Der Inselstaat hatte 2009 nach der Finanzkrise einen Beitrittsantrag gestellt, sich aber 2015 entschieden, die Gespräche auszusetzen.
Die isländische Regierung schlägt vor, am 29. August ein Referendum über die Wiederaufnahme der Verhandlungen über den Beitritt zur Europäischen Union abzuhalten.
Nach Angaben von Außenministerin Kristrún Frostadóttir soll dem Parlament nächste Woche eine Resolution vorgelegt werden.
Die Europäische Kommission hat die Ankündigung begrüßt.
"Island ist ein enger und geschätzter Partner der EU", sagte Markus Lammert, Sprecher der Europäischen Kommission. "Unsere Zusammenarbeit ist bereits stark und weitreichend und wir freuen uns darauf, unsere enge Kooperation mit den isländischen Behörden fortzusetzen und weiter zu stärken."
Island hatte 2009 im Zuge der internationalen Finanzkrise, die die Wirtschaft der Insel schwer erschüttert hatte, einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Die Gespräche zwischen 2010 und 2013 führten zum Abschluss von 11 der 33 Verhandlungskapitel.
Im Jahr 2015 beschloss die isländische Regierung jedoch, den Verhandlungstisch zu verlassen.