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Soldaten marschieren bei einer Militärparade in der Hauptstadt Eriwan.

Video. Armenien zeigt erste Militärparade seit zehn Jahren zum Tag der Republik

Zuletzt aktualisiert:

Armenien hat am 28. Mai den Tag der Republik mit einer Militärparade in der Hauptstadt Jerewan begangen, der ersten seit 2016.

Auf dem Platz der Republik versammelten sich tausende Menschen. Verbände verschiedener Teilstreitkräfte marschierten durch die Hauptstadt, begleitet von Kolonnen gepanzerter Fahrzeuge, Artilleriesystemen und niedrig fliegenden Militärflugzeugen.

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Ministerpräsident Nikol Paschinjan sprach bei der Zeremonie. Er bezeichnete sie als Symbol einer „neuen historischen Ära“ für Armenien und stellte die Parade als Demonstration von Staatlichkeit und Widerstandskraft nach Jahren von Krieg und politischer Krise dar. Die Veranstaltung erhielt besondere Aufmerksamkeit, da das Land seine Sicherheits- und außenpolitischen Prioritäten im Südkaukasus neu ordnet – nach Veränderungen an den Grenzen und verschobenen Allianzen in der Region.

Der nationale Feiertag erinnert an die Gründung der Ersten Republik Armenien im Jahr 1918, eines kurzlebigen unabhängigen Staates, der bis zu seiner Eingliederung in die Sowjetunion 1921 bestand. Politiker nutzen den Tag häufig, um auf Unabhängigkeit und historische Kontinuität zu verweisen. Bei der Parade präsentierte Armenien ein breites Spektrum an Verteidigungsgütern, darunter im Land entwickelte Waffensysteme und Drohnen. Regierungsvertreter erklärten, die Schau spiegele laufende Bemühungen wider, die Streitkräfte zu modernisieren und weiter zu professionalisieren.

Die Zeremonie trug neben ihrer militärischen auch eine klare politische Botschaft. Paschinjan verknüpfte den Anlass mit der Aussicht auf ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Nachbarland Aserbaidschan nach Jahrzehnten von Konflikten und Instabilität. Er stellte die Parade als Teil einer umfassenderen Strategie dar, Armeniens Souveränität zu sichern – durch stärkere Verteidigungsfähigkeiten und eine Diplomatie, die auf offene Grenzen, normalisierte Beziehungen und ein geringeres Risiko künftiger Kriege zielt.

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