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Venezuela: Zahl der Toten nach Doppelbeben steigt auf über 1.700

Rettungsarbeiten dauern in der Nacht an
Rettungsarbeiten dauern die Nacht über an Copyright  AP Photo
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Von Cristian Caraballo
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Nach dem Doppelbeben vom 24. Juni melden Venezuelas Behörden mehr als 1.700 Tote und 5.034 Verletzte. Laut UN könnten bis zu 68.000 Menschen vermisst sein; in La Guaira laufen die Rettungsarbeiten weiter.

Die venezolanischen Behörden haben die Zahl der Todesopfer nach den zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 auf mehr als 1.700 erhöht. Die Beben hatten am vergangenen Mittwoch die Küstenregion des Landes erschüttert, wie aus dem jüngsten offiziellen Bericht vom Sonntag hervorgeht.

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Parlamentspräsident Jorge Rodríguez erklärte zudem, bei den Erdbeben seien 5.034 Menschen verletzt worden. 15.866 Menschen gelten weiterhin als obdachlos, weitere 22.619 werden in Gesundheitseinrichtungen behandelt. Besonders besorgniserregend ist jedoch eine Schätzung der Vereinten Nationen: Demnach könnten bis zu 68.000 Menschen vermisst sein.

La Guaira im Zentrum der Katastrophe

Der Bundesstaat La Guaira verzeichnet die meisten Opfer und die größten Sachschäden. Die Regierung erklärte das Gebiet zur Katastrophenzone und stellte die Region unter Militärkontrolle. Fünf Tage nach dem Beben dauern die Such- und Rettungsarbeiten weiter an. Zusätzliches Gerät kommt zum Einsatz, weitere internationale Rettungsteams treffen ein. Doch die Hoffnung, noch Überlebende unter den Trümmern zu finden, schwindet.

Ein Beispiel für diesen Wettlauf gegen die Zeit lieferte am Montag die Stadt Catia La Mar. Dort versuchten Teams aus El Salvador, Mexiko und Venezuela, einen 21-jährigen Mann lebend aus einem Gebäude zu bergen, das am Tag des Bebens eingestürzt war.

Das Doppelbeben ereignete sich am 24. Juni. Das Epizentrum lag zwischen San Felipe und Yumare im Norden des Landes. Das erste Beben der Stärke 7,2 wurde um 18.04 Uhr Ortszeit registriert, 39 Sekunden später folgte ein zweites Beben der Stärke 7,5 mit einem weiter südöstlich gelegenen Epizentrum. Insgesamt bebte die Erde fast drei Minuten lang.

Internationale Hilfe

Die USA entsandten Flugzeuge, Schiffe und Hubschrauber, um die Rettungsarbeiten zu unterstützen. Die Entwicklungsbank Corporación Andina de Fomento (CAF) kündigte zudem einen Geberfonds von bis zu 200 Millionen Dollar für den Wiederaufbau des Landes an.

Auch die venezolanische Opposition meldete sich zu Wort: María Corina Machado, Friedensnobelpreisträgerin von 2025, kündigte an, bald nach Venezuela zurückzukehren, um die betroffene Bevölkerung zu unterstützen.

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