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Ätna-Ausbruch: Tausende Touristen sitzen auf Sizilien fest

Etna-Ausbruch auf einem Bild von 2013
Etna-Ausbruch: Archivbild von 2013 Copyright  AP Photo/Carmelo Imbesi
Copyright AP Photo/Carmelo Imbesi
Von Andrea Barolini
Zuerst veröffentlicht am
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Am Flughafen Catania können vorerst keine Flugzeuge landen oder starten. Der Ätna spuckt weiter Lava, Asche und glühendes Gestein.

Am Flughafen Cataniageht nichts mehr. Grund: Der jüngste Ausbruch des Vulkans Ätna hält seit Tagen an. Flugzeuge können angesichts der Aschewolken weder starten noch landen. Die aus Sicherheitsgründen verhängte Sperrung des Luftraums wurde bis Dienstag den 12. August um 11 Uhr verlängert, das gab die Betreiberfirma Sac in einer bekannt. In der Hauptreisezeit sitzen so mehrere Tausend Touristen auf der Insel fest. Manche begeben sich zu den Flughäfen von Palermo und Comiso, um von dort aus abreisen zu können, wobei es auch Schwierigkeiten gab, Plätze in den Bussen zu finden.

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Gewerkschaften fordern mehr Investitionen

Die Nachrichtenagentur Adnkronos berichtet, dass die Lage auch die Gewerkschaften Filt-Cgil, Fit-Cisl, Uiltrasporti Sicilia und Ugl TA auf den Plan gerufen hat. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Flüge werden gestrichen oder umgeleitet, Passagiere warten, Beschäftigte sind am Limit. Was in diesen Stunden am Flughafen des Ätna passiert, ist kein Unglück, sondern die Folge jahrelanger kurzsichtiger Entscheidungen bei Investitionen und Personal.“

Die Gewerkschaften verlangen, „deutlich mehr finanzielle Mittel und zusätzliches Personal bereitzustellen, um solche Notlagen zu bewältigen und die Belastung für die Passagiere sowie für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten“. Konkret fordern sie „bessere Bodentransporte zwischen den Flughäfen und mehr Personal an den anderen Flughäfen Siziliens. Denn wenn Flüge auf andere Standorte umgeleitet werden, allen voran Palermo, verdreifacht sich das Arbeitsaufkommen, und die gesamte Last tragen die Beschäftigten dort.“

In der Erklärung betonen die Gewerkschaften außerdem den wirtschaftlichen Schaden, vor allem für den Tourismus. Ursache sei die „fehlende Investition in ein wirklich regionales Flughafennetz, das angemessen ausgebaut und miteinander verbunden ist“.

Nach Angaben von Adnkronos wurden in den vergangenen vier Tagen bei nur eingeschränktem Betrieb in Catania „190 Flüge allein zum Flughafen Palermo umgeleitet, und die Probleme betrafen mehr als 30.000 Passagiere“.

„Ein neuer Schlot am Ätna hat sich geöffnet“

Der jüngste Eruptionsschlot hat sich um 11:30 Uhr am Fuße der Nordwand des Valle del Bove in einer Höhe von etwa 2.090 Metern geöffnet. Im selben Gebiet hatte sich in der Nacht ein weiterer Riss in einer etwas geringeren Höhe, etwa 1.900 Metern, gebildet.

Die beiden anderen Schlote befinden sich auf 2.750 und 2.360 Metern. Die am weitesten vorgerückte Front des Lavastroms, die noch immer reichlich gespeist wird, hat die Rocca delle Palombe überschritten.

Die Ätna-Beobachtungsstelle des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) fügte in einer Mitteilung hinzu, dass gleichzeitig die „starke explosive Aktivität am Voragine-Krater“ anhält, „die Ascheemissionen verursacht, die sich derzeit in Richtung Süd-Südost ausbreiten“.

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