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Iranische Drohnen auf Kuba? Trump lässt Geheimdienstbericht prüfen

Trump bei der Unterzeichnung der jüngsten Präsidialverfügung.
Trump beim Unterzeichnen des jüngsten Erlasses. Copyright  AP Photo
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Von Cristian Caraballo
Zuerst veröffentlicht am
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Der US-Präsident erklärte, seine Regierung prüfe, ob Teheran Drohnen und Raketen auf der Insel stationiert. Er drohte mit Konsequenzen, lieferte aber keine Belege oder Details.

Die USA untersuchen, ob der Iran möglicherweise Drohnen auf Kuba lagert. Das bestätigte Präsident Donald Trump am Montag im Oval Office. Ein Reporter sprach ihn auf einen bislang unveröffentlichten Geheimdienstbericht an, in dem diese Möglichkeit erwähnt wird.

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Trump antwortete: "Wenn sie dort Drohnen haben – und es ist gut möglich, dass sie dort welche haben –, werden wir uns darum kümmern." Der Präsident ging noch weiter und deutete an, dass auf der Insel möglicherweise auch iranische Raketen gelagert werden könnten. Seine Regierung, so Trump, "prüft das derzeit".

Trump legte weder Fotos noch Geheimdienstdokumente vor und machte auch keine Angaben zur Anzahl, zum Typ oder zum Standort der mutmaßlichen Waffensysteme.

Bislang ist lediglich bestätigt, dass Washington den Sachverhalt prüft. Weder ist belegt, dass sich tatsächlich iranische Waffen auf Kuba befinden, noch gibt es Hinweise auf eine unmittelbare Bedrohung. Kuba hat sich zu den Aussagen des US-Präsidenten bislang nicht geäußert.

USA verschärfen Sanktionen gegen Kuba

Das US-Außenministerium setzte zehn mit der kubanischen Regierung verbundene Einrichtungen auf eine neue Sanktionsliste. Ziel sei es, "die bösartigen Aktivitäten" des kubanischen Regimes zu unterbinden. Betroffen sind unter anderem die Brennstoffhändler Enetec S.A. und Coreydan S.A. sowie die Unternehmensgruppen Gecomex und Gemar.

Bereits im Juni verhängten die USA Sanktionen gegen den kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel, mehrere seiner Familienangehörigen sowie Oberst Alejandro Castro Espín, den Sohn des früheren Präsidenten Raúl Castro. Gegen Castro Espín liegt zudem eine Anklage des US-Justizministeriums im Zusammenhang mit dem Abschuss zweier Kleinflugzeuge der Exilorganisation Brothers to the Rescue im Jahr 1996 vor, bei dem vier Menschen ums Leben kamen.

Zu dem seit mehr als sechs Jahrzehnten bestehenden US-Embargo ist seit Jahresbeginn eine verschärfte Energiepolitik hinzugekommen. Nach Darstellung der kubanischen Behörden trägt diese zu den anhaltenden landesweiten Stromausfällen bei. Erst am vergangenen Freitag kam es erneut zu einem großflächigen Blackout.

Axios: Kuba soll seit 2023 mehr als 300 Militärdrohnen erhalten haben

Eine von dem US-Medium Axios ausgewertete Analyse, auf die sich mehrere Medien beziehen, kommt zu dem Schluss, dass Kuba seit 2023 mehr als 300 Militärdrohnen russischer und iranischer Herkunft erhalten haben soll. Demnach prüfen die Revolutionären Streitkräfte, ob die Systeme im Konfliktfall gegen US-Ziele eingesetzt werden könnten – darunter der Marinestützpunkt Guantánamo sowie Einrichtungen in Cayo Hueso (Key West).

Der Bericht warnt zugleich davor, bewaffnete Drohnen als reine Verteidigungssysteme darzustellen. Eine solche Einordnung entspreche nicht der gängigen Militärdoktrin, sondern sei eine sprachliche Verzerrung. Zudem heißt es, die Beschaffung der Drohnen sei über mehrere Jahre vorbereitet worden und nicht als kurzfristige Reaktion auf die jüngsten Spannungen zwischen Havanna und Washington zu verstehen.

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