihrer Operation bereits vor dem ursprünglichen Zeitplan. Eigentlich habe man mit vier bis fünf Wochen gerechnet, sagte Trump.

Die militärische Führung des Gegners sei jedoch bereits nach etwa einer Stunde ausgeschaltet worden. Am Ende seiner Ausführungen dankte der Präsident den amerikanischen Soldatinnen und Soldaten.

Anschließend wechselte Trump überraschend das Thema und sprach über Umbauarbeiten im Weißen Haus, darunter neue Vorhänge und einen geplanten Ballsaal. Auch über Bauarbeiten am frühen Morgen scherzte er.

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Die Menschen im Iran sind bereit für Freiheit und Demokratie, doch das Regime ist noch nicht besiegt

Nach dem Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei scheint der Sturz des Regimes zum ersten Mal seit 47 Jahren eine realistische Option zu sein. Doch das Regime verfügt weiterhin über das Gewaltmonopol. Es sind historische Zeiten für die Menschen im Iran, schreibt die deutsch-iranische Journalistin Gilda Sahebi in einem Gastbeitrag für Euronews.

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Mehrere Golfstaaten haben Kyjiw offenbar nach Drohnenabwehr-Hilfe gefragt

Mehrere Golfstaaten haben offenbar die Ukraine um Hilfe bei der Abwehr iranischer Drohnen gebeten.

Die Ukraine gilt wegen ihrer Erfahrungen im Krieg gegen Russland als besonders kompetent im Umgang mit iranischen Drohnen. Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland allein im vergangenen Winter Tausende solcher Drohnen eingesetzt.

Eine ausgestellte russische Drohne vom Typ "Geran-2". (AP Photo/Sergei Grits)

Kyjiw setzt dagegen auf eine Mischung aus Abwehrraketen, Maschinengewehren, Abfangdrohnen und elektronischer Störung. Selenskyj erklärte, die Erfahrungen der Ukraine im Verteidigungsbereich seien "in vielerlei Hinsicht unersetzlich" und man sei bereit, sie mit Partnern zu teilen.

Ob und in welchem Umfang die Golfstaaten tatsächlich Unterstützung erhalten, ist jedoch noch unklar.

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"Große Welle" steht noch bevor: Trump telefoniert mit US-Journalisten

Trump hat erklärt, dass das US-Militär dem Iran bereits "schwer zusetzt", eine noch größere Angriffswelle jedoch noch bevorstehe. In einem rund neunminütigen Telefoninterview mit Jake Tapper vom US-Sender CNN sagte Trump, die Angriffe liefen gut. Gleichzeitig warnte er, die "große Welle" der Offensive habe noch nicht begonnen.

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UK-Premier Starmer rechtfertigt Nutzung britischer Basen durch die USA

Der britische Premierminister Keir Starmer hat dem Iran vorgeworfen, den Konflikt im Nahen Osten massiv ausgeweitet zu haben. Teheran habe Hunderte Raketen und Tausende Drohnen auf Länder in der Region abgefeuert, die den Iran zuvor nicht angegriffen hätten, sagte Starmer im britischen Parlament.

In der Nacht habe zudem die Hisbollah Israel angegriffen und damit versucht, den Krieg weiter zu eskalieren.

Nach Angaben des Premierministers halten sich derzeit rund 300.000 britische Staatsbürger in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. Zum Schutz britischer Interessen habe Großbritannien Kampfflugzeuge in die Luft geschickt, darunter Typhoon-Jets und F-35. Diese hätten bereits mehrere iranische Angriffe abgefangen, darunter auch eine Drohne, die auf einen Militärstützpunkt im Irak zugeflogen sei.

Der britische Premierminister Keir Starmer gibt eine Erklärung zu den jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten in der Downing Street 10 in London ab, Samstag, 28. Februar 2026. (Jonathan Brady/Pool via AP)

Gleichzeitig räumte Starmer ein, dass es unmöglich sei, jede einzelne Rakete oder Drohne abzufangen. Die Bedrohung lasse sich letztlich nur an ihrem Ursprung stoppen. Die USA hätten London deshalb gebeten, britische Militärbasen für entsprechende Einsätze zu nutzen. Die Regierung habe dieser Bitte zugestimmt. Starmer betonte jedoch, dass die Nutzung der Stützpunkte auf vereinbarte defensive Maßnahmen begrenzt sei.

Großbritannien beteilige sich nicht an der gemeinsamen Militäroperation der USA und Israels. Der Premierminister erklärte außerdem, er stehe in engem Kontakt mit Emmanuel Macron und Friedrich Merz sowie mit Partnern in der Golfregion, die über die iranischen Angriffe empört seien und Großbritannien um Unterstützung gebeten hätten. Deutschland und Frankreich hätten Starmer zufolge "ähnliche Unterstützung" an die Golf-Partner zugesagt.

Zugleich warnte Starmer, selbst ein möglicher Tod des iranischen Obersten Führers würde das Verhalten Teherans nicht automatisch ändern. Das Regime könnte seiner Einschätzung nach sogar noch rücksichtsloser handeln und zivile Opfer stärker in Kauf nehmen.

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Wird die Bundeswehr im Krieg gegen den Iran eingesetzt?

Die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens verkündeten, dass falls nötig, auch militärische Abwehrmaßnahmen unterstützt werden könnten, um Irans Raketen- und Drohnenangriffe zu stoppen.

