In Saporischschja haben gelenkte Bomben mindestens zwölf Menschen getötet und siebenunddreißig weitere verletzt. Wohnhäuser und Industrieanlagen wurden beschädigt. In Kramatorsk kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, als aus der Luft abgeworfene Bomben das Stadtzentrum trafen. Der Angriff macht deutlich, wie groß die Gefahr für Zivilisten in den Städten bleibt, solange der Krieg anhält.
Aufnahmen vom Ort des Geschehens zeigen brennende Autos, Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, Rettungskräfte versorgen Verletzte. Auf dem Asphalt ist Blut zu sehen, in der Nähe liegt ein mit einer Plane bedeckter Körper. Behördenangaben zufolge setzten die Angreifer besonders schwere Gleitbomben ein. Die Verantwortlichen warnen, die Zahl der Opfer könne noch steigen, denn die Rettungsarbeiten dauern an.
Auch aus Dnipro und Nikopol werden weitere Tote und Verletzte gemeldet. Landesweit stieg die Zahl der Todesopfer damit auf mindestens sechsundzwanzig. Rettungsdienste waren die ganze Nacht im Einsatz, räumten Trümmer weg und halfen Überlebenden. Einige Verletzte lagen am Mittwoch noch im Krankenhaus. Die Behörden rechnen damit, dass sich die Bilanz noch verändert, sobald Einsatzkräfte weitere Einschlagsorte erreicht haben. Vertreter der Ukraine werfen Russland vor, gezielt zivile Infrastruktur anzugreifen. Aus Tschernihiw wurden im Rahmen derselben Angriffsserie weitere Einschläge gemeldet.