Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Israel greift erneut Ziele in Beirut an – Hisbollah-Drohnen über Nordisrael

Ein Mann begutachtet eine Wohnung nach einem israelischen Luftangriff in Dahiyeh, den südlichen Vororten von Beirut im Libanon, am Sonntag, 14. Juni 2026.
Ein Mann inspiziert eine Wohnung nach einem israelischen Luftangriff in Dahiyeh, einem südlichen Vorort von Beirut, Libanon, am Sonntag, 14. Juni 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Von Sertac Aktan mit AP, AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Israelische Raketen greifen am Sonntag Beiruts Vorort Dahiyeh, das Gebiet Ghobeiry, an. Netanjahus Büro spricht von Zielen der Hisbollah. Die Eskalation gefährdet eine US-Iran-Entspannung, Teheran fordert ein Ende israelischer Angriffe im Libanon.

Das israelische Militär hat im Süden Beiruts, in dem als Dahije bekannten Viertel, erneut Ziele angegriffen. Ein Luftschlag traf dabei das Stadtviertel Ghobeiry, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Über der libanesischen Hauptstadt stiegen Rauchsäulen auf.

WERBUNG
WERBUNG

Die israelische Armee (IDF) erklärte, es habe sich um „präzise“ Schläge im Gebiet Dahije gehandelt, gegen ein Hisbollah-Kommandozentrum in Beirut. Von dort seien „Terrorangriffe auf israelische Zivilisten und IDF-Soldaten“ im Süden Libanons vorbereitet worden.

Zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, dass am Sonntag drei mutmaßlich von der libanesischen Miliz Hisbollah gestartete Drohnen den Norden Israels erreicht hätten. Verletzte habe es dabei nicht gegeben.

„Zwei Einschläge verdächtiger Luftziele auf israelischem Staatsgebiet nahe der Grenze zum Libanon wurden festgestellt. Es wurden keine Verletzten gemeldet“, erklärte die Armee zunächst.

Wenig später teilte das Militär in einer weiteren Mitteilung mit, ein weiteres „feindliches Luftfahrzeug“ sei in den nordisraelischen Luftraum eingedrungen.

Es ist die zweite Welle von Luftangriffen an diesem Wochenende, nachdem bei Angriffen am Samstag bereits mindestens fünf Menschen getötet worden waren. Eine Person kam bei einem Luftangriff auf die Stadt Maarakeh im Bezirk Tyros ums Leben. Im Bezirk Jezzine wurde Ali Badie, der Bürgermeister der Gemeinde Ar-Rihan, getötet. Drei weitere Menschen starben in den Ortschaften Deir al-Zahrani und Kafr Reman im Bezirk Nabatieh.

Bereits am Samstag hatte das israelische Militär die Bewohnerinnen und Bewohner von 24 Städten und Dörfern im Libanon aufgefordert, ihre Häuser umgehend zu verlassen.

Libanesischer Präsident mahnt existentielle Notwendigkeit nationaler Einheit an

Libanons Präsident Joseph Aoun erklärte am Samstag, das Land stehe an einer „schicksalhaften Wegmarke“. Es müsse sich entscheiden, ob es „ein souveräner Staat wird, der das Gewaltmonopol besitzt und die Herrschaft des Rechts durchsetzt“, oder „Geisel der Logik der Milizen und einer Kultur des Ausschlusses“ bleibt.

Anlässlich des Jahrestags der Ermordung des früheren Ministers Tony Suleiman Frangieh im Jahr 1978 durch bewaffnete Gruppen betonte Aoun, nationale Einheit sei eine „existenzielle Notwendigkeit“.

„Wir befinden uns in einem Moment, der weder sektiererischen Luxus noch regionale Machtkämpfe zulässt“, schloss er.

Die anhaltende Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah gefährdet ein mögliches Abkommen zwischen Washington und Teheran. Das iranische Regime, Hauptunterstützer der Hisbollah, besteht darauf, dass jede Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den USA und Iran auch ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon umfassen muss.

Als Israel vor einer Woche zuletzt die Vororte von Beirut bombardierte, reagierte Iran mit Angriffen auf Israel.

Die Hisbollah griff Anfang März in die Kämpfe ein, kurz nachdem Irans oberstes geistliches Oberhaupt Ajatollah Chamenei getötet worden war. Das entfachte einen noch umfassenderen Krieg im Nahen Osten.

Mögliches Abkommen könnte Spannungen in der Region entschärfen

Pakistan als Vermittler und US-Präsident Donald Trump behaupten, Iran und die USA seien einer Einigung so nahe wie nie zuvor. Die Unterzeichnung könne bereits am Sonntag erfolgen.

Das mögliche Abkommen regelt zwar nicht die strittigsten Punkte wie das iranische Atomprogramm oder eingefrorene Vermögenswerte. Es sieht aber einen 60-Tage-Rahmen für technische Gespräche über diese Themen vor, der eine Grundlage für eine Deeskalation im Libanon schaffen könnte.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Israels Warnungen lösen Massenflucht aus historischem Tyrus aus

Israel greift erneut Ziele in Beirut an – Hisbollah-Drohnen über Nordisrael

Tel Aviv: Israelis feiern erste Pride-Parade seit Angriff vom 7. Oktober