Die Bundeswehr wird sich jedoch nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen, wie Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bestätigte. Im Interview mit dem Deutschlandfunk betonte er, Deutschland verfüge weder über geeignete Stützpunkte in der Region noch über die "entsprechenden militärischen Mittel".

Wadephul räumte jedoch ein, dass sich Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr "defensiv" verteidigen würden, sollten sie angegriffen werden. "Weitere Maßnahmen darüber hinaus wird es aus bundesdeutscher Sicht nicht geben", so der Außenminister.

Bundeswehr bestätigt Angriffe auf Stützpunkte

Wie das Operative Führungskommando der Bundeswehr mitteilte, kam es am vergangenen Wochenende zu Angriffen auf die multinational genutzten Stützpunkte in Erbil im Irak und Al Azraq in Jordanien. "An beiden Standorten wurden Luftverteidigungsmaßnahmen durchgeführt", heißt es in der Mitteilung.

Die deutschen Soldatinnen und Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten und seien "wohlauf". Bereits im Februar hatte die Bundeswehr ihre Truppenstärke im Irak deutlich reduziert und Soldaten vom Standort Erbil im Norden des Landes nach Jordanien verlegt. Hintergrund war die anhaltend angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran.

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Hegseth: "Nation-Building" nicht Ziel der Angriffe

Vor kurzem haben der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, Dan Caine, und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine Pressekonferenz abgehalten. Caine verkündete, dass die USA zusätzliche Kräfte in den Nahen Osten verlegen, um ihre Militäraktion gegen den Iran zu unterstützen.

Hegseth begründete die Angriffe auf den Iran damit, dass Teheran weiterhin Ambitionen habe, Atomwaffen zu entwickeln. Zudem habe die iranische Führung kein echtes Interesse an einem "friedlichen und vernünftigen Abkommen" gezeigt.

AP Photo/Mark Schiefelbein

Nach Angaben Hegseths habe der Iran nicht ernsthaft verhandelt, sondern Zeit gewonnen, um seine Raketenarsenale wieder aufzufüllen und sein Atomprogramm neu voranzutreiben. Ziel sei gewesen, die USA unter Druck zu setzen und mit Angriffen auf amerikanische Truppen zu drohen.

"Wir kämpfen, um zu gewinnen – und wir verschwenden weder Zeit noch Menschenleben. Der Krieg ist die Hölle und wird es immer bleiben. Eine dankbare Nation wird die vier gefallenen Soldaten ehren und sich um die Verwundeten kümmern", so Hegseth bei der Pressekonferenz.

Bislang hat das US-Zentralkommando den Tod von vier US-amerikanischen Soldaten verkündet.

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Regierung will Deutsche aus der Region zurückholen: Was ist bereits bekannt?

Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte vor kurzem an, Deutsche aus der Region zurückholen zu wollen. Dafür sollen Krisenteams unter anderem nach Oman und Doha geschickt werden.

Geplant sind zunächst gecharterte zivile Flüge, die vom Staat bezahlt werden und vor allem vulnerable Gruppen wie Kinder, Kranke und Schwangere ausfliegen sollen. Wann die Maschinen starten, ist allerdings noch unklar. Laut Wadephul werde derzeit alles vorbereitet, zunächst sei eine Maschine pro Zielort vorgesehen.

Nach den jüngsten Angriffen nehmen auch einige Fluggesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten ihren Betrieb vorsichtig wieder auf. Erste Maschinen von Etihad sind bereits gestartet, unter anderem nach Europa und Asien. Auch Emirates und Flydubai planen, schrittweise wieder Flüge anzubieten – zunächst jedoch nur in begrenztem Umfang und unter strengen Sicherheitsauflagen, berichtet das Wall Street Journal.

Die EU-Flugsicherheitsagentur warnt jedoch, dass große Teile des Luftraums in der Region mindestens bis zum 6. März gefährlich bleiben könnten. Auch europäische Airlines haben Flüge gestrichen.

ELEFAND: Das sollten Deutsche in Nahost jetzt sofort tun

Iranische Angriffe gegen Israel und die Länder der Golfregion dauern an. Deshalb werden Einwohner und Besucher des Nahen Ostens dringend gebeten, sich zu regis…

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US-Präsident Trump soll in der nächsten Stunde sprechen

US-Medien zufolge soll US-Präsident Donald Trump sich in der nächsten Stunde zur Lage im Iran äußern.

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Guten Nachmittag aus Berlin! Die amerikanisch-israelische Operation gegen den Iran geht nun in den dritten Tag.

Bislang hat sich der Krieg auf die Region ausgeweitet: Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen vom Samstag hat der Iran Gegenangriffe gestartet. Ziel sollen amerikanische Standorte in der Region gewesen sein. Angegriffen wurden stattdessen Touristen-Hotspots, darunter Dubai und Abu Dhabi.

Zudem wurde am Montagmorgen die saudi-arabische Raffinerie Ras Tanura von iranischen Drohnen angegriffen, die nach Angaben der Behörden ein Feuer in dem Komplex auslösten.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat vor wenigen Stunden ein Statement abgegeben, in dem er erklärt, dass die USA momentan keine Bodentruppen im Iran hätten, jedoch für die Zukunft "nichts ausschließen" würden.

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