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NASA plant Aprilstart für erste bemannte Mondmission seit mehr als fünfzig Jahren

Die Mondrakete SLS der NASA für die Mission Artemis II mit dem Raumschiff Orion rollt langsam zurück zum Vehicle Assembly Building im Kennedy Space Center.
Die Mondrakete SLS Artemis II der NASA mit dem Raumschiff Orion rollt langsam zurück zum Vehicle Assembly Building im Kennedy Space Center. Copyright  AP Photo
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Von Roselyne Min mit AP
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Die Weltraumagentur hat Anfang April ein sechstägiges Startfenster. Verpasst sie diese Chance, muss sie bis zum 30. April oder auf Anfang Mai warten.

Die NASA hat ihre Mondrakete nach einer weiteren Reparaturrunde für einen möglichen Start im April mit vier Astronauten freigegeben.

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Die 98 Meter hohe Rakete soll in der kommenden Woche im Kennedy Space Center in Florida aus der Montagehalle zurück zur Startrampe rollen. Ein Start wäre frühestens am 1. April möglich. Es wäre die erste Reise von Menschen zum Mond seit mehr als fünfzig Jahren.

Die Besatzung der Mission Artemis II sollte eigentlich bereits Anfang des Jahres zu einem Flug um den Mond aufbrechen. Doch Treibstofflecks und weitere Probleme mit der Trägerrakete Space Launch System verhinderten den Start.

Zwar konnte die NASA im Februar die Wasserstoff-Lecks an der Startrampe abdichten. Ein Problem mit dem Heliumfluss zwang die Raumfahrtbehörde jedoch dazu, die Rakete zur weiteren Reparatur in das Vehicle Assembly Building zurückzubringen. Dadurch rutschte der Starttermin in den April.

Zu Beginn des Monats April verfügt die NASA über ein Startfenster von sechs Tagen. Verpasst sie diese Chance, kann sie frühestens am 30. April oder Anfang Mai erneut starten.

„Es ist ein Testflug und nicht ohne Risiko. Aber unser Team und unsere Technik sind bereit“, sagte Lori Glaze, stellvertretende Leiterin im Bereich Exploration Systems Development Mission Directorate (ESDMD) der NASA nach Abschluss der zweitägigen Überprüfung der Startbereitschaft.

Glaze und andere NASA-Verantwortliche wollten keine genauen Angaben zu den Risikowahrscheinlichkeiten der Mission machen.

Die Erfahrung mit neuen Trägerraketen zeige, dass sie nur eine Erfolgschance von rund fünfzig Prozent haben, sagte John Honeycutt, Leiter des Missionsmanagement-Teams.

Seit dem einzigen bisherigen Start des Space Launch System sind mehr als drei Jahre vergangen, damals ohne Besatzung. Deshalb lasse sich jede Risikoabschätzung nur schwer einordnen, so Honeycutt.

„Es ist nicht der erste Flug“, sagte Glaze. „Aber wir haben noch keinen regelmäßigen Rhythmus. Deshalb tragen wir deutlich mehr Risiko als ein System, das ständig im Einsatz ist.“

Ende vergangenen Monats kündigte der neue NASA-Administrator Jared Isaacman eine grundlegende Neuaufstellung des Artemis-Programms an. Sie soll die Abläufe beschleunigen und so das Risiko verringern.

Weil ihm das Tempo und die langen Pausen zwischen den Mondmissionen zu langsam waren, fügte er für das kommende Jahr einen zusätzlichen Übungsflug im Erdorbit ein. Diese Mission trägt nun die Bezeichnung Artemis III; die geplante Mondlandung mit zwei Astronauten rückt auf Artemis IV. Isaacman peilt für das Jahr 2028 eine, möglicherweise sogar zwei Mondlandungen an.

Unterdessen warnte die Behörde des NASA-Generalinspekteurs in einem diese Woche veröffentlichten Prüfbericht, die Raumfahrtagentur brauche noch eine klar definierte Rettungsstrategie für Mondbesatzungen.

Eine Landung in der Nähe des Südpols des Mondes wäre demnach riskanter als die Anflüge der Apollo-Astronauten in Äquatornähe, da das Gelände in den Polarregionen besonders unwegsam ist.

Als größten Faktor für einen möglichen Verlust der Besatzung bei den ersten Artemis-Landungen nennt der Bericht die geplanten Mondlandefähren. Für Operationen auf dem Mond gibt die NASA eine zulässige Verlustwahrscheinlichkeit von eins zu vierzig an, für das gesamte Artemis-Programm von eins zu dreißig.

Die von der NASA mit der Entwicklung der Mondlandefähren beauftragten Unternehmen SpaceX von Elon Musk und Blue Origin von Jeff Bezos haben ihre Arbeiten beschleunigt, um das neue Zieljahr 2028 einzuhalten. Laut dem Generalinspekteur bleiben jedoch zahlreiche technische Herausforderungen, darunter die Betankung der Lander im Erdorbit vor dem Flug zum Mond.

Im Apollo-Programm schickte die NASA vierundzwanzig Astronauten zum Mond, zwölf von ihnen landeten tatsächlich auf der Oberfläche. Bis auf einen Flug, Apollo 13, erreichten alle Missionen ihre Hauptziele. Das Programm endete 1972 mit Apollo 17.

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