Ein US-Angriff auf den Iran könnte dieses Wochenende durchgeführt werden, heißt es. Die deutschen Streitkräfte haben zur Sicherheit Soldaten und Soldatinnen aus dem Irak ausgeflogen.
Die Bundeswehr hat ihre Truppenstärke im Irak deutlich reduziert. Wie der Spiegel berichtet, wurden am 18. Februar erneut eine niedrige zweistellige Zahl deutscher Soldaten vom Standort Erbil im Norden des Irak nach Jordanien verlegt. Grund soll die anhaltend angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran sein.
Der Schwerpunkt des deutschen Einsatzes liegt bislang im nordirakischen Erbil. In Bagdad ist lediglich ein kleiner Kreis an Beratern stationiert. Berichten zufolge wurde bereits zu Jahresbeginn die Truppenstärke "vorsorglich" verringert worden. Teheran hatte in der Vergangenheit wiederholt versucht, amerikanische Einheiten im Nordirak mit Raketenangriffen ins Visier zu nehmen.
Da deutsche Soldatinnen und Soldaten teilweise Einrichtungen nutzen, auf denen auch US-Truppen stationiert sind, wird intern ein indirektes Sicherheitsrisiko gesehen. Darauf hatte bereits ein Lagepapier zu Jahresbeginn hingewiesen, dass dem Spiegel vorliegt.
Erst Ende Januar hatte die Bundesregierung das Mandat zum Bundeswehreinsatz im Irak bis zum 31. Januar 2027 verlängert. 500 Soldaten und Soldatinnen können im Irak zum Einsatz kommen, der darauf abzielt, die irakische Armee sowie Sicherheitskräfte "nachhaltig" zu befähigen, die Sicherheit und Stabilität im Land zu gewährleisten und eine Stärkung der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) zu verhindern. Momentan sollen rund 300 Bundeswehrsoldaten im Einsatz sein, größtenteils in Jordanien stationiert.
Amerikanischen Medienberichten zufolge könnte das US-Militär den Iran dieses Wochenende angreifen. Eine Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump würde jedoch weiterhin ausstehen. Das US-Verteidigungsministerium hat deswegen in den vergangenen Tagen auch damit begonnen, Militärpersonal aus dem Nahen Osten zu verlegen. Die Maßnahme gilt als Vorsichtsmaßnahme: sowohl für den Fall eines möglichen Angriffs auf den Iran als auch für eine mögliche iranische Reaktion.
Im Weißen Haus wird sowohl über die Gefahr einer weiteren Eskalation in der Region als auch über die politischen und militärischen Folgen eines möglichen Zögerns beraten. Ungeachtet der Gespräche zwischen Washington und Teheran in Genf hat sich der Ton in den vergangenen Tagen spürbar verschärft.
"Sollte der Iran sich gegen ein Abkommen entscheiden, könnte es für die Vereinigten Staaten notwendig werden, Diego Garcia und den Flugplatz in Fairford zu nutzen, um einen möglichen Angriff eines höchst instabilen und gefährlichen Regimes zu verhindern", schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social.