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Virales Video: Jugendliche aus Ukraine im Bus in Polen beschimpft - Was geschah danach?

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Stadtbus Copyright  Euronews/Paweł Głogowski
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Von Glogowski Pawel
Zuerst veröffentlicht am
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Drei Mädchen aus der Ukraine sind in einem Bus in Polen von einem Mann übel beschimpft worden, nur weil sie Ukrainisch sprachen. Nachdem ein Video des Vorfalls viral ging, schritt die Polizei ein.

In einem Bus im polnischen Bielsko-Biala - unweit der Grenze zur Tschechischen Republik und der Slowakei - sind drei junge Ukrainerinnen auf dem Nachhauseweg von einem Mann mit harten Worten angepöbelt worden.

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Eine andere Bus-Passagierin filmte den Vorfall am Samstag, dem 11. Juli 2026, mit ihrem Handy. Das Video ging in den sozialen Netzwerken innerhalb kürzester Zeit viral und löste eine Welle der Empörung aus.

Aggression ohne jeden Anlass

Auf dem im Internet veröffentlichten Video ist zu sehen, dass der Mann von Beginn an äußerst aggressiv auftritt. Er schreit, benutzt Schimpfwörter und beleidigt die Mädchen wegen ihrer Herkunft.

Nach Angaben von Zeugen sowie auf dem Video ruft der Mann unter anderem, die Jugendlichen sollten "in die Ukraine zurückgehen". Er wirft ihnen vor, "auf unserem Geld groß geworden" zu sein, und bedroht eine der Schülerinnen, indem er andeutet, er wisse, wo sie wohne.

Der gesamte Vorfall ist eindeutig von Fremdenfeindlichkeit geprägt.

Die verängstigten Jugendlichen versuchen, den Mann nicht weiter zu reizen. Doch auch eine von ihnen filmt die Szene mit ihrem Handy. So bleibt das Verhalten des Aggressors genau dokumentiert. Dieses Video ist später entscheidend, um den Täter zu identifizieren.

Reaktion von Fahrer und Fahrgästen

Nach aktuellen Erkenntnissen und der Auswertung der Überwachungskamera reagiert auch der Busfahrer. Als er die Schreie aus dem Fahrgastraum hört, bittet er den Mann, sich zu beruhigen. Damit will er die Aufmerksamkeit des Angreifers von den betroffenen Mädchen ablenken.

Zwischen Fahrer und Fahrgast entwickelt sich anschließend ein Wortwechsel. An der nächsten Haltestelle fordert der Busfahrer den Mann auf, den Bus zu verlassen. Die Aufnahmen der Überwachungskamera wurden von der Polizei sichergestellt.

Die Ermittler haben inzwischen die Identität des Mannes herausgefunden. Bereits am folgenden Tag nehmen sie ihn fest und bringen ihn zur Wache.

Polens Innenminister Marcin Kierwiński macht den Fall öffentlich. Er betont, dass jede Form von Gewalt und Aggression auf eine klare und entschlossene Antwort des Staates stoßen werde.

Die überraschende Wendung: Angreifer arbeitet für städtischen Verkehrsbetrieb

Eine der größten Überraschungen in dem Fall ist die Person des Angreifers

Der mutmaßliche Angreifer der jungen Ukrainerinnen arbeitet für das städtische Verkehrsunternehmen als Busfahrer, war zum Zeitpunkt des Geschehens jedoch privat im Bus unterwegs und hatte keinen Dienst.

Der Städtische Verkehrsbetrieb in Bielsko-Biała teilt mit, dass der Mann dort als Busfahrer angestellt ist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand er sich bereits seit längerer Zeit im Krankenstand.

Das Unternehmen distanziert sich klar von vom Verhalten des Beschuldigten. Die Leitung des Städtischen Verkehrsbetriebs in Bielsko-Biała hat sogar beschlossen, das Arbeitsverhältnis mit dem Mitarbeiter zu beenden.

Fachleute weisen darauf hin, dass das Verhalten des Mannes nicht nur als strafbare Bedrohung gelten könnte, sondern auch als öffentliche Beleidigung. Die endgültige rechtliche Bewertung hängt jedoch vom Beweismaterial und von der Entscheidung der Staatsanwaltschaft ab.

Die Polizei setzt die Ermittlungen fort, vernimmt Zeugen und analysiert das komplette Videomaterial aus dem Bus.

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