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Argentinien übersteht Schock gegen Ägypten: WM-Viertelfinale gegen Schweiz

Argentiniens Lionel Messi (zehn) jubelt über das zweite Tor seines Teams im WM-Achtelfinale gegen Ägypten in Atlanta am Dienstag, dem siebten Juli 2026.
Argentiniens Lionel Messi (zehn) jubelt über das zweite Tor seines Teams im WM-Achtelfinale gegen Ägypten in Atlanta am Dienstag, dem siebten Juli 2026. Copyright  AP Photo
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Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Argentinien dreht ein 0:2 gegen Ägypten elf Minuten vor Schluss noch in ein 3:2 und steht im Viertelfinale. Dort wartet die Schweiz, die Kolumbien im Elfmeterschießen bezwang.

Argentinien hat im Duell mit Ägypten in den Schlussminuten eine spektakuläre Wende geschafft. Mit einem 3:2 sicherte sich die Albiceleste am Dienstag knapp den Einzug ins Viertelfinale.

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Der Titelverteidiger lag gegen Ägypten bis elf Minuten vor Schluss mit 0:2 zurück. Dann leitete Cristian Romero die Aufholjagd ein und traf in der 79. Minute per Kopf.

Lionel Messi, der nach dem Schlusspfiff in Tränen ausbrach, erzielte in der 83. Minute sein achtes Turniertor und sein rekordträchtiges 21. WM-Tor. Damit stellte er auf 2:2. In der Nachspielzeit machte Enzo Fernández den Sieg perfekt.

Über weite Strecken hatte es nach einem bitteren Abschied für den 39-jährigen Messi ausgesehen, möglicherweise bei seiner letzten von insgesamt sechs Weltmeisterschaften.

Der Ägypter Yasser Ibrahim jubelt über das Führungstor seiner Mannschaft im WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten in Atlanta, Dienstag, den siebten Juli 2026.
Der Ägypter Yasser Ibrahim jubelt über das Führungstor seiner Mannschaft im WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten in Atlanta, Dienstag, den siebten Juli 2026. AP Photo/Erik S. Lesser

Ägypten war durch Treffer von Yasser Ibrahim und Mostafa Zico in beiden Halbzeiten in Führung gegangen. Die Mannschaft hätte sogar mit 3:0 führen können, wäre ein weiterer Treffer nach Videobeweis nicht aberkannt worden.

In der zweiten Halbzeit glaubte Ägypten zunächst, die Führung ausgebaut zu haben, als Mostafa Zico einen sehenswert vorgetragenen Angriff vollendete. Doch der Jubel verstummte schnell: Der Videobeweis bestätigte ein Foul im Vorfeld, der Treffer zählte nicht.

Schon in der ersten Halbzeit hatte Messi einen Elfmeter vergeben. Ägyptens Torhüter Mostafa Shobeir tauchte nach links ab und parierte den Schuss. Es war Messis zweiter verschossener Strafstoß bei diesem Turnier.

Messi ist zwar der erfolgreichste Torschütze der WM-Geschichte, hat bei Weltmeisterschaften aber nun vier von acht Elfmetern vergeben.

Argentiniens Lionel Messi (zehn) wird nach dem WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten in Atlanta in die Luft geworfen, Dienstag, den siebten Juli 2026.
Argentiniens Lionel Messi (zehn) wird nach dem WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten in Atlanta in die Luft geworfen, Dienstag, den siebten Juli 2026. AP Photo/Erik S. Lesser

"Das Herz der Argentinier ist immer etwas, das uns antreibt. Wir machen weiter, egal was passiert, und geben bis zum Schluss alles. Und ehrlich gesagt: Beim Stand von 0:2 wirkten wir ein bisschen geschlagen", sagte Argentiniens Stürmer Julián Álvarez. "Es war wenig Zeit übrig, aber wir schaffen es immer wieder, durch unseren Kampf bis zum Ende noch etwas herauszuholen."

"Im Vergleich zum Titelverteidiger sahen wir besser aus. Wir waren in allem besser, außer im Ergebnis", sagte Ägyptens Trainer Hossam Hassan.

Hassan kündigte an, bei dieser Weltmeisterschaft kein weiteres Spiel mehr zu verfolgen. Er zeigte sich überzeugt, dass sein Team vor Argentiniens entscheidendem Treffer einen Elfmeter hätte bekommen müssen.

"Ich bin von diesem Ausgang nicht überzeugt. Ich bin nicht überzeugt davon, wie sich dieses Spiel entwickelt hat", sagte Hassan. "Ich will das hier nicht schönreden mit ausgewählten Worten, mit Floskeln wie ‚schade‘ und so weiter."

"Wir sind heute unfair behandelt worden", sagte Hassan. "Wir haben Ungerechtigkeit erlebt."

Kolumbien scheitert im Elfmeterschießen

Kolumbien stand kurz davor, seine beste WM-Leistung zu wiederholen, scheiterte im Achtelfinale aber im Elfmeterschießen an der Schweiz.

Nach torlosen 120 Minuten setzte die Schweiz sich am Dienstag mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Davinson Sánchez schoss seinen Versuch über die Latte, Cucho Hernández scheiterte an Gregor Kobel. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Ruben Vargas.

Torwart Gregor Kobel aus der Schweiz jubelt mit seinen Mitspielern nach dem Sieg im WM-Achtelfinale gegen Kolumbien in Vancouver, Dienstag, den siebten Juli 2026.
Torwart Gregor Kobel aus der Schweiz jubelt mit seinen Mitspielern nach dem Sieg im WM-Achtelfinale gegen Kolumbien in Vancouver, Dienstag, den siebten Juli 2026. Darryl Dyck/The Canadian Press via AP

Damit steht die Schweiz im WM-Viertelfinale. Dort trifft sie am Samstag im Arrowhead Stadium in Kansas City, Missouri, auf Titelverteidiger Argentinien, der sich zuvor mit 3:2 gegen Ägypten durchgesetzt hatte.

Die Schweiz hatte zuletzt 1954, als sie das Turnier selbst ausrichtete, ein WM-Viertelfinale erreicht. Am Dienstag fehlte den Eidgenossen der junge Mittelfeldspieler Johan Manzambi, der sich am Montag im Training verletzt hatte.

Kolumbien hatte die Weltmeisterschaft 2022 verpasst. 2014 in Brasilien erreichte das Team das Viertelfinale, nachdem es im Achtelfinale Uruguay besiegt hatte. Anschließend verlor Kolumbien mit 1:2 gegen Gastgeber Brasilien.

Kolumbianische Spieler liegen enttäuscht auf dem Rasen, nachdem sie das Elfmeterschießen im WM-Achtelfinale gegen die Schweiz in Vancouver verloren haben, Dienstag, den siebten Juli 2026.
Kolumbianische Spieler liegen enttäuscht auf dem Rasen, nachdem sie das Elfmeterschießen im WM-Achtelfinale gegen die Schweiz in Vancouver verloren haben, Dienstag, den siebten Juli 2026. AP Photo/Abbie Parr

Vargas, der bei dieser WM bereits zwei Tore erzielt hat, hatte das Training am Montag ebenfalls vorzeitig abgebrochen. Gegen Kolumbien wurde er erst in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit eingewechselt und avancierte später zum entscheidenden Schützen.

Weitere Quellen • AP

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