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Polizei kontrolliert: 135 Euro Strafe für E-Scooter-Fahren ohne Helm in Paris

Ein Mann parkt am Freitag, 31. März 2023, einen Motorroller in Paris.
Ein Mann parkt am Freitag, dem 31. März 2023, in Paris einen E-Scooter. Copyright  Copyright 2023 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Sertac Aktan
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In Paris setzt die Polizei neue Regeln für E-Scooter durch: Die Nutzer müssen Helm und reflektierende Kleidung tragen, um damit den Anstieg der Unfälle zu stoppen.

Paris verschärft die Regeln für Nutzer und Nutzerinnen von sogenannten "Rideables" wie E-Scootern, Segways und elektrischen Skateboards. Die Zahl der Unfälle mit diesen elektrischen Gefährten ist in der französischen Hauptstadt weiter gestiegen.

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Die Polizei hat eine gezielte Aktion gestartet, um die neuen Vorschrift durchzusetzen: Seit dem 7. August müssen Fahrende Helme und reflektierende Kleidung tragen.

135 Euro Strafe für Fahren ohne Helm

Wer ohne Helm erwischt wird, zahlt jetzt 135 Euro. Wer ohne reflektierende Weste unterwegs ist, muss 35 Euro zahlen, teilte die Polizei mit.

Hélène Denéchère, Sprecherin der Polizeipräfektur von Paris, betont die Notwendigkeit der neuen Maßnahmen.

„Seit Jahresbeginn waren 136 Unfälle mit Personenschäden auf Fahrzeuge dieser Art zurückzuführen – das ist ein Anstieg um zwölf Prozent. Es ist damit die einzige Gruppe von Verkehrsteilnehmern in Paris, bei der die Zahl der Unfälle mit Verletzten steigt“, erklärt Denéchère.

Einige hielten sich bereits an die neuen Vorgaben, andere empfänden sie als zusätzliche Belastung. Die Sprecherin der Präfektur unterstreicht jedoch: „Das Tragen eines Helms verringert die Schwere dieser Unfälle.“

In Brüssel sollten Elektroroller oder "trottinettes électriques" zum Ausleihen aus Sicherheitsgründen 2027 verboten werden, jetzt werden sie schon am 1. September aus dem Verkehr gezogen.

Die Reaktionen in Paris fallen geteilt aus

2023 hatte eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler in Paris für ein Verbot der per App ausleihbaren Elektroroller gestimmt.

Der E-Scooter-Fahrer Pierre Thoribé räumt nun ein, dass die von den Behörden geforderte Ausrüstung nötig ist, obwohl er selbst auch schon ohne sie unterwegs war.

„Für mich ist es ganz selbstverständlich, einen Helm zu tragen – heute habe ich keinen … Das ist eine Ausnahme. Ich habe meinen Helm vergessen“, sagt er.

Der Softwareentwickler Igor Monteiro, der bereits einen Kopfschutz trägt, begrüßt die Kontrollen.

„Ich finde das sehr gut. Es ist normal, wenn man Sicherheit will. Ich habe ihn immer benutzt … Für mich ist das normal“, sagt er, aber Igor habe von den neuen Regeln noch nichts gewusst.

Der Tätowierer Youssef Mourgui ruft andere Nutzer dazu auf, auf die Risiken zu achten.

„Ehrlich gesagt, für einen selbst ist es gut für die Sicherheit. Ich kenne jemanden, der in einem Krankenhaus arbeitet; er erzählt uns, dass ständig viele Leute kommen, jedes Mal mit zertrümmerten Schädeln. Einige sitzen inzwischen sogar im Rollstuhl“, berichtet Mourgui. „Nicht wegen der Polizei, aber ganz ehrlich: Für unsere Gesundheit ist es besser, einen Helm zu tragen.“

Für andere fällt das Bußgeld zu hoch aus. Eine E-Scooter-Fahrerin erklärt: „Das Bußgeld von 135 Euro ohne Helm ist schon ein bisschen teuer. Aber mit allem, was im Moment passiert, gewöhnen wir uns daran.“

Kritiker der neuen Regeln nennen sie übertrieben restriktiv und fordern, die Entscheidung solle jedem selbst überlassen bleiben.

„Ich finde, man sollte den Menschen ihre Freiheit lassen und sie tun lassen, was sie wollen. Wenn sie danach einen Unfall haben, ist das eben ihr Pech“, meint der Radfahrer Romaric Bouton. „Wir können nicht anfangen, jeden an die Hand zu nehmen und ihn zu einer Weste oder einem Helm zu zwingen, nur weil es jedes Jahr so viele Unfälle gibt. Sonst sind wir nicht mehr frei, zu tun, was wir wollen.“

Weitere Quellen • AFP

